Themen für Abschlussarbeiten

Ab SoSe 2021unterrichte ich nicht mehr an der FH Potsdam. Für Zweitbetreuung und Beratung stehe ich jedoch weiterhin zur Verfügung.
Digitale Transformation
  • Ist die Digitale Transformation Schuld an der Postfaktischen-Gesellschaft? (Maßnahmen dagegen?)
  • Wieviel Nutzerpartizipation können/sollten Bibliotheken, Archive ..  fördern?
Informationsverhaltensforschung:
  • Welche Medienformen (analog, digital) mit welcher Zugangsform werden von Studierenden der FHP tatsächlich genutzt.
  • Informationsverhalten von Studierenden unterschiedlicher Domänen (Master)
  • Themen aus dem Bereich der Informationsverhaltensforschung („Information Seeking in Context“ und „Conceptions for Library and Information Science“ Konferenzreihen).
  • Einsatz des Eye-Tracking Systems des Fachbereichs (Masterarbeit)
  • Emotion Tracking im Test (Masterarbeit in der Informationswerkstatt)
  • Informationsbedürfnisse und Informationsverhalten von spezifischen Nutzergruppen (Informationsverhaltensstudien)
  • Stimmt die 55% Regel immer noch? (silent shopping im Auskunftsbereich)
  • Brauchen wissenschaftliche communities wirklich Fachbibliographien/Datenbanken? Oder kommen manche Disziplinen mittlerweile mit Google aus?
  • Was ist der eigentliche Mehrwert von Fachbibliographien und normierten Metadaten? Reicht nicht doch “the informal way” und die “folksonomy”?
  • Wirkung virtueller und erweiterter „Realitäten“
  • Akzeptanz und Nutzungsprobleme von SaaS- und Cloud-Diensten
  • Policy-Akzeptanz: wie können Policies durchgesetzt werden?
  • Stewardship in Communities – gibt es Tendenzen zur Rettung der Allmende?
  • Hat sich das Phänomen der Bibliotheksangst durch die Digitalisierung der Angebote abgeschwächt?
  • Aufbau einer strategischen Nutzerforschung an der UB der FU Berlin (Master)

Informationswissenschaft

  • I-Space und andere Modelle der Dimensionen des informationswissenschaftlichen Konzeptraumes (Master-Arbeit).
  • Die Kybernetik Gotthard Günthers als Informationswissenschaft  (Masterarbeit)
  • Small Worlds Theorie von Burnett im Vergleich zur Filter Bubble
  • culture studies und IW
  • Modelle und Konzepte Digitaler Bibliotheken: ohne Auftrag/Mission?
  • Informationswissenschaft in der Entscheidungstheorie und im Controlling
  • Medialogie und Informationswissenschaft  (Masterarbeit)
  • Informationsverarbeitung in verschiedenen psychologischen Ansätzen
  • Kontext als Variable (Modellierung)  (Masterarbeit)
  • Lernen als Informationssuchprozess?
  • Mimesis und Geschichte(n):  Grundbedingung für Information?  (Masterarbeit)
  • Raumerfahrung und Bildlichkeit: neuer Motor für Wissensarbeit (embodiment, embedded cognition, predictive processing + Visualisierung)
  • Das Dokument nach Pédauque und Frohmann
  • Manuel Castells noch aktuell?
  • Formeln, Modelle und Frameworks in der Informationswissenschaft: notwendiger Reduktionismus?  (Masterarbeit)
  • Informationswissenschaft und Transferwissenschaft  (Masterarbeit)
  • Bernard Stiegler und das Neganthropocene als informationswissenschaftliche Anregung
  • Ernst Cassirer und Aby Warburg eine deutsche „Social Epistemologie“?

