Lehre

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BA im Grundstudium

G1 Informationswissenschaftliche Werkstatt (4SWS – 4CP)

mittwochs 10:30 Raum: HA2/003 – Beginn: Do. 12.10.

Desinformation und Fake News und Einrichtungen der Informationsinfrastruktur.

Was tragen Archive, Bibliotheken und unternehmensinterne Informationseinrichtungen bei zur Erhöhung der Informationsqualität? Was ist unsere Rolle in der aktuellen Debatte und wie könnte man diese weiter entwickeln? In dieser Werkstatt soll die Diskussion zu Desinformation derart aufgegriffen werden, dass dabei deutlich wird, was die Kernwerte (core values)  unserer Berufsfelder mit der Entwicklung der Postdemokratie zu tun haben. Es sollen bisherigen Standpunkte, Initiativen und Entwicklungen gesammelt und hinterfragt werden auf ihren Bezug zur Nachhaltigkeit in der Informationsgesellschaft. Die Studierenden lernen dabei die Reflexion ihrer eigenen Positionen und erkunden ihre Rolle in dem gewählten Berufsfeld. Sie untersuchen unterschiedliche Ansätze in der Fachliteratur und erproben in persönlichen Fachgesprächen in Einrichtungen der Praxis ihre Argumente. Wesentlicher Anteil der Werkstatt sind Kurzexkursionen. Projektergebnis könnten Aktionen, Übersichten (Poster etc.), Handlungsanleitungen (Flyer) oder eine öffentlichkeitswirksames Produkt (Podiumsdiskussion, Video) sein.

Als Einstieg könnte mein Vortrag auf der I-Science Tagung des Fachbereichs am 4. Juli 2017 dienen: https://e-lectures.fh-potsdam.de/engage/theodul/ui/core.html?id=e823b358-d536-40a0-a8dd-595e98b5b76c# – Desinformation und andere Informationspathologien

G2d Vorlesung: Information – Mensch – Gesellschaft (2SWS) (Teilklausur)

mittwochs 8:30 Raum: HG/067 – Beginn: Mi. 18.10.

Die Vorlesung führt ein in Grundprobleme der Informationswissenschaft(en) aus sozialwissenschaftlicher Perspektive.

Themen sind u.a.:

  • Information und Wissen: Informationswissenschaft und Informationswissenschaften
  • menschliches Informationsverhalten: Informationspsychologie, Kognitionswissenschaft und Neurosoziologie 
  • Information und Kommunikation als gesellschaftliche Grundlage: Entwicklung zur Informationsgesellschaft 
  • Information als Rohstoff für Wirtschaft, Unternehmen und Staat („Wissen ist Macht“) 
  • Digitale Gesellschaft und die Zukunft: neue Formen der Informationsverteilung und -bewertung

eine erste Lektüreanregung:

Simanowski, Roberto (2014): Data Love. Berlin: Matthes & Seitz Berlin (Kleine Reihe).

Buckland, Michael (2017): Information and Society. Cumberland: MIT Press (The MIT Press Essential Knowledge Series).

Aufzeichnung der Vorlesung aus dem letzten Wintersemester in „OpenCast E-Lectures: Serie „Einführung in die Informationsgesellschaft„.

Drittes Semester BA Bibliothekswissenschaft:

B6a Forschungsmethoden (2SWS, 2,5 CP) – Beginn: Do. 19.10.

donnerstags 10:00 Raum: HA3/008

Inhalte: Was ist Wissenschaft? Wie funktioniert Forschung? Welche Werkzeuge und grundlegenden Schritte müssen bei der eigenen wissenschaftlichen Arbeit beachtet werden? Wie wird Forschung bewertet? Was ist speziell in der Bibliothekswissenschaft? Warum brauchen wir „Evidence Based Library and Information Practice“ (EBLIB)?

Ablauf: Wir betrachten eingehend die Methoden: Desktop Research (z.B. Systematic Review, Bibliometrie etc.), heuristische Evaluation, den Einsatz von Diagrammen und anderen „Denkwerkzeugen“ sowie grundlegendes zu Befragungen (qualitativ/qualitativ). (Fortsetzung im Sommersemester)

Anforderungen: Zur Vorbereitung eines im nächsten Semester eigenständig durchzuführenden „Forschungsprojektes“ ist die konzeptionelle Vorbereitung z.B. in Form eines State-of-the-Arts Berichtes gefordert (bez. auf Thema, Literatur und Methode).

Literatur:

  • Hussy, Walter; Schreier, Margrit; Echterhoff, Gerald (2013): Forschungsmethoden in Psychologie und Sozialwissenschaften. 2. Aufl. Berlin, Heidelberg: Imprint: Springer (Springer-Lehrbuch).
  • Umlauf, Konrad; Seadle, Michael; Fühles-Ubach, Simone (Hg.) (2013): Handbuch Methoden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Bibliotheks-, Benutzerforschung, Informationsanalyse. Berlin: De Gruyter Saur (Reference).
  • Siegfried, Doreen; Nix, Sebastian Johannes (2014): Nutzerbezogene Marktforschung für Bibliotheken. Eine Praxiseinführung. Berlin/Boston: De Gruyter Saur (Praxiswissen).
  • Cohen, Martin (2015): Critical Thinking Skills For Dummies. New York, NY: John Wiley & Sons.
  • Rustler, Florian (2017): Denkwerkzeuge der Kreativität und Innovation. Das kleine Handbuch der Innovationsmethoden. 5. Auflage, aktualisiert und erweitert. St. Gallen, Zürich: Midas Management Verlag AG.

siebtes Semester BA Bibliotheksmanagement (altes Curriculum)

PB-K Bachelor-Kolloquium (2SWS)

dienstags 14:30 Raum: NN – bzw. per Videokonferenz: https://webconf.vc.dfn.de/fwb/ – Beginn: Di. 17.10.

