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	<title>LIS in Potsdam &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Hobohms "Library and Information Science" Blog</description>
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		<title>Wert von Informationsarbeit: nützlicher Hinweis zur Messung des ROI von Bibliotheken</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 08:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[information behaviour]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[ROI]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>

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Man kann ja nicht oft genug darauf hinweisen: der Wert von Information wird stets unterschätzt. Der aktuelle Boom von Bibliotheken (international) kann auch auf die Krise zurückgeführt werden, aber der Nutzennachweis von Bibliotheken ist als Methode schon recht lange bekannt und erreicht immer wieder schöne Ergebnisse. Auf eine sehr gute Zusammenfassung von Methode und Ergebnissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://inthelibrarywiththeleadpipe.org/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/libraries_will_get_you_through_21.jpg" alt="" width="300" height="165" /></p>
<p>Man kann ja nicht oft genug darauf hinweisen: der Wert von Information wird stets unterschätzt. Der aktuelle Boom von Bibliotheken (international) kann auch auf die Krise zurückgeführt werden, aber der Nutzennachweis von Bibliotheken ist als Methode schon recht lange bekannt und erreicht immer wieder schöne Ergebnisse. Auf eine sehr gute Zusammenfassung von Methode und Ergebnissen wies Jürgen Plieniger schon Anfang April in der ASpB-Liste &#8220;Erfolgsnachweis von Bibliotheken&#8221;: ASPB-ERFOLGSNACHWEIS-BIBLIOTHEKEN-L@LISTSERV.DFN.DE.</p>
<p>Der Blog: &#8220;Library with the Leadpipe&#8221; hat den umfangreichen Beitrag über das ROI<br />
von Bibliotheken unter dem Titel: &#8220;<a href="http://inthelibrarywiththeleadpipe.org/2009/are-you-worth-it-what-return-on-investment-can-and-can%E2%80%99t-tell-you-about-your-library/" target="_self">Are You Worth It? What Return on Investment Can and Can’t Tell You About Your Library</a>&#8220;. Hier findet man auch viele weiterführende Literaturhinweise.</p>
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		<title>Gates Stiftung finanziert Bibliothekskampagne mit 5 Mio $</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2009/04/16/gates-stiftung-finanziert-bibliothekskampagne-mit-5-mio/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 21:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[OCLC]]></category>
		<category><![CDATA[Wert]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Bill&#38;Melinda Gates foundation, die schon die Cable Book Library und die Information Gas Station in Helsinki angeschoben hatte, investiert erneut massiv in Bibliotheken. OCLC erhält 5 Millionen USD für eine &#8220;Awareness Campagne&#8221; zur Unterstützung von öffentlichen Bibliotheken.
The value and relevance of libraries is especially clear in a difficult economy. However, few people are aware of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gatesfoundation.org/Pages/home.aspx" target="_blank"><img src="http://www.gatesfoundation.org/PublishingImages/gf_logo.png" alt="" /></a></p>
<p>Die Bill&amp;Melinda Gates foundation, die schon die Cable Book Library und die Information Gas Station in Helsinki angeschoben hatte, investiert erneut massiv in Bibliotheken. OCLC erhält 5 Millionen USD für eine &#8220;<em>Awareness Campagne</em>&#8221; zur Unterstützung von öffentlichen Bibliotheken.</p>
<blockquote><p><em>The value and relevance of libraries is especially clear in a difficult economy. However, few people are aware of how their libraries are funded and of the increasingly fragile state of library funding,&#8221; said Cathy De Rosa, global vice president of marketing for OCLC. </em>(<a href="http://www.oclc.org/news/releases/200924.htm" target="_blank">OCLC Pressemitteilung</a>)<em><br />
</em></p></blockquote>
<p>Aufgrund der oft sehr bürgernahen Finanzierung (über Bürgerhaushalte) von Bibliotheken in den USA ergibt sich hier aktuell ein besonderes Problem. Dennoch würde eine vergleichbare Kampagne auch Deutschland gut tun. Oder?</p>
<p>(via <a href="http://globolibro.wordpress.com/2009/04/16/gates-foundation-stiftet-fur-bibliothekskampagne/" target="_blank">Globolibro</a>)</p>
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		<title>Bibliotheken hoch im Kurs (von Potsdam bis Chicago)</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2009/04/07/bibliotheken-hoch-im-kurs/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 20:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ort der Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Funktion]]></category>

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		<description><![CDATA[
Während die Stadtbibliothek in Potsdam zum ersten Mal seit zehn Jahren steigende Benutzerzahlen meldet (Auswertung der Ausleihstatistik 2008 ergibt Modellnutzer: &#8220;Krimifan mit Modemacke&#8220;), wird aus den Vereinigten Staaten berichtet, dass dort Bibliotheken eine zunehmend wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise spielen. Der amerikanische Bibliotheksverband wies schon mehrfach auf die dramatisch gestiegenen Nutzerzahlen hin, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://biberweb.bibliothek.potsdam.de/kibi/kibi/default.htm" target="_blank"><img src="http://www.lesen-in-deutschland.de/files/pic_small/KinderbibliothekPotsdam-text.jpg" alt="Leser in der SLB Potsdam (Photo Rainald Gohr)" width="250" height="244" /></a></p>
<p>Während die Stadtbibliothek in Potsdam zum ersten Mal seit zehn Jahren steigende Benutzerzahlen meldet (Auswertung der Ausleihstatistik 2008 ergibt Modellnutzer: &#8220;<a href="http://www.pnn.de/potsdam/168615/" target="_blank">Krimifan mit Modemacke</a>&#8220;), wird aus den Vereinigten Staaten berichtet, dass dort Bibliotheken eine zunehmend wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise spielen. Der amerikanische Bibliotheksverband wies schon mehrfach auf die dramatisch gestiegenen Nutzerzahlen hin, die direkt auf Weiterbildungs- und Jobsuche zurückgeführt werden. (Nachtrag 14.4. auch <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11474675/60709/Bibliothek-meldet-erstmals-seit-zehn-Jahren-wachsenden-Zuspruch.html" target="_blank">MAZ hat dies am 4.4. gemeldet</a>, via <a href="http://log.netbib.de/archives/2009/04/14/aufschwung-dank-besserer-ausstattung/" target="_blank">Netbib: &#8220;Aufschwung durch bessere Ausstattung&#8221;)</a></p>
