DH und geschichtswissenschaftliche Methodologie

Histoaria ex machina (1991)

Historia ex machina (1991) in Research Gate

Eine Diskussion unter Kollegen brachte mich dazu, doch noch mal in einen Text zu schauen, den ich vor einem Vierteljahrhundert geschrieben habe. Ich selbst stehe zu fast allem, was ich da geschrieben habe zu den „neuen“ EDV basierten Methoden in der Geschichtswissenschaft. Ungefähr zur gleichen Zeit unterrichtete ich ja auch „Computerphilologie“ an der Uni Stuttgart. Wenn man den jungen heute davon erzählt, sieht man nur ungläubige Gesichter und erntet den Vorwurf, man würde „bashing“ gegen die ehrenwerte DH betreiben.

So ganz verstehe ich nicht, warum Jahrzehnte lange bewährte Erkenntnisse und Diskurse nicht fortgesetzt wurden. (Annales Schule, Busa, selbst Schreibman). Wie hängt das mit der Digitalisierung zusammen? Wenn andererseits aber doch der Kluge Preis an Habermas und Taylor vergeben wird? Früher hatte ich einen Hashtag „#alte Welt“, der bekommt mit zunehmendem Alter offensichtlich eine andere Bedeutung. Schade. #kein_fortschritt

Lit.: Hobohm, Hans-Christoph (1991): Historia ex machina. Der EDV Einsatz in der Geschichtswissenschaft und eine Erinnerung an seine Voraussetzungen. In: Heinrich Best und Helmut Thome (Hg.): Neue Methoden der Analyse historischer Daten. St. Katharinen: Scripta Mercaturae Verlag (Historisch-sozialwissenschaftliche Forschungen, Bd. 23), S. 363–375.

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