Hochschulreform in Brandenburg gestartet

Hochschulreform im Fernsehen

Hochschulreform im Fernsehen

Die “Hochschulstruktur-Kommission” des Landes Brandenburg startete heute ihre Besichtigungstour ausgerechnet in der Fachhochschule Potsdam. Der Ablauf war noch eher experimentell, so dass es nicht bei allen Gelegenheiten zu einem Austauch kam. Die Gesprächsrunden mit den Regionalvertretern und Studierenden waren jedoch recht spannend. Für uns u.a. mit dabei Prof. Dr. Claudia Lux (aktuelle Präsidentin der BID).

Professoren der FHP lauschen gebannt den Fragen der Kommission: RBB Brandenburg aktuell

Professoren der FHP lauschen gebannt den Fragen der Kommission: RBB Brandenburg aktuell

Ziel der Hochschulreform ist selbstredend die Verschlankung der Hochschullandschaft in Brandenburg, das schon jetzt bei fast allen Indikatoren bundesweit nur die unteren Plätze im Ländervergleich erreicht. Im Visier sind – wie so oft – vor allem die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Informatik (laut Aussage der Ministerin). Bei der Informatik ausdrücklich auch die sog. Bindestrich-Informatiken.

Das Fernsehen (rbb Brandenburg aktuell) berichtet fast live.

.

Vortrag im Innovationskolleg der Fachhochschule Potsdam

Innovation und Volition. DIKW in der Klimadiskussion: können Daten Verhalten ändern?

Das Thema hört sich zunächst obskur an. Mein Weg im und in das Innovationskolleg “Stadt-Klima-Potsdam” der Fachhochschule Potsdam ist hier auch nicht immer gradlinig. Mein urspünglicher Ansatz betonte die sozialräumliche Komponente des Wissens in der Stadt: Orte und Flüsse des Wissens in der Stadt. Aber meine aktuell laufenden und teilweise auch erst kürzlich bewilligten Forschungsprojekte haben der Diskussion dann einen etwas anderen Drive gegeben: z.B. in Richtung Innovations und Kreativitätsforschung. Aber auch bekanntes taucht wieder auf: wen wunderts: DIKW – hier in der Fassung meines Beitrags im Lexikon der Bibliotheks- und Informationswissenschaft. (Grafik von mir als Versuch einer Neufassung, da kannte ich aber die Fassung von Donald Clark noch nicht.) Auch die Anregungen und Diskurse im Kolloquium und in den Interflex-Lehrveranstaltungen haben zu Ergebnissen geführt, die auch für mich unerwartet waren.

Das Kolloquien-Thema des Innovationskollegs war schließlich “Verhaltensänderung angesichts des Klimawandels“. Der Ablauf der Vorträge war im Wintersemester: Hermann Voesgen (Kulturarbeit) zur Projektgesellschaft, Jutta Bott (Sozialwesen) zu Verhaltensänderungen aus soziopsychologischer Sicht und Frank Heidmann (Interface Design) über persuasive Computing. Den möglichen Beitrag der Informationswissenschaften lotete mein Vortrag aus. Dass sich zu den drei anderen Disziplinen große Überschneidungen ergeben, ist nicht nur dem Thema “Klima+Verhalten” geschuldet, sondern zeigt auch die Fruchtbarkeit des interdisziplinären Ansatzes des Innovationskollegsmodell der Hochschule.

Auch für die anderen Projekte am Fachbereich COPAL, Datacreativity Tools und Semantische und visuelle Technologien erwies sich die Beteiligung am Innovationskolleg als fruchtbar. Die Vorträge sollen bis zum kommenden Sommersemester in einer Broschüre vertextlicht erscheinen. (Bitte schauen Sie sich die Vortragsfolien im Fullscreen-Modus an, damit Sie die Vortragsnotizen lesen können, da die Bilder oft nicht selbst erklärend sind.)

Zum sechsten Mal: neue Horizonte in der Bildungstechnologie

Der Horizon Report 2009 ist erschienen und beleuchtet wie immer die neuesten Trends (manche sagen Hype, aber leider werden die recht oft zu schnell Realität) in der (Hochschul-) Bildungstechnologie (manche sagen: E-Learning).

Johnson, L., Levine, A., & Smith, R. (2009). The 2009 Horizon Report. Austin, Texas: The New Media Consortium.

Aus den Key Trends:

  • Increasing globalization continues to affect the way we work, collaborate, and communicate.
  • The notion of collective intelligence is redefining how we think about ambiguity and imprecision.
  • Experience with and affinity for games as learning tools is an increasingly universal characteristic among those entering higher education and the workforce.
  • Visualization tools are making information more meaningful and insights more intuitive.
  • As more than one billion phones are produced each year, mobile phones are benefiting from unprecedented innovation, driven by global competition.

Trendzusammenfassung:

Im Klartext: im nächsten Jahr machen wir alle E-Science über Smartphones.

vgl. die vorherigen Meldungen hier.

Professur für Metadaten und Standards in der Erschließung

Am Fachbereich Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam ist eine Professur (W2) ausgeschrieben zum Lehrgebiet: “Metadaten und Standards mit dem Schwerpunkt Inhaltliche Erschließung”

Es sollen alle Aspekte der Erschließung und Beschreibung analoger und digitaler Informationsobjekte mit internationalen Metadaten-Standards fachübergreifend und praxisnah in Lehre und Forschung vertreten werden.

Hier befindet sich der Wortlaut der Auschreibung.

Ich würde mich ganz persönlich über viele Bewerbungen aus der Blogosphäre freuen!

Informationsindustrie, digitale Kuratoren und der Wert von Bibliotheken

[kml_flashembed movie="http://www.youtube.com/v/Fu0CYZInbR4" width="425" height="350" wmode="transparent" /]
Ein schönes Interview mit der Jose-Marie Griffiths von der School of Information and Library Science der University of North Carolina. Sie ist eine der führenden BibliothekswissenschaftlerInnen weltweit und gibt aus der Sicht der Dekanin einen guten Überblick über die Rolle der aktuellen Ausbildung und Forschung für die Bibliotheks- und Informationsprofession allgemein. Deutlich wird, wie sehr sich die verschiedenen Ansätze und Forschungsrichtungen letztlich zusammenfügen und zur Bedeutung und Wertschätzung von Informationswissenschaftlern beitragen. Gut verständlich auch für Nicht-Amerikaner, und sehenswert für alle, die mit unserer Zukunft beschäftigt sind.

Sie ist im übrigen eine meiner citation classics und Mit-Initiatorin der Studie Worth Their Weight.