lost films: Mitunter sind die Archivare selbst das Problem (?)

Telepolis greift das Thema passend zur Berlinale auf:

Das Wissen um unser filmisches Erbe ist zufällig und fragmentarisch
Experten schätzen, dass bis zu 90% aller Stummfilme verloren sind. Bei Tonfilmen sieht es besser aus, aber die Verlustrate ist immer noch erschreckend hoch. Die EU will erreichen, dass gar nicht erst verloren wird, was später mühsam gesucht werden muss. Deutschland will wenigstens die Filme wiederfinden, von denen man weiß, dass es sie einmal gegeben hat.

Der hier zitierte Zwischentitel ist allerdings irreführend. Eigentlich verweist er nur auf die Breite der Thematik. Hier gilt es, über die Disziplingrenzen hinweg zur Zusammenarbeit zu kommen. Der Direktor des Filmmuseums Berlin, Rainer Rother, hatte in DIE WELT eine Pflichtexemplarabgabe für Filme gefordert. Ob nicht das Deutsche Nationalbibliotheksgesetz dies doch schon abdeckt? („körperliche und unkörperliche Medienwerke“) Es ist also weder ein museales noch ein archivarisches Thema…

Passend dazu verweise ich auf die aktuelle Pressemitteilung der FH Potsdam 😉 – mit dem Titel: „Vorbeugung von Datenverlusten“. Vgl. auch: Lost-films.eu

2 thoughts on “lost films: Mitunter sind die Archivare selbst das Problem (?)

  1. Veselin

    „Mitunter sind die Archivare selbst das Problem(?)“

    … oder die, aus kosteneinsparungsbedingten eingestellten Studenten, die für einen Stundenlohn von 7,70 € genau die Jobs übernehmen, die eigentlich Referenten ausüben müssten …

    Spitzen Blog 🙂

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