Forschungstag am Fachbereich

Screenshot 2015-07-26 16.21.50Der erste Forschungstag am Fachbereich Informationswissenschaften zeigte vor allem die breite Vielfalt der Aktivitäten und Ansätze. Von einigen Kollegen wusste man in der Tat nicht so genau, was sie forschen, so dass der Tag der Gesamtschau die Gelegenheit bot, sich gegenseitig zu informieren. Der gelungene Tag wurde abgerundet durch eine Podiumsdiskussion, bei der nicht nur über die stete Frage der Angewandtheit der Informationswissenschaften (ist das Zentrale unserer Fächer das Metadaten-Management oder eine Metadaten-Wissenschaft?), sondern auch über den Drittmitelfetisch der deutschen Hochschullandschaft (Drittmittel-Quantität als Indikator für das Mittelverteilungsmodell innerhalb der Hochschule) diskutiert wurde.

Genau dazu hatte ich gehofft, einen Beitrag zu liefern mit meinem Vortrag: „Wo ist die Million geblieben? Erfahrungen aus 10 Jahren Drittmittelforschung am Fachbereich Informationswissenschaften.“ Ich hatte den Forschungstag für mich selber zum Anlass genommen, eine Art Stock Taking zu unternehmen und war zum einen erstaunt, dass ich „schon“ über eine Million Drittmittel für den Fachbereich akquiriert hatte, aber auch, wie wenig davon erkennbar wurde oder gar zu konkreten Ergebnissen wie etwa einen Forschungsschwerpunkt oder Fortsetzungsprojekten geführt hatte (screenshots verlinken jeweils auf den Foliensatz).

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Um nicht ganz nur auf der lamentierenden Seite zu bleiben, habe ich auch zusätzlich noch einen kleinen Workshop ähnlichen Einblick in die Eye-Tracking und Informationsverhaltens-Forschungsprojekte gegeben mit folgendem Beitrag:

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Ob die angestoßene Diskussion fruchtbar war für den Fachbereich, kann ich nicht beurteilen. Die allgemeine Stimmung scheint jedoch durchaus positiver als vor vier Jahren, als ich vom Amt des Dekans zurücktrat, weil der Fachbereichsrat meinte, er wisse besser als ich was Informationswissenschaft sei. Und er könne die Re-Akkreditierung der BA Studiengänge schneller durchführen (erst in diesen Tagen (2015 statt 2011!) ging der Antrag an AQAS: vier Jahre nach der Forderung an den Dekan, er solle diese schneller vorantreiben).

Mehr Drittmittel sind allerdings seitdem auch nicht eingeworben worden.

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