Begleitung der BA Thesis.

Literatur: Krajewski, Markus (2015): Lesen, Schreiben, Denken. Zur wissenschaftlichen Abschlussarbeit in 7 Schritten. 2., durchgesehene Auflage. Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag (utb-studi-e-book, 3858). Online verfügbar unter http://www.utb-studi-e-book.de/9783838542379.

Master Informationswissenschaften 2. Semester

M1b Informationswissenschaft

mittwochs 17:15 Raum: HA2/014 – Beginn: Mi. 18.10.

Fortsetzung der Einführung in die Informationswissenschaft mit Gastvorträgen und vertiefenden Einzelaspekten.

Literatur: Bates, Marcia J. (2016): Many Paths to Theory. The Creative Process in the Information Sciences. In: Diane H. Sonnenwald (Hg.): Theory development in the information sciences. Austin: University of Texas Press (Information), Chapter 2.

M5b Forschungsmethoden 

dienstags 17:15 Raum: HA3/110 – Beginn: Di. 17.10.

Zielsetzung

Im Teilmodul Forschungsmethoden vertiefen die Studierenden begleitend methodologischen Erfahrungen bei der Durchführung und Konzeption von Forschungsvorhaben von der Formulierung der Research Questions, zur Operationalisierung und Auswertung der Ergebnisse. Die Methodenreflexion in den Informationswissenschaften wird kritisch hinterfragt. Aus eigenen praktischen Erfahrungen wird eine Übertragung vorgenommen, die den wissenschaftlichen Lernerfolg in der Projekt- und der späteren Masterarbeit unterstützen soll.

Inhalte

  • Entwicklung des Methodeneinsatzes in den Informationswissenschaften
  • Wissenschaftstheoretische Voraussetzungen für Forschungsfragen: Metatheorie, Methode, Theorie
  • Bedingungen der Operationalisierung bei quantitativer und bei qualitativer Vorgehensweise
  • Vertiefung klassischer quantifizierender Methoden (Umfragemethoden, Messmethoden etc.)
  • Ethnographische und phänomenographische Methoden
  • Methoden der Inhaltsanalyse
  • Visuelle und infographische Methoden
  • Höherwertige Analysemethoden und Instrumente (SPSS, R)

Literatur:

  • Catalano, Amy J. (2016): Streamlining LIS research. A compendium of tried and true tests, measurements, and other instruments. Santa Barbara, CA: Libraries Unlimited.
  • Chu, Heting (2015): Research methods in library and information science. A content analysis. In: Library & Information Science Research 37 (1), S. 36-41.
  • Connaway, Lynn Silipigni; Radford, Marie L. (2017): Research methods in library and information science. Sixth edition. Santa Barbara, California: Libraries Unlimited (Library and information science text series).
  • Gauchi Risso, Veronica (2016): Research methods used in library and information science during the 1970-2010. In: New Library World 117 (1/2), S. 74-93. DOI: 10.1108/NLW-08-2015-0055.
  • Pickard, Alison Jane; Childs, Sue (2013): Research methods in information. 2. Aufl. London, Chicago: Facet; Neal-Schuman.

P Projekt (Zusammen mit Antje Michel): Informationsverhaltensforschung in Laborumgebung als Angebot für die lokale Wirtschaft

donnerstags 14:15 Raum: HA2/214 – Beginn: Do. 19.10.

Kurzbeschreibung (a) Fachgebiet, b) Forschungsproblem, c) Methode, d) Outcome):
a) Informationsverhaltensforschung / Digitale Transformation der Arbeitswelt
b) In der digitalen Arbeitswelt zunehmend signifikante sozio-demographische Unterschiede im Hinblick auf den Einsatz digitaler Devices und der Digital Dexterity allgemein. (Die Kompetenz und Offenheit zur Digitalisierung nimmt in der deutschen Bevölkerung kontinuierlich ab: vgl. D21 Digital Index 2016, S. 24.) Es sollen Test- und Untersuchungsszenarien entwickelt und erprobt werden, die die Potenziale der Informationswerkstatt des Fachbereichs im Zusammenhang mit den regionalen Clustern ausloten und die Informationswerkstatt als attraktiven Partner für die Begleitung der Transformation der Arbeitswelt positionieren.
c) Explorative Studien, Simulation, Beobachtung. Antragsvorstudie
d) Vorbereitung eines größeren Drittmittel Antrags bei BMWE/BMBF/DFG – Entwicklung von Einsatzszenarien (Simulation) der Informationswerkstatt – Akquise von Partnern