<p>Hierfür sind die amerikanischen Bibliotheken ja auch gut aufgestellt, da sie immer schon den praktischen Nutzenaspekt in den Vordergrund gestellt haben. Eine neue Funktion bereitet den Bibliotheken allerdings Sorgen. So beschreibt die <a href="http://m.heraldtribune.com/ht/db_3633/contentdetail.htm;jsessionid=B4A27421E64A8077C56984D1298EC2E4?contentguid=NdD3PRAb&amp;storycount=19&amp;detailindex=4&amp;full=true#display" target="_blank">International Herald Tribune</a> am 4. April 2009 aus der Arlington Heights Memorial Library, nicht nur die zunehmende Zahl der Jobsuchenden in der Bibliothek, sondern schildert auch drastisch die psychologischen und sozialen Konsequenzen der Arbeitslosigkeit. Bibliothekare werden hier immer mehr zu Sozialarbeitern, die abends die Obdachlosen betreuen müssen und immer öfter auch mit Gewalt konfrontiert werden, die sich in den Freiraum der Bibliotheken ausbreitet. Sie sind zwar &#8220;Häfen im Sturm&#8221; der Wirtschaftskrise, aber die Menschen bringen ihre Depression und Aggression mit in diesen Hort. Die Bibliothekarinnen fühlen sich überfordert in dieser neuen Rolle:</p>
<p><a href="http://m.heraldtribune.com/ht/db_3633/contentdetail.htm;jsessionid=B4A27421E64A8077C56984D1298EC2E4?contentguid=NdD3PRAb&amp;storycount=19&amp;detailindex=4&amp;full=true#display"><img src="http://m.heraldtribune.com/media/render.htm?m=5744887&amp;width=320" alt="" width="320" height="213" /></a></p>
<p>Bibliothekarin in Arlington Heights (Vorstadt von Chicago)</p>
<blockquote><p>&#8220;I guess I&#8217;m not really used to people with tears in their eyes,&#8221; said Rosalie Bork, a reference librarian in Arlington Heights, a well-to-do suburb of Chicago. &#8220;It has been unexpectedly stressful. We feel so anxious to help these people, and it&#8217;s been so emotional for them.&#8221;</p></blockquote>
<p><span id="more-386"></span></p>
<p>Hier der Text aus der PNN Online Ausgabe vom 4.4.2009:</p>
<h2>Krimifans mit Modemacke</h2>
<p class="teaser">Erstmals seit zehn Jahren hat die Stadt- und Landesbibliothek wieder steigende Nutzerzahlen <span class="date"> (04.04.09)</span></p>
<p class="text">Innenstadt &#8211; Die Potsdamer sind modeverrückte Krimifans mit Minderwertigkeitskomplexen. Das zumindest legt die Ausleihstatistik der Stadt- und Landesbibliothek nahe: Am häufigsten entliehen wurden demnach im vergangenen Jahr bei den Filmen „Der Teufel trägt Prada“. 55 Mal, also jede Woche, wurde die Modeszenen-Satire ausgeliehen. In der Belletristik-Abteilung landeten die Stieg-Larsson-Krimis mit 24 Entleihungen auf Platz eins und bei den Sachbüchern war „Liebe Dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ mit 16 Entleihungen der Renner.</p>
<p>Solche Daten kann Bibliotheksleiterin Marion Mattekat in diesem Jahr zum ersten Mal nennen: Möglich wird die titelgenaue Auswertung durch die neue Software, die seit mehr als einem Jahr läuft. In der technischen Ausstattung und dem größeren Etat für Neuanschaffungen sieht Mattekat den Grund für die positive Entwicklung der Nutzerzahlen.</p>
<p>Denn erstmals seit zehn Jahren hat die Stadt- und Landesbibliothek mehr Nutzer als im Vorjahr, erklärte die Bibliothekschefin gestern vor Journalisten. 14 171 aktive Nutzer gab es 2008. Das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr mit 13 413 Nutzern. Die Zahl der Entleihungen stieg in der gleichen Zeit von 808 000 auf 923 000. Dabei war jedoch jede dritte Entleihung kein Buch, sondern kommt aus dem Bereich audiovisuelle Medien. Ein weiteres Drittel machten die Fachbücher aus. Das dritte Drittel teilten sich Romane und Kinderbücher.</p>
<p>In diesem Jahr wollen Mattekat und ihre gut 40 Mitarbeiter verstärkt auf neue Medien und neue Nutzergruppen setzen: So können Bibliothekskunden seit Januar kostenlos den Internet-Informationsdienst „Munzinger“ nutzen. Auch die 2008 begonnene Kooperation mit dem Kindersoftwarepreis „Tommi“ soll 2009 fortgesetzt werden. So gebe es einmal wöchentlich einen Spiele-Nachmittag, an dem Kinder unter Anleitung neue Videospiele ausprobieren könnten.</p>
<p>Während die Bibliothek wie in den Vorjahren mit Einstellungsstopp arbeitet, soll der Etat für Neuanschaffungen weiter steigen: Waren es 2008 noch 200 000 Euro, sollen jetzt 240 000 Euro, im Jahr 2012 sogar 329 000 Euro für neue Bücher und Medien ausgegeben werden. Gut angelegtes Geld, wie Mattekat vorrechnete: So hätten die Neuzugänge – insgesamt 21 000 Medien – im Jahr 2008 immerhin 24 Prozent der Entleihungen ausgemacht.</p>
<p>„Bildungsschwache Schichten“ will die Bibliothekschefin durch die Mitarbeit im von der Volkshochschule initiierten „Alphabündnis Potsdam“ und durch die Kooperation mit der Arbeitsagentur erreichen. Momentan machten ALG-II-Empfänger nur fünf Prozent der Nutzer aus, obwohl der Bibliotheksausweis für sie kostenlos ist.</p>
<p>Die größte Baustelle kommt Ende des Jahres auf die Stadt- und Landesbibliothek zu: Der Umbau des Gebäudes nach den Plänen des Potsdamer Architekten Reiner Becker. Einen Zeitplan für die Bauarbeiten gebe es allerdings noch nicht, sagte Mattekat: „Ich gehe davon aus, dass wir mindestens bis Oktober normal weiterarbeiten.“ Ob der Umbau bei laufendem Betrieb geschehen kann, werde derzeit noch geprüft. Mit der Neueröffnung 2012 werde es auch wieder ein Café geben – dann im Erdgeschoss. Die bisherige Betreiberin des Lesecafés auf der ersten Etage habe „ein lukrativeres Angebot“ gefunden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Hier der Text aus der Mobilphone-Ausgabe der <em>Herald Tribune</em>, der mit der Printausgabe identisch ist:</p>
<div id="searchform">
<form action="/ht/search.htm" method="get">ARLINGTON HEIGHTS, Ill. &#8211; The public library here had just closed its doors one evening in December when two homeless men who had been using the stacks as shelter from the cold got into a fight on the outside steps. What began as bickering took a violent turn when one of the men pulled out a knife and stabbed the other six times, leaving him bleeding beside the book drop. Like libraries across the country, Arlington Heights Memorial had strived to keep pace with the changing times, ensuring its relevance in the digital age by becoming something of an indoor town square, and emphasizing that its money-saving services catered to the community&#8217;s needs. These days, however, community need reaches far beyond reference help &#8211; and in many libraries, it is turning a normally tranquil place into an emotional and stressful hotbed. As the national economic<a name="display"> </a> crisis has deepened and social services have become casualties of budget cuts, libraries have come to fill a void for more people, particularly job-seekers and those who have fallen on hard times. Libraries across the country are seeing double-digit increases in patronage, often from 10 percent to 30 percent, over previous years. But in some cities, this new popularity &#8211; some would call it overtaxing &#8211; is pushing libraries in directions not seen before, with librarians dealing with stresses that go far beyond overdue fines and misshelved books. Many say they feel ill-equipped for the newfound demands of the job, the result of working with anxious and often depressed patrons who say they have nowhere else to go. The stresses have become so significant here that a therapist will soon be counseling library employees. &#8220;I guess I&#8217;m not really used to people with tears in their eyes,&#8221; said Rosalie Bork, a reference librarian in Arlington Heights, a well-to-do suburb of Chicago. &#8220;It has been unexpectedly stressful. We feel so anxious to help these people, and it&#8217;s been so emotional for them.