Category Archives: Vortrag

Podiumsdiskussion „Digital Librarian“

Impressionen von der Podiumsdiskussion in der ZBW

Am 19. Februar 2019 hatte ich das Vergnügen, in Kiel an der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft an einer Podiumsdiskussion teilnehmen zu dürfen zum Thema „Digital Librarian“. Prof. Dr. Isabella Peters (ZBW), Prof. Dr. Dirk Lewandowski (HAW Hamburg), Gabriele Fahrenkrog (MA (LIS), OER-Expertin und ich diskutierten moderiert von Nicole Clasen (ZBW) über die „zukünftige“ Bibliothekarin in der digitalen Welt und vor allem wie sie sich vom „Papierbibliothekar“ unterscheidet.

Die Frage, was eigentlich eine „Digital Library“ sei, wurde eher ausgeblendet. Es fielen aber die aktuell immer noch wichtigen Schlagworte: Kunden- und Nutzerorientierung, Kommunikations- und Publikationskompetenz, Community-Orientierung, Resilienz und Resonanz. Auch die Studienstruktur zum Bachelor wurde vom Podium einhellig diskutiert, in dem Sinne, dass wir mehr Kompetenz – vor allem „rechtshirnige“ brauchen.

Ein großer Appell des Podiums an die Bibliothekswelt: sichtbarer und mutiger werden, auf die Communities zugehen! Keine Angst vor dem digitalen Nutzer haben!

Die Veranstaltung fand im Rahmen des 100-Jahrejubiläums der ZBW statt. Etwas schade war die m.E. relativ geringe Breitenwirkung. Sie kann aber „nachgehört“ werden als Audiomitschnitt.

Bibliotheken und Bibliothekswissenschaft: raus aus der Komfortzone! Beobachtungen auf dem Panel „(Öffentliche) Bibliotheken in Forschung und Lehre“

Panel zu „Bibliotheken in der Lehre“ IBI/HU am 4.12.2018

Die vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin (HU) initiierte Podiumsdiskussionen reagierte auf das offensichtliche Verschwinden des Themas „Bibliothek“ an den deutschen Hochschulen speziell an der HU. (Die Veranstaltung wurde professionell aufgezeichnet!) Ein Problem, das im angloamerikanischen Raum vor ca. 15 Jahren unter dem Stichwort „Dropping the L-Word“ (=„Library“-School) auch schon in der Diskussion war. In unserem europäischen bibliothekswissenschaftlichen Projekt ALMPUB wurde interessanterweise von den ausländischen Kollegen mehrfach konstatiert, wie weit Deutschland stets hinter den internationalen Diskussionen her ist. 

Die Diskussion vergangenen Dienstag (4.12.2018) fand bezeichnenderweise in einer wissenschaftlichen Bibliothek (WB) statt, obwohl doch die „Öffentliche Bibliothek“ (ÖB) thematisiert werden sollte. Der Leiter der Universitätsbibliothek der HU, Prof. Degkwitz, eröffnete die Veranstaltung mit Hinweisen auf die aktuelle Erfolgsstory der Stadtbibliotheken mit Roboterparks, Bibliotheksfestivals und der Eröffnung spannender „Dritter Orte“ in vielen deutschen Städten. Dabei erwähnte er äußerst lobend den positiven Einfluss, den die Herausgabe und deutsche Veröffentlichung von Expect More von David Lankes (durch mich) gehabt hat.

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Fokus Mensch

war das Thema des diesjährigen Bibliotheksleitertags von OCLC am 28. November 2018.

Dr. Roman Szeliga, OCLC Bibliotheksleitertag 2018

Keynote war Dr. Roman Szeliga, der Gründer der Clown Doktoren. Er vermittelte den ca. 250 anwesenden Bibliothekar*Innen, dass auch Humor eine wesentliche Kompetenz in Zeiten der Digitalisierung sein sollte.

Das war umso interessanter, als im SRF Literaturclub vom Oktober 2018 den Analysen von Yoval Harari Humorlosigkeit attestiert wurde. Und wenn man es genau ansieht, sind auch Bibliotheken oft keine spaßigen Einrichtungen (ssshh!).

Leider war die Tagung dann thematisch sehr divers ausgerichtet: es gab einen DH/FDM Track für die „wissenschaftlichen Bibliotheken“ und einen „Dritter Ort“ Track für die „Öffentlichen Bibliotheken“. Eine größere Diskrepanz ist eigentlich nicht vorstellbar. Entsprechend war wahrscheinlich auch die Zusammensetzung der Teilnehmer.

auf dem Bibliotheksleitertag 2018

Ich hatte die Ehre, einen der letzten Vorträge zu halten, mit dem ich die Anwesenden „beruhigen“ sollte. „Digitalisierung na und. Warum Bibliothekare das Zeug für die neuen Aufgaben bereits in der Tasche haben.“ war der mit OCLC vereinbarte Titel meines Vortrags. Ich berichtete vorwiegend aus den vergangenen und laufenden Forschungsprojekten, die Kompetenzen und Aufgabenprofile von information professionals im Blick haben. Meine Quintessenz: Bibliotheken sollten mit ihrem Gepäck als Informations- und Wissenseinrichtung Transformationsagenturen werden. Ganz im Sinne von David Lankes Mission Statement, dass Bibliothekare zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen sollten. Ob wir nun davon ausgehen, dass die Digitalisierung (z.B. mit Verstärkung von Echokammern in den Social Media) die gesellschaftliche Entwicklung in einem problematischen Licht erscheinen lässt oder nicht: eine Rolle auf der einen oder anderen Seite (Daten/FDM oder Mensch/Dritter Ort) haben sie. Continue reading

Bibliotheken in Litauen

Vilnius University Library, Science Communication And Information Center / Paleko Arch Studija

Anläßlich eines Workshops zum Thema Nutzerforschung für Bibliotheken, den ich für ca. 40 litauische Bibliothekarinnen in Vilnius geben durfte, konnte ich wieder einmal den alten Spruch „Reisen bildet“ erleben. Nicht nur die grandiose neue Universitätsbibliothek („IKMZ“), in der der Workshop stattfand, sondern auch eine Reihe anderer Eindrücke gaben mir Eindrücke in ein mir bis dahin wenig bekanntes Land. Dank auch der professionellen Begleitung und Betreuung durch das Goethe Institut eröffnete sich mir eine Kultur, die erstaunt und begeistert. Continue reading

Next Library Conference und Bibliotheksfestival in Berlin: Höhepunkt einer Entwicklung

Tweet an > 20 Bibliothek2.0 Anhänger

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Die Next Library® Conference letzte Woche war letztlich so etwas wie ein ZW09 für Erwachsene. Und dass auch noch die Berliner Bibliotheken diese zum Anlass nahmen, für ein „Bibliotheksfestival“, auf dem viele lebendige Neuerungen gezeigt und ausprobiert wurden, hätte ich vor zehn Jahren tatsächlich nicht gedacht.

kreative Konferenzatmosphäre der NE XT Library Conference

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