Archivwissenschaft

  • Archiv und Bibliothek als katechontische Wächter im Zeitkanal (zu Wolfgang Ernst).
  • Archival Intelligence und Informationsverhaltensforschung
  • weitere Datenauswertung der archivarischen Erhebungen in europäischen ALMPUB (viele Daten vorhanden)
  • Hypothese: Archive sind keine Kulturerbeinstitutionen
  • Assmanns Kultur = Gedächtnisbegriff: Archive als Speicher- und nicht als Funktionsgedächtnis?
  • Informationelle Kompetenz, kollektives Gedächtnis, informationelle Autonomie im archivwissenschaftlichen Diskurs
  • Neue psychologische Gedächtnisforschung als Modelle für Archivtektonik
  • Dokument und Spur bei Ricoeur und Pédauque
  • Archival Appraisal und Datenqualität: bieten die DQ Frameworks neue Ansätze für archivarische Bewertung?
  • Archive als Dritte Orte: Partizipation, und Committment der Community?
  • Die Rolle von Archiven zur Förderung der Demokratie (Diskursanalyse, Umfragen…)
  • Konvergenz der Institutionen (LAM) = Konvergenz der fachwissenschaftlichen Ansätze (New Museology, New Librarianship, New Archival Science) (ggf. Nachnutzung der Datensätze von ALMPUB Projektes)
  • RDA und RiC sind eigentlich identisch. Warum und was folgt daraus?
  • Vergleich von OAIS und anderen Frameworks von Digitalen „Bibliotheken“ (z.B. 5S)
  • Prozessoptimierungen der Archivarbeit mittels mobilem Eye-Tracking.
  • Sind „Historical Workstations“ und andere Virtuelle Forschungsumgebungen archivierbar?
  • Warum fehlt und brauchen wir wirklich „Historische Hilfswissenschaft“ – oder deren Assimilation in den Digital Humanities
  • Sind historiographische Paradigmen mit archivwissenschaftlichen kongruent? (Ist z.B. der „turn“ der Annales Schule in der Archivwissenschaft zeitgleich oder mit welchem Verzug feststellbar?)
  • Wie weit ist die fachliche Integration der Archivwissenschaft in den LIS Bereich weltweit? Überblick über Studienangebote und Institute im Hinblick auf die Frage, ob integrativ geforscht und gelehrt wird
  • Wieviel „citizen science“ und Crowdsourcing gibt es tatsächlich in deutschen Archiven? (Local History Wikis, Genealogy Services etc.)

Bibliothekstypologie

  • Bibliothekstypologie und Bibliotheksgeschichte in neuer Sicht (was ist wirklich eine Bibliothek?)
  • Katalog- und Erschließungsgeschichte (nach Markus Krajewski, Aby Warburg etc.)
  • Internationale Bibliotheksfilialen: unter welchen Bedingungen kann der Nutzer tatsächlich Kunde einer entfernten Bibliothek werden? (Praxisbeispiele, Tests)
  • „Die indische Bibliothek“, „Umweltbibliotheken“ und andere Orte, die sich den Namen Bibliothek „usurpieren“
  • Gibt es Bibliotheken in der Welt des Gaming und der Virtuellen Realitäten? Welche Metaphern bedienen sie (nicht)?

Bibliothekspolitik

  • Vertiefte Analyse des Four-Spaces / three functions Modells, z.B. wie funktioniert der Raum als Empowerment (Feldarbeit)
  • Unterstützung der bibliothekarischen Lobbyarbeit durch ausserbibliothekarische Interessengruppen? (oder durch Freundeskreise)
  • Information criticism: warum eine kritische Position für Bibliotheken wichtig ist (Die Geschichte des Arbeitskreises „Kritischer Bibliothekare“ (AKRIBI) u.a.)
  • Bibliotheksentwicklung und ökonomische Entwicklung: Korrelation von Indikatoren weltweit (Human Development Index, Solidaritäts-Index etc.)
  • Social Media und Networking für Bibliotheken: Bibliothekare als Community Moderators? Welche Anforderungen? Empirisch: was passiert auf einer Bibliotheksveranstaltung parallel in den Social Media?
  • Outcome/Marktwertstudie z.B. für die Potsdamer Stadtbibliothek oder die UB Potsdam o.a.
  • Public Value“ Theorie und ISO16439.
  • Die Beziehung zwischen Informationsinfrastruktur und Output einer Organisation. Wird ein Unternehmen, ein Forschungsinstitut “besser” durch eine bessere Spezialbibliothek? (“Outcome”-Diskussion für Bibliotheken, ggf. im empirischen Test)
  • Bibliotheken aus der Sicht neuer Philosophen (Strukturalisten, Mediengurus, Systemtheoretiker, Wissensmanagementberater…)
  • Bibliotheken und Demokratie: beide sind Entschleuniger.
  • Können Bibliotheken mit der ISO Norm zu Resilienz (ISO 22301:2019) Politik machen?

Wissensmanagement

  • Die Konsequenzen neuer Kognitionswissenschaft für das WM (Peter Pirolli: Information Foraging; Andy Clark: predictive processing etc.)
  • Bayes, Markov-Decken und Komplexitätstheorien für das Wissensmanagement
  • Was soll der Quatsch? Die Sinnhaftigkeit von Chaos und Cynefin.
  • Persönlichkeitspsychologie als Anker für WM
  • Visual Thinking als spezielle Moderationsmethode im Wissensmanagement
  • Der Einsatz des Design Thinking im WM
  • „ba“ und „enabling spaces“ im Digitalen implementieren (Freiraum-Debatte)
  • Wissensgenerierung in Communities (z.B. im städtischen Raum)
  • Wissen und Erkenntnis globaler Probleme: warum wird Wissen nicht zur Information in Aktion“ bei globalen Problemen wie dem Klimawandel  (Masterarbeit)
  • Wie muss Wissen eingesetzt werden im Changemanagement / in der Transformation von Organisationen
  • Das e-Competence Framework (bzw. andere Kompetenzrahmen) als Wissensmanagement – Tool?
  • Wissen als Öffentliches Gut

