VFI Förderpreis an FHP Absolventin!

Domänen des Themas

Domänen des Themas

Der diesjährige Förderpreis des Vereins zur Förderung der Informationswissenschaft (VFI) mit Sitz in Wien geht an zwei Arbeiten im Bereich der Informationsvisualisierung. Eine davon ist die Masterarbeit von Janine Lantzsch: „Bestandsvisualisierung in Bibliotheken„. Der Preis wird alljährlich vergeben an herausragende Abschlussarbeiten der deutschsprachigen Informationswissenschaft. In der Reihe der prämierten Arbeiten finden sich im Laufe der Jahre (der Preis wird seit 2006 vergeben) immer wieder bedeutende Doktorarbeiten und andere Hochschulschriften, die wichtige neue Entwicklungen und Themen der Informationswissenschaft aufgreifen und überzeugend präsentieren. Zu den Preisträgern gehören so bekannte Namen wie Philipp Mayr, Isabella Peters, Elke Greifeneder, Sarah Dudek etc.

Die Jury begründete Ihre Entscheidung für die Arbeit von Frau Lantzsch:

Gut strukturierte Analyse des Potentials von Bestandsvisualisierungen im Bereich Informationsrecherche und Angebotspräsentation in Bibliotheken; prägnante Beispielsammlung einschlägiger Anwendungen analoger und digitaler Art; eigene Konzeption für eine visuelle OPAC-Darstellung.

Aus dem Poster der Masterarbeit anlässlich des Masterdays 2014:

MOTIVATION Bibliotheken stehen seit jeher vor der Aufgabe, große Datenmengen zu verwalten und diese den Nutzern zugänglich zu machen. Technologische, organisatorische und politische Entwicklungen unterstützen das Bibliothekswesen dabei. Doch auch Bestands­visualisierungen bieten Potenziale, die Informationsrecherche, Ergebnisdarstellung und ­analyse bibliografischer Bestandsdaten mithilfe visueller Repräsentationen zu optimie­ren. Um dieses Potenzial und auch Heraus­forderungen von Bestandsvisualisierungen zu analysieren, orientiert sich die vorliegende Arbeit an den aktuellen Forschungen in den Bereichen Bibliothekswissenschaft, Informati­onsverhalten, kognitive Psychologie und Informationsvisualisierung.

FORSCHUNGSTHESE Bestandsvisualisierungen bieten viele Potenzi­ale für die Informationsrecherche, Angebotspräsentation und -­analyse in Bibliotheken.

FORSCHUNGSFRAGEN → Welchen Herausforderungen sind Bibliotheken im 21. Jahrhundert unterworfen? Wie fördern bzw. beeinflussen diese Herausforderungen die Entwicklung von Bestandsvisualisierungen? → Wie recherchieren Bibliotheksbenutzer und inwiefern können visuelle Systeme diese Recherche unterstützen? → Welche Möglichkeiten besitzt die visuelle Recherche und welche Richtlinien sollte man bei der Konzeption einer Bestands­visualisierung beachten? → existieren bereits Beispiele für Bestandsvisualisierungen in Bibliotheken und wie könnten sich diese weiterentwickeln?

visueller OPAC (Konzept J.Lantzsch)

visueller OPAC (Konzept J.Lantzsch)

 ERGEBNISSE Bestandsvisualisierungen finden nicht nur im digitalen Bibliotheksumfeld Anwendung, sondern können ebenfalls in Form von Raum­gestaltungen, analogen Leitsystemen und Bestandspräsentationen eingesetzt werden. Informationen können über visuelle Recherche­ und Darstellungssysteme besonders gut erfasst und analysiert werden, der Überblick bleibt auch bei komplexen und großen Daten­mengen bestehen.

Die Konzeption einer eigenen Visualisierung in Form eines bibliothekarischen Katalog­-Interfaces greift auf die erarbeiteten Theorien und Praxisbeispiele zurück und zeigt einen Ausblick auf das Entwicklungspotenzial von Bibliothekskatalogen.

Frau Lantzsch, hat einen B.A. Bibliotheksmanagement der FH Potsdam und ist seit über zwei Monaten bei dem internationalen in Berlin ansässigen Medizintechnologie-Unternehmen Biotronik in der Abteilung Business Process Organization als Informationsmanagerin beschäftigt und dort mit der Prozesserstellung, der Programmierung von automatischen Generierungsabläufen und der Portalentwicklung betraut.

Sie ist damit ein gutes Beispiel für die Einsatzgebiete von Bibliotheks- und Informationswissenschaftlern in der Wirtschaft.

Herzlichen Glückwunsch!

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