&#8221; Urban ills like homelessness have affected libraries in many cities for years, but librarians here and elsewhere say they are seeing new challenges. They find people asleep more often at cubicles. Patrons who cannot read or write ask for help filling out job applications. Some people sit at computers trying to use the Internet, even though they have no idea what the Internet is. &#8220;A lot of people who would not normally be here are coming in to use the computers,&#8221; said Cynthia Jones, a regional branch manager in St. Louis. &#8220;Adults complain a lot about kids just playing games and you know, ‘I need to do a résumé, or ‘I need to write, I need some help,&#8217; &#8221; Ms. Jones said. &#8220;There&#8217;s a bit of frustration.&#8221; Ms. Jones instructed her staff to tread carefully. &#8220;You don&#8217;t want to upset people,&#8221; she said. &#8220;You don&#8217;t know what might set somebody off.&#8221; Paul LeClerc, president of the New York Public Library, said résumé writing had become a major use of library computers, and every librarian in the system had received training in how to better assist patrons conduct job searches. The 40 million visits to New York libraries over the past year, he said, is the greatest ever in a 12-month period. Here in Arlington Heights, newly homeless patrons are showing up in their business suits, said Paula Moore, the library&#8217;s director. &#8220;They are living in their cars after losing a job they had for a number of years,&#8221; Ms. Moore said. The American Library Association does not keep statistics on incidents in and around libraries, but anecdotal evidence from around the country suggests that some libraries are struggling with their newfound popularity and the social ills that can come along with it. In Los Angeles, the police say the Central Public Library has become a magnet for thieves, and that, excluding shoplifting at stores, there were more thefts of personal property at the library last year than any other location in central Los Angeles. &#8220;We hope things get better,&#8221; said Lt. Paul Vernon, a spokesman for the Los Angeles Police Department, noting the difficulty of policing libraries. &#8220;The library is a place where people tend to congregate, and from a public and government standpoint, you can&#8217;t really restrict people.&#8221; In Sacramento this year, two branches of the public library temporarily stopped accepting cash as fines for overdue books, after thieves struck three times since June &#8211; in one instance, taking off with a safe filled with money. In Lynchburg, Va., a gunman shot a man outside the public library on a Monday afternoon in late January. The victim, who survived, staggered into the library bleeding and looking for help. Since then, an off-duty police officer has been hired by the library for extra security. And in Quincy, Mass., where a man was recently arrested in the library and charged with assault and battery with a dangerous weapon, among other offenses, a police officer on beat patrol now walks through the library during operating hours. Though homelessness is not new to Arlington Heights, security at the library has been tightened since the stabbing. (The man was charged with attempted murder, and the victim survived.) Although such violence is unusual, a library patron, Judi Crawford, said the scene around the building still made her uncomfortable. &#8220;I don&#8217;t like my 16-year-old son to study at the library at night anymore,&#8221; Ms. Crawford said. &#8220;If he is studying here, I make sure he stays inside until he sees me pull up, and he can just run out and get in the car.&#8221; Other things have changed at the library here, too. It has tried to anticipate the new needs of its neighborhood. Next to its welcome desk, it created a job-search desk, and it has recruited volunteer professionals to review résumés, set up a support and networking group for the unemployed, and assembled a Web site offering the best of its online resources. Officials said the library was experiencing double-digit increases in the circulation of DVDs, CDs and books on tape. The library&#8217;s many children&#8217;s programs and cultural arts events are also filled to capacity, reflecting a growing demand, linked to the economy, for free entertainment. With an estimated 2,500 patrons visiting the library every day, employees must now park at a parking lot at a nearby church. &#8220;When you walk by our new job-search desk, you see people in line and even waiting on the benches for assistance,&#8221; said Ms. Moore, the director of the Arlington Heights Memorial Library. A therapist is planning to give a workshop at the library called &#8220;Finding Hope After Losing a Job,&#8221; while also offering advice to library employees who are increasingly being thrust into the role of first responder to emotionally distraught patrons who view them as confidantes. &#8220;I&#8217;ve had people come in and talk for hours,&#8221; said Barbara Vlk, a librarian specializing in business at Arlington Heights. &#8220;More and more people are in need of help and direction.&#8221;</form>
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		<title>FH Potsdam hilft Stadtarchiv Köln: Medienreaktionen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 14:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[
Ein Lehrstück in praktischer Medienwissenschaft ist die Reaktion auf die kleine Pressemeldung von gestern. Zunächst war die Fachbereichseite im Internet und und das Dekanat per Telefon nicht mehr zu erreichen. Dann gab es Auftrieb der Medienvertreter: Radio (RBB) , Text und Bild (MAZ) interviewten Herrn Post und mich zu unseren Hilfsaktionen.