Bestandsmanagement / Service Portfolio

  • Roboter in Bibliotheken – nur Spielzeug? Erlernen von Sprache (Coding), Erreichen neuer Zielgruppen oder Community Wissensbildung
  • „user generated content“, „crowd sourcing“, „user participation“ als Betriebsmodell für Bibliotheken?
  • eMedien und Streaming-Dienste in deutschen Bibliotheken (Evaluation)
  • Einsatz (Verbreitung) und Evaluation von „neuen Diensten“ wie Makerspace, FabLab, Repair-Cafés, 3D Drucker, Sportgeräte, Bibliothek der Dinge etc.
  • Die Rolle der Bibliotheken im digitalen Lernprozess (mehr als Semesterapparate?)
  • Wie kann man einen Bestand visualisieren, analysieren und bewerten? (Exemplarische Analysen)
  • Die Beschreibung und Analyse eines konkreten, historisch oder gesellschaftlich wichtigen Bestandes (z.B. ausgelagerte Bestände, Nachlässe, landesbibliothekarische Sammlungen etc.)
  • Verwaiste Werke in Digitalen Bibliotheken: Bestandsaufnahme
  • Digitalisierungsprojekt eines begrenzten Bestands historischer Drucke (im Digitalisierungs-Labor des Fachbereichs – verschiedene reale Projekte)
  • Bestandsvermittlung in einer Digitalen Bibliothek
  • PDA (patron driven acquisition) in der Praxis: Analyse und Vergleich

Bibliotheksmanagement

  • Analyse und Vergleich von Projektmanagement-Tools in der Praxis (Trello, Slack, Kanbanchi u.ä.)
  • Einsatzfähigkeit und realer Einsatz von Prozessanalyse Tools (Frameworks) in Bibliotheken (Toolvergleich, State of the Art)
  • Qualitätssicherung und Standardisierung der Auskunft in der Digitalität
  • Die Mitarbeiterbefragung als Führungsinstrument in Bibliotheken (empirische Erhebung)
  • Testen und Implementieren von neuen Dienstleistungen: welche Methoden sind dafür einsetzbar? (Trendforschung, Bsp: Prosebica)
  • Was kann Stakeholder-Management für Bibliotheken konkret bedeuten?
  • Anwendung von Leistungsindikatoren (und/oder BSC) in konkreter Situation: z.B. empirische Erhebung der Qualität der Informationsvermittlung einer oder einer Gruppe von Informationseinrichtungen
  • Kooperative und verteilte Arbeitsformen (von CSCW bis zu Konsortiallösungen) – Fallstricke der Kooperation
  • Formen der Ausdifferenzierung von Arbeitsbereichen
  • Die Rolle von Bibliotheken im Hinblick auf den „Kerndatensatz Forschung“ (Wissenschaftscontrolling)
  • Warum sind Bibliotheken nicht E-Learning Hubs?
  • Die Veränderungen der ISO 11620 über die drei Auflagen und das Entstehen der ISO 16439
  • Kann man Resilienz und Risikomanagement für Bibliotheken einsetzen: ISO 22301:2019

Kompetenzen / Ausbildung

  • Konsequenzen der ICILS und der PIAAC Studien
  • Warum ist das EU e-Competence Framework so anders als die Curricula der Ausbildung der eigentlichen Experten in diesem Bereich (information professionals)?
  • Implementation und Anwendung des e-Competence Frameworks in einer ausgewählten Organisation (ggf. konkreter Praxispartner vorhanden)
  • Der Unterschied zwischen Informationskompetenz zu informationeller Kompetenz (Gödert/Lepsky)
  • Scientometrische Methoden in der Alltagspraxis einer Bibliothek: wieviel kann man – wie viel muss man wissen von der Szientometrie/Bibliometrie?
  • Ideenskizze für einen Bibliotheksstudiengang der Zukunft (neue Kompetenzen)

Technik / Innovation

  • Normen und Standards in der Bibliotheksarbeit (EDILIBE, Z39.50, RDA, ISO 11620, ISO 14639 und andere): welche sind sinnvoll und welche werden eingesetzt, wer hat sie gemacht?)
  • PND, ORCID, Researcher ID: Kooperation oder Konkurrenz?
  • Die Modelle von Digital Libraries (delos vs. 5s) (Masterarbeit)
  • Prozessanalysen (und Modellierungen) aus informationswissenschaftlicher Sicht
  • Modellierung von komplexen Situationen als Wissensgenerierung und -vermittlung (z.B. mit Consideo Modeler)

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meine Empfehlungen für die Textgattung: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Copyright © 1998-2021 HC Hobohm