Byung Chul Han zu: Politik

Byun Chul Han, dessen Müdigkeitsgesellschaft schon viel Aufmerksamkeit brachte, hat unlängst im Berliner Tagesspiegel, in der Rubrik die andere Meinung in der Tat eine andere Meinung vertreten. Sein Aufsatz zur Diskussionskultur im Internet: „Im Reich der namelosen Nackten“ ist an sich schon eine anregende Lektüre. Interessant aber vor allem sein Schlusssatz:

Politik ist aber mehr als Option und Partizipation. Politik ist ein Zusammenhandeln, dessen Zeithorizont die Zukunft ist. In vieler Hinsicht befinden wir uns an einer epochalen Schwelle, an der sich ernsthaft die Frage stellt, ob die Politik überhaupt noch möglich ist.

Ich denke ein tiefgreifendes Statement. Auf der re:publica (#rp12) schien man da völlig anderer Meinung zu sein: alles wird besser durch Open Government war dort die Parole.

Das als Beitrag zu der Diskussion im Seminar „Das Ende der Bibliothek“. Zu Han gab es auch gerade eine Diskussion im LIBREAS Blog von ben Kaden.

Der Hinweis auf den Tagespiegelartikel stammt von meinem Browsen im neuen LinkedIn App fürs iPad, mit dem ich mal wieder auf den stets lesenswerten „Hapkes Blog“ gestoßen bin. Danke! Ich habe mir dann jetzt doch auch die Transparenzgesellschaft gekauft, obwohl ich das dort vermutete AIBS (acquired internet bashing syndrome) ziemlich leid bin.

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