Es wird wohl heute nachmittag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://archiv.twoday.net/" target="_blank"><img src="http://www.wdr.de/themen/panorama/26/koeln_hauseinsturz/_img/lagerhalle_090309/7885_halle_400q.jpg" alt="Bild aus Archivalia" width="222" height="166" /></a></p>
<p>Ein Lehrstück in praktischer Medienwissenschaft ist die Reaktion auf die kleine Pressemeldung von gestern. Zunächst war die Fachbereichseite im Internet und und das Dekanat per Telefon nicht mehr zu erreichen. Dann gab es Auftrieb der Medienvertreter: Radio (RBB) , Text und Bild (MAZ) interviewten Herrn <a href="http://www.spost.info/" target="_blank">Post</a> und mich zu unseren Hilfsaktionen.</p>
<p>Es wird wohl heute nachmittag auf <a href="http://www.antennebrandenburg.de/" target="_blank">Antenne Brandenburg</a> und im <a href="http://www.inforadio.de/static/" target="_blank">InfoRadio</a> des RBB gesendet. Ggf. gibt es den Podocast dazu. <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/" target="_blank">Märkische Allgemeine Zeitung</a> wird morgen berichten mit Photo.</p>
<p>Es ist schon beeindruckend, welche Reaktionen ein konkret &#8220;fühlbarer&#8221; <strong>Informationskollaps</strong> hervorrufen kann. Der alltägliche Kollaps von Informations-, Bildungs- und Wissensstrukturen ruft bewirkt ja leider nicht so viel. Selbst wenn Wirtschaftsweise <a href="http://www.diw.de/deutsch/das_institut/abteilungen/innovation_industrie_dienstleistung/publikationen/26772.html?politikberatung_kompakt_diw=politikberatung_kompakt_diw&amp;mediennr=0052915&amp;ausgabeformat=wwwpublbereich+d+detail&amp;cmstitel=diwkompakt_2008-045.pdf" target="_blank">gravierende Zahlen warnend veröffentlichen</a>: Deutschland erst auf Platz 15 der internationalen Innovationsskala im Bildungsbereich &#8211; trotz des Hypes aller Innovationsförderung. Tendenz fallend. Es fehlen eben die Grundstrukturen des Wissens, das zu Innovation führen kann. Diesen täglichen Einsturz sieht kaum jemand. Es muss erst so symbolische Einstürze geben wie in Weimar und Köln. Dass der Konjunktureinbruch in Amerika auch in Deutschland zu <a href="http://www.ala.org/ala/newspresscenter/news/pressreleases2008/September2008/ORSharris.cfm" target="_blank">einem Ansturm auf die Bibliotheken</a> führt, ist wohl kaum zu erwarten, weil das deutsche Bibliothekswesen ja schon am Boden liegt.</p>
<p>vgl. letzten <a href="http://hobohm.edublogs.org/2009/03/10/stadtarchiv-koln-fh-potsdam-hilft/" target="_blank">Blogeintrag hier</a>.</p>
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		<title>Bürgerhaushalte: eGovernment, Basisdemokratie oder Wissensmanagement</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 22:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[LIS]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>
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		<description><![CDATA[
Ich bitte alle Potsdamer Leser dieses Blogs, sich aktiv am Potsdamer Bürgerhaushalt zu beteiligen und für Vorschlag Nr. 17 zu votieren!
Vielleicht nicht ganz nach amerikanischem Vorbild zieht in Deutschland so langsam die Kultur der Bürgerhaushalte ein. Auch in Potsdam gibt es jetzt schon mehrere Bürgerbeteiligungsverfahren an Haushalten (der Stadt und der Ortsbeiräte z.B. Golm). Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.potsdam.de/cms/ziel/550079/DE/"><img src="http://www.potsdam.de/cms/bilder/21778/80/150/126/1506e4c7/statdthkl.jpg" alt="Rathaus Potsdam" width="160" height="160" /></a></p>
<p><strong>Ich bitte alle Potsdamer Leser dieses Blogs, sich aktiv am <a href="http://www.potsdam.de/cms/ziel/550063/DE">Potsdamer Bürgerhaushalt</a> zu beteiligen und für <a href="http://www.potsdam.de/cms/dokumente/10047117_550063/2bec30f6/B%C3%BCrgerhaushalt-Potsdam-2009-LVBB-Webansicht_.pdf">Vorschlag Nr. 17</a> zu votieren!</strong></p>
<p>Vielleicht nicht ganz nach amerikanischem Vorbild zieht in Deutschland so langsam die Kultur der Bürgerhaushalte ein. Auch in Potsdam gibt es jetzt schon mehrere Bürgerbeteiligungsverfahren an Haushalten (der <a href="http://www.potsdam.de/cms/ziel/550063/DE">Stadt</a> und der Ortsbeiräte z.B. <a href="http://www.golm-portal.de/04a26c9a920d1de01/04a26c9a95098380b/04a26c9a950a39117/index.html">Golm</a>). Ich habe die Gelegenheit genutzt und als Bürger entsprechende Vorschläge eingereicht. In beiden Fällen bisher mit einigem Erfolg. Für die Stadt Potsdam habe ich angesichts der fast dramatisch zu nennenden Situation der (fehlenden) Jugendkulturarbeit folgenden Vorschlag eingereicht:</p>
<blockquote><p><em><strong>Ausbau von Kultur- und Medienarbeit für Jugendliche</strong></em><em><br />
Förderung der Medienkompetenz (durch kooperative Schulungen) von Erziehern, Lehrern, Eltern und interessierten Jugendlichen bei gleichzeitigem Aufbau eines interessanten und ausreichendenMedienbestandes in der mit der Stadt- und Landesbibliothek korrespondierenden Volkshochschule. Themengebiete: anspruchsvolle Filme, kreative Computerspiele, rechtssichere und gefahrlose Nutzung des Web 2.0 für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren, Informationskompetenz.</em></p></blockquote>
