Mär
25
2009

Auch wenn es BSU schon gemeldet hat: es muss hier noch mal gepostet werden (kommt einem eher vor wie 1. April). Bild meldet:
Mittwoch, 25. März 2009, 19:12 Uhr
Berlin (dpa/bb) – Der Berliner Senat plant laut RBB-Abendschau einen Neubau für die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) auf dem Gelände des früheren Flughafens Tempelhof. Nach Informationen des Senders haben sich der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und die Fraktionschefs von SPD und Linkspartei im Abgeordnetenhaus, Michael Müller und Carola Bluhm, auf dieses Vorhaben verständigt. Die ZLB ist bisher an zwei Standorten in der Breite Straße und in der Amerika-Gedenkbibliothek untergebracht und leidet seit Jahrzehnten unter baulichen Mängeln und massiver Raumnot. Für den Neubau am Rande des Tempelhofer Damms werden rund 270 Millionen Euro kalkuliert.
Es wurde wirklich Zeit! Herzlichen Glückwunsch Claudia Lux!
Was wird jetzt aus dem Centre Pompidou auf dem Schlossplatz? Und warum wird die Berliner Zentralbibliothek aufs Abstellgleis äh.. Flugfeld gestellt? (ZLB –> RLB) Gibt es dann wenigsten eine neue U-Bahn und eine eigene Station wie in Paris? Und ist die Summe vielleicht nicht doch etwas gering für die Bedeutung dieser Bibliothek?
Himmelhochjauchzend zu Tod betrübt.
Auf der ZLB Seite ist dazu noch nichts.
Mär
10
2009

Pressemeldung der FH Potsdam: (aus dem Web0.0 bzw. 1.0)
Studierende der Fachhochschule Potsdam helfen bei Sicherung der bedrohten Kölner Archivalien
Studierende des Fachbereichs Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam werden in den kommenden Tagen in Köln bei der Rettung der Archivalien des eingestürzten Stadtarchivs behilflich sein. Trotz Semesterferien folgten 30 Studierende umgehend dem Aufruf von Dr. Karin Schwarz, Professorenstellvertreterin im Fachbereich Informationswissenschaften. Zwölf von ihnen werden jetzt nach Köln fahren und die geborgenen Archivalien sichten, sortieren und die entstandenen Schäden feststellen. Sie werden in einem Dreischichtbetrieb rund um die Uhr gemeinsam mit anderen Archivaren und Auszubildenden arbeiten.
Die Archivalien werden von der Einsturzstelle in größere Hallen in Köln transportiert und dort von zahlreichen fachlich versierten Kräften begutachtet. Durchnässte Archivalien lassen sich mittels Gefriertrocknung sichern, andere müssen von Staub befreit werden, manche sind durch die Aufbewahrung in Archivkartons beinahe unversehrt. Es muss jedoch auch mit zerrissenen und zerknüllten Schriftstücken gerechnet werden, deren Zusammenhänge die Studierenden wiederherstellen können.
Der Einsturz des Stadtarchivs Köln hat unter den Lehrenden und Studierenden der Fachhochschule Potsdam persönliche Betroffenheit und Entsetzen ausgelöst. “Wir sind erleichtert darüber, dass zwei Absolventen der FH Potsdam, die im Historischen Archiv der Stadt Köln arbeiten, unversehrt blieben. Aber unsere Trauer und Anteilnahme gilt den Angehörigen des Toten und des Vermissten”, erklärt Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm, Dekan des Fachbereichs Informationswissenschaften. “Umso mehr hofft der Fachbereich”, so Hobohm weiter, “mit seiner Initiative zur Rettung der Kölner Stadtgeschichte, zur Bewahrung einmaliger, unersetzbarer Dokumente beitragen zu können.”
Ansprechpartnerin für weitergehende Informationen ist Dr. Karin Schwarz (Tel: 0331 580-1528 bzw. E-Mail: ›schwarz(AT)fh-potsdam.de).
In der Presse am 10.3.: Ad Hoc News, am 11.3.: dpa/Potsdamer Neueste Nachrichten S.8 print-Version, Märkische Allgemeine Zeitung.
vgl. auch die Beiträge in diesen Blog am 8.3., am 6.3., am 4.3..
Mär
05
2009

Mario Sixtus, der elektrische Reporter, weist bei Twitter darauf hin, dass gegen Jörg Tauss (MDB) Beschuldigungen wegen Kinderpornographie erhoben wurden, während Tauss selber zeitgleich im Bundestag über die neuen Medien Twitter und Facebook spricht. (vgl. Nachricht in der Presse.) Tauss ist bekannt geworden als ein Verfechter der Bedeutung der Informationswirtschaft und gilt als “Versteher der Neuen Medien”. Zumindest probiert er sie aus – wie seit einigen Wochen Twitter und Facebook. (wie ich finde professionell, erfolgreich und charmant…)
Regelrechte Verschwörung würde ich (im Gegensatz zu Sixtus) da nicht vermuten, sondern systemische Determination
. Irgendwie war es ja zu erwarten, dass so jemand (post)modernes den anderen verdächtig wird. Dass es gleich so gewaltige Geschütze sein müssen, erstaunt allerdings etwas. Aber man erlebt es ja auch im Alltag, wie viel Angst die neue Welt auslöst (z.B. gestern der Bericht im Tagesspiegel über zunehmende Internetablehnung bei der Bevölkerung).
Das ist mehr als Digital Divide. Das ist eine tiefer liegende, problematischere Kluft, die immer dann entsteht, wenn ganze Weltbilder ins Wanken geraten.
Nachtrag 6.3.: Tauss ist von seinen Ämtern zurückgetreten, obwohl gleichzeitg bestätigt wird, dass der dienstlich mit Kinderpornographie betraut war.
Telepolis 8.3.: Mediale Hinrichtung eines Politikers – woher kannte die Presse so schnell die Details?
im Netz seit 9.3.: Solidaritätsplattform Causa Tauss.