<p><span id="more-358"></span>In einer Bürgerversammlung konnte ich das Anliegen erläutern und ein erstes Votum abgeben. Es gab im Einreichungsverfahren ca. 100 Vorschläge, auf die die Stadtverwaltung teilweise recht eingehend geantwortet und auf mögliche Anknüpfungspunkte in der bisherigen Stadtpolitik hingewiesen hat. Letztlich sind 36 Vorschläge zum weiteren Verfahren angenommen wurden und stehen nur zur Abstimmung durch <a href="http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10047237/550063/">Potsdamer Bürger ab 14 im Netz</a>. Mein Vorschlag hat den folgenden Kommentar erhalten:</p>
<blockquote><p><em>Einschätzung der Landeshauptstadt Potsdam:<br />
Die Vermittlung von Medienkompetenz ist ein wichtiger Baustein der Jugendarbeit. Bereits seit 1992 erfolgt die Förderung von Medienkompetenz durch das Angebot der Medienwerkstatt. Die Arbeit der Medienwerkstatt wird durch Zuwendungen gefördert. Ein weiterer Ausbau der Medienwerkstatt ist denkbar.<br />
Darüber hinaus sind die Vermittlung von Medienkompetenz und Leseförderung vom Kleinkindalter an Schwerpunkte der Arbeit der Stadt- und Landesbibliothek (SLB) Potsdam. Die Volkshochschule bietet ebenfalls Kurse zum Erwerb von Medienkompetenz an. Eine aktive kooperative Zusammenarbeit der Stadt- und Landesbibliothek mit Kitas, Schulen und anderen Partnern der Kinder- und Jugendarbeit besteht bereits.<br />
Eine Mischung aktueller und zeitgemäßer Medien (u.a. Bücher, DVDs, CDs, Videospiele, CD-ROMs, Unterhaltungsspiele und Internetplätze mit entsprechender Beratung) stehen den jungen Nutzern in der Bibliothek zur Verfügung. Mit Führungen, Veranstaltungen, Vorträgen, Workshops und verschiedenen Serviceleistungen trägt die Kinder- und Jugendbibliothek der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam bereits dazu bei, Kindern und Jugendlichen in Potsdam ein kompetentes Medienzentrum als schülerfreundlichen Ort des Lernens und der Freizeit zu offerieren.<br />
Durch gezielte Zusammenarbeit mit Lehrern, Erziehern und der Volkshochschule sind kooperative Schulungen denkbar. Das Medienangebot für die Zielgruppe kann durch zuverlässige Finanzierung<br />
weiter ausgebaut werden.</em></p>
<p><em>Kosten der Umsetzung/Folgekosten:<br />
Kosten im Rahmen der Jugendarbeit: 75 Tsd. EUR<br />
Medienetat in 2008 der SLB: 200 Tsd. EUR mittelfristig steigend<br />
Umsetzungszeitraum: Jährlich<br />
Wird der Vorschlag bereits umgesetzt oder ist die Umsetzung</em> <em>bereits vorgesehen?<br />
Ja, teilweise</em></p>
<p><em>Grundlage der Umsetzung:<br />
- Kernaufgabe der Stadt- und Landesbibliothek<br />
- Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und dem Deutschen Bibliotheksverband zur Förderung von Lese- und Informationskompetenz<br />
- Volkshochschul-Jahresprogramm<br />
- SVV-Beschluss DS 06/SVV/0968</em></p></blockquote>
<p>Den Stellenwert dieses Kommentars kann ich hier noch nicht wirklich einschätzen. Mich erstaunt nur, wie wenig auf die politische Brisanz des Themas eingegangen wird.</p>
<p>Im angloamerikanischen Bereich bedeuten Bürderhaushalte oft die reale Verteilung eines großen Teils des kommunalen Haushalts durch Bürdervoten und Bürgerbeteiligung. Auf diese Weise erklärt sich aus meiner Sicht die oft bessere Ausstattung von Stadtbibliotheken in den Vereinigten Staaten. Ein besonders prominentes Beispiel ist die Gemeinde Christchurch in Neuseeland.</p>
<p>In Europa läuft die &#8220;Bewegung&#8221; oft unter dem Tenor Basisdemokratie oder partizipative Demokratie. Aber auch in Verbindung mit eGovernment. Interessante Erklärungsmuster finden sich in einem mit dem <a href="http://www.buergerhaushalt-europa.de/"><em>Centre Marc Bloch</em> durchgeführten europäischen Forschungsprojekt</a>, das auch Potsdam intensiv begleitet.  Carsten Herzberg schreibt hier im Zusammenhang der Bürgerhaushalte von &#8220;<a href="http://www.buergerhaushalt-europa.de/documents/Artikel_buergerwissen_Herzberg_Cuny20.pdf">Mobilisierung von Bürgerwissen</a>&#8220;. Dies war in der Tat einer der beeindruckendesten Aspekte der Bürgerversammlung, weil man hier beobachten konnte, wie der Verwaltung erklärt wurde, wo welche Schilder fehlen, wo zuviele Hunde rumlaufen oder wo die Straße kaputt ist. Die meisten der Vorschläge gingen denn auch eher in Richtung &#8220;Ordnungsamt&#8221;.</p>
<p><strong>Ich bitte um Ihr positives Votum zur Behebung eines dringenden Problems.</strong></p>
<p>(Wann das Votierungsverfahren im Internet abgeschaltet wird ist erfahrungsgemäß nicht ganz klar: deshalb bitte ich um baldige Beteiligung &#8211; weit vor dem offiziellen Abschlußtermin 14.1.2009)</p>
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		<title>IKT Branche unzufrieden mit Hochschulen</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2008/02/20/ikt-branche-unzufrieden-mit-hochschulen/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 23:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Informationswirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Berlin-Brandenburger Verband der Informations- und Kommunikationsindustrie (SIBB) ist unzufrieden mit der Kooperation mit den Hochschulen! In seinem Report zur Entwicklung der IT-Branche ist er recht optimistisch, was die Auftragslage angeht, konstatiert aber einen Rückgang der Zufriedenheit seiner Mitglieder mit den Hochschulen.
Die Informations- und Kommunikationsindustrie in Berlin und Brandenburg – IKT – ist im Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sibb.de" target="_blank"><img src="http://www.sibb.de/PM/Ressourcen/Stylesheets_2008/header.jpg" height="89" width="448" /></a></p>
<p>Der <a href="http://www.sibb.de" target="_blank">Berlin-Brandenburger Verband der Informations- und Kommunikationsindustrie (SIBB)</a> ist unzufrieden mit der Kooperation mit den Hochschulen! In seinem Report zur Entwicklung der IT-Branche ist er recht optimistisch, was die Auftragslage angeht, konstatiert aber einen Rückgang der Zufriedenheit seiner Mitglieder mit den Hochschulen.</p>
<blockquote><p><em>Die Informations- und Kommunikationsindustrie in Berlin und Brandenburg – IKT – ist im Jahr 2008 weiter auf Erfolgskurs. Der erstmals veröffentlichte SIBB-Branchenindex der führenden Querschnittsindustrie steigt im Vergleich zum Vorjahreswert um 3 auf über 60 Punkte. Damit setzt sich der Aufschwung in der regionalen<br />
IT-Industrie mit noch positiveren Vorzeichen fort.<br />
Der Geschäftsklimaindex würde noch positiver ausfallen, hätten die befragten IT-Anbieter aus der Hauptstadtregion die Zusammenarbeit mit Hochschulen nicht deutlich negativer bewertet. Der Wert zu Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung sank im Vergleich zu 2006 und 2007 nochmals deutlich ab. Damit werden zunehmend gegenläufige Interessen von regionaler Wirtschaft und Wissenschaft sichtbar.</em></p></blockquote>
<p>Während auch das BMWi in der IKT Branche den Wachstumsmotor für Deutschland sieht (vgl. die Studien „<a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Informationsgesellschaft/Informationswirtschaft/monitoring,did=210766.html" target="_blank">Monitoring Informations- und Kommunikationswirtschaft</a>“), scheint auf der Hochschulseite eher Selbstbeschäftigung mit &#8220;Studienreformen&#8221; an der Tagesordnung zu sein.</p>
<p>Besonders in der reichen Hochschullandschaft in Berlin-Brandenburg erstaunt die Aussage der SIBB-Branchenmitglieder zunächst. Denken wir aber an die Bachelorisierung und die zersplitterte Projektförderung so kann man die Entwicklung schon verstehen. Es hat also nicht wirklich etwas mit den Hochschulen zu tun, sondern mit der Hochschulpolitik!</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/103760" target="_blank">Heise</a> zitiert dazu Norbert Gronau, den Potsdamer Wissensmanagament-Guru, mit ähnlicher, aber eher interner Problemeinschätzung, ja Entschuldigung:</p>
<blockquote><p><em>Der Potsdamer Wirtschaftsinformatiker Norbert Gronau machte dafür unter anderem einen Generationswechsel im Lehrpersonal an den Unis verantwortlich, durch den aufgebaute Beziehungen zur Industrie zunächst gekappt würden. Zudem würden die Zyklen der Ausbildung in beiden Sektoren nicht mehr so gut miteinander harmonieren.</em></p></blockquote>
<p>Hier der <a href="http://www.sibb.de/PM/Service/presse08/SIBB_-_PK_-_PM_Umfrage.pdf" target="_blank">Report2008 der SIBB</a> (verspätet auf der Website).</p>
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		<title>Maschine Bibliothek</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2008/02/19/maschine-bibliothek/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 09:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ort der Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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		<category><![CDATA[Ort]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Welt von vorgestern und die Berliner Morgenpost von gestern sind begeistert über die Einführung der Selbstbedienung in Bibliotheken. Ausgerechnet Marzahn-Hellersdorf ist der Berliner &#8220;Pilotbezirk&#8221; zur Einführung von RFID &#8220;bis 2013&#8243;.
Kulturstadtrat Stefan Komoß (SPD): &#8220;Mit diesen neuen Stationen wollen wir unsere Bibliotheken kostengünstiger machen und dem eigentlichen Service wie qualifizierte Beratung der Nutzer viel besser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/berlin/article1687289/Maschinen_ersetzen_Bibliothekare.html" target="_blank"><img src="http://www.welt.de/multimedia/archive/00511/mim_bibliothek_rfid_511108g.jpg" height="113" width="170" /></a></p>
<p>Die <a href="http://www.welt.de/berlin/article1687289/Maschinen_ersetzen_Bibliothekare.html" target="_blank">Welt von vorgestern</a> und die <a href="http://www.morgenpost.de/content/2008/02/18/bezirke/947573.html" target="_blank">Berliner Morgenpost von gestern</a> sind begeistert über die Einführung der Selbstbedienung in Bibliotheken. Ausgerechnet Marzahn-Hellersdorf ist der Berliner &#8220;Pilotbezirk&#8221; zur Einführung von RFID &#8220;bis 2013&#8243;.</p>
<blockquote><p><em>Kulturstadtrat Stefan Komoß (SPD): &#8220;Mit diesen neuen Stationen wollen wir unsere Bibliotheken kostengünstiger machen und dem eigentlichen Service wie qualifizierte Beratung der Nutzer viel besser nachkommen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Interessant ist an der Meldung &#8211; neben dem Bildaufmacher &#8211; vor allem, dass dies immer noch als so wichtig empfunden werden kann, dass sogar überregionale Zeitungen dazu Stellung nehmen. Der Tenor hätte eher sein sollen:</p>
<blockquote><p><em>Im RFID-Konzept des Senats steht, dass für 2009 bis 2013 EU-Mittel im Rahmen des Förderprogramms &#8220;Innovation in Bibliotheken&#8221; beantragt worden sind. Berlin steht unter Zeitdruck, kommt doch der gerade veröffentlichte Bibliotheks-Jahresbericht 2006 zu der Erkenntnis: Von den Bemühungen, Berlin an bundesweit erreichte Leistungs- und Ausstattungsstandards heranzuführen, sei man genau so weit entfernt wie vor Jahren, heißt es.</em></p></blockquote>
<p>Bei dem Artikeltitel &#8220;Maschinen ersetzen Bibliothekare&#8221; habe ich natürlich zunächst an <a href="http://forge.fh-potsdam.de/~hobohm/bibliothek-mythos-metapher-maschine.pdf">andere Maschinen</a> gedacht&#8230; Das zeigt nur wie wenig Bibliotheken mittlerweile in Deutschland bekannt sind.</p>
<p>Aber <strong>2013</strong> ist noch lange hin.</p>
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		<title>Bibliotheken bringen hohe Zinsen</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2007/08/16/bibliotheken-bringen-hohe-zinsen/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2007 21:19:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[LIS]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230; sagt die Märkische Allgemeine Zeitung heute. Und beschreibt, was Bibliothekswissenschaftler so machen:
Öffentliche Bibliotheken sind Wissensspeicher und kulturelles Gedächtnis, sind Werkstatt für Lernprozesse und Erkenntnisgewinn und erweisen sich als effiziente Suchmaschine für Informationen. Nutzer schätzen ihre Bibliothek als Ort der Begegnung und der Kommunikation, für gezielte Aus- und Weiterbildung, aber auch für eine anspruchsvolle Freizeitgestaltung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10999457/64289/"><img src="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/bilder/75495/80/0/0/56a8e440/22.jpg" height="207" width="315" /></a></p>
<p>&#8230; sagt die <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10999457/64289/">Märkische Allgemeine Zeitung</a> heute. Und beschreibt, was Bibliothekswissenschaftler so machen:</p>
<blockquote><p><em>Öffentliche Bibliotheken sind Wissensspeicher und kulturelles Gedächtnis, sind Werkstatt für Lernprozesse und Erkenntnisgewinn und erweisen sich als effiziente Suchmaschine für Informationen. Nutzer schätzen ihre Bibliothek als Ort der Begegnung und der Kommunikation, für gezielte Aus- und Weiterbildung, aber auch für eine anspruchsvolle Freizeitgestaltung. Doch investieren Stadt und Land genügend in ihre Bibliothek?<br />
[...]<br />
Bibliothekswissenschaftler der ganzen Welt sind bemüht, vor allem den wirtschaftlichen Wert zu beweisen, den Bibliotheken auf dem Wege über die Wissensanreicherung in den Köpfen ihrer Nutzer letztlich als Gewinn einbringen.</em></p></blockquote>
<p>Für die kleine Kolumne in der Lokalpresse eigentlich ein beachtlicher Text (vielen Dank Herr Klein. Dennoch ist es wieder ein Lehrstück in punkto Pressekontakt. Alle Hinweise darauf, dass diese Erkenntnis schon uralt ist und vor allem aus dem Unternehmensbereich stammt und dass die Methoden  interessanterweise bei Umweltanalysen verwandt werden, waren wohl zu kompliziert für die Leser. (Eine Stunde Interview: 90 Zeilen Text aus den überreichten Materialien.)</p>
<p>Steter Tropfen höhlt den Stein&#8230;</p>
<p><span id="more-293"></span>Der ganze Text aus Dokumentationsgründen:</p>
<blockquote>
<h3>Bibliotheken bringen hohe Zinsen</h3>
<h3>Fachhochschulstudie befasst sich mit Wert und Wirkung von Büchereien</h3>
</blockquote>
<blockquote><p><a title="1" name="1"></a>Öffentliche Bibliotheken sind Wissensspeicher und kulturelles Gedächtnis, sind Werkstatt für Lernprozesse und Erkenntnisgewinn und erweisen sich als effiziente Suchmaschine für Informationen. Nutzer schätzen ihre Bibliothek als Ort der Begegnung und der Kommunikation, für gezielte Aus- und Weiterbildung, aber auch für eine anspruchsvolle Freizeitgestaltung. Doch investieren Stadt und Land genügend in ihre Bibliothek?</p>
<p>Schon Goethe sprach bibliotheksökonomisch von einem &#8220;Capital, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet.&#8221; Aber wie hoch sind die?</p>
<p>Bibliothekswissenschaftler der ganzen Welt sind bemüht, vor allem den wirtschaftlichen Wert zu beweisen, den Bibliotheken auf dem Wege über die Wissensanreicherung in den Köpfen ihrer Nutzer letztlich als Gewinn einbringen.</p>
<p>An der Fachhochschule Potsdam (FHP) realisierte die Diplomandin Sandra Blanck eine Studie zu Wert und Wirkung der Stadtbibliotheken von Berlin-Mitte. Dazu befragte sie eine repräsentative Gruppe von Nutzern, und da man an den Wissensbereich nicht unmittelbar finanziell herangehen kann, versuchte sie, mit indirekten Methoden dem &#8220;Phänomen Gewinn&#8221; auf die Spur zu kommen. So fragte sie, welchen Nutzen die einzelnen Probanden aus ihrer Bibliothek ziehen, wie viel Zeit sie in ihr verbringen und was sie in dieser Zeit verdient hätten. Sie wollte auch wissen, wie viel Geld die Nutzer für ihren spezifischen Wissenserwerb hätten ausgeben müssen, wenn es die Bibliothek nicht gebe usw. Dabei zeigte sich, dass mehr als die Hälfte der Befragten glauben, durch Nutzung der Bibliotheksangebote beruflich kreativer und produktiver tätig zu sein. Auf über 200 Euro würden sich für den Einzelnen die Kosten für Bildungsmedien aller Art summieren, wenn es die Bibliotheken nicht gebe. Die meisten würden oder könnten das aber nicht ausgeben.</p>
<p>Durchschnittlich waren die befragten Nutzer 68 Minuten in der Bibliothek. Bezogen auf einen einfachen Stundenlohn wäre den Berliner Nutzern ihr Bibliotheksbesuch somit fast sieben Millionen Euro wert. Berücksichtigt wurden in der Studie auch die üblichen Bibliotheksbilanzen wie Medienanschaffung, Ausleihen und jährliche Besucherzahlen.</p>
<p>&#8220;Das wichtigste Ergebnis unserer Methodenmix-Studie besteht im Beleg dafür, dass der Bezirk Berlin-Mitte mit jedem in seine Stadtbibliothek investierten Euro 5,6 Euro Gewinn erwirtschaftet&#8221;, erklärt Hans-Christoph Hobohm, Professor im FHP-Bereich Informationswissenschaften. Ähnliche Ergebnisse wurden in Großbritannien für die &#8220;British Library&#8221; (1:4,4) und in den USA für das Bibliothekensystem in Florida (1:9 ) errechnet. aka</p></blockquote>
<p>MAZ, 16.8.2007</p>
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		<title>Und wieder: Bibliotheken rechnen sich</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2007/06/04/und-wieder-bibliotheken-rechnen-sich/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 19:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eigentlich ist es unglaublich, wenn es nicht so oft bestätigt würde: der &#8220;return on investment&#8221; (ROI) in Bibliotheken ist enorm hoch. Ängstlich habe ich die neue Studie, auf die Andreas Mittrowann hinweist, gelesen, und bis jetzt kaum einen ROI-Wert gefunden, der außerhalb der Bereiche 3:1 bis 6:1 wäre.
A benefit-to-cost ratio of 3:1 or better is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.actforlibraries.org" target="_blank"><img src="http://www.actforlibraries.org/images/WorthTheirWeightCvr_lrg.jpg" height="259" width="200" /></a></p>
<p>Eigentlich ist es unglaublich, wenn es nicht so oft bestätigt würde: der &#8220;<em>return on investment</em>&#8221; (ROI) in Bibliotheken ist enorm hoch. Ängstlich habe ich die neue Studie, auf die <a href="http://globolibro.wordpress.com/2007/06/01/was-sind-bibliotheken-wert/" target="_blank">Andreas Mittrowann</a> hinweist, gelesen, und bis jetzt kaum einen ROI-Wert gefunden, der außerhalb der Bereiche 3:1 bis 6:1 wäre.</p>
<blockquote><p><em>A benefit-to-cost ratio of 3:1 or better is common among the library valuation studies ALC reviewed. Because this type of economic analysis is commonly used across industries and businesses, it puts libraries into an evaluative framework that permits comparisons with other types of organizations. When this occurs, public ibraries consistently outpace other sectors, such as transportation, health, and education, on the efficient use of tax dollars.</em></p></blockquote>
<p>Die Urväter der Outcome-Analyse (Griffiths/King: vgl. mein <a href="http://hobohm.stikipad.com/Lehre/show/Wert+von+Bibliotheken" target="_blank">Themenwiki</a>) bringen ihre Ergebnisse noch deutlicher (mit anderen Methoden) auf den Punkt:</p>
<blockquote><p><em>For every $6,448 spent on public libraries from public funding sources (federal, state and local) in Florida, one job was created. For every dollar of public support spent on public libraries in Florida, GRP increased by $9.08. For every dollar of public support for public libraries, income (wages) increased statewide by $12.66. </em></p></blockquote>
<p>In ihrer Studie von 1993 hatten sie für Spezialbibliotheken Werte von <em>bis zu </em>48:1 gefunden, zu lesen: &#8220;ein in die Unternehmensbibliothek investierter Dollar bringt dem Unternehmen 48 Dollar Gewinn&#8221;.</p>
<p>Die Studie &#8220;<a href="http://www.actforlibraries.org/pdf/WorthTheirWeight.pdf" target="_blank">Worth Their Weight</a>&#8221; des <a href="http://www.lff.org/" target="_blank"><em>Americans for Libraries Council</em></a> ist aber nicht nur als Sammlung von Ergebnissen von Outcome-Studien zu Öffentlichen Bibliotheken wichtig und lesbar, sondern beinhaltet vielmehr eine wertvolle methodische Analyse, wie denn die For-Profit-Methodologie der Unternehmensberatungen auf den Non-Profit-Sektor der (öffentlichen) Bibliotheken übertragen werden kann. Dazu gibt es eine Reihe von spannenden neuen Ansätzen. Nicht nur von Griffiths und King.</p>
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		<title>Rechnungshöfe und Bibliotheken</title>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2007 20:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Die Meldung ist zwar schon 14 Tage alt, aber sie erfordert doch noch eine Kommentierung, gerade unter dem Eindruck einer Auslandsreise. (Man mag ja kaum noch wieder nach Hause kommen oder deutsche Nachrichten lesen.)
Tagesspiegel und IB Weblog u.a. berichteten über die Jahrespressekonferenz des Berliner Landesrechnungshofes, in dem u.a. die Halbierung des Berliner Bibliotheksnetzes gefordert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <a href="http://www.berlin.de/rechnungshof/" target="_blank"><img src="http://www.berlin.de/imperia/md/images/rechnungshof/imgp2337_260x195.jpg" /></a></p>
<p>Die Meldung ist zwar schon 14 Tage alt, aber sie erfordert doch noch eine Kommentierung, gerade unter dem Eindruck einer Auslandsreise. (Man mag ja kaum noch wieder nach Hause kommen oder deutsche Nachrichten lesen.)</p>
<p><a href="http://hobohm.edublogs.org/wp-admin/" target="_blank">Tagesspiegel</a> und <a href="http://weblog.ib.hu-berlin.de/?p=5224" target="_blank">IB Weblog</a> u.a. berichteten über die Jahrespressekonferenz des Berliner Landesrechnungshofes, in dem u.a. die Halbierung des Berliner Bibliotheksnetzes gefordert wird. (Da saß ich gerade im Flugzeug über dem Atlantik.)</p>
<blockquote><p><em>Schon der 1995 vorgelegte Berliner Bibliotheksplan sah eine Modernisierung der Stadtbibliotheken durch Straffung des Bibliotheksnetzes und Ausbau der verbleibenden Standorte zu leistungsstarken Einrichtungen vor. Bisher ist es aber weder den Bezirksämtern noch dem für kulturelle Angelegenheiten zuständigen Senatsmitglied gelungen, die Bibliotheksstrukturen über den Verbund Öffentlicher Berliner Bibliotheken hinaus aus gesamtstädtischer Sicht konzeptionell weiterzuentwickeln und den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Die Berliner Stadtbibliotheken weisen vielmehr &#8211; mit wenigen Ausnahmen &#8211; eine hohe Kostenintensität auf. Allein durch eine Anpassung der Personalstruktur an die Standards der kommunalen Bibliotheken anderer bundesdeutscher Großstädte wären Einsparungen von bis zu 7,3 Mio. € jährlich zu erzielen. Darüber hinaus hält der Rechnungshof eine &#8211; bezirksübergreifend abgestimmte &#8211; Reduzierung der Standorte von jetzt 82 auf bis zu 42 für möglich und zumutbar. Dadurch würden finanzielle Ressourcen freigesetzt, die neben weiteren Einsparungen in Millionenhöhe auch zum Ausgleich von Flächenverlusten und zur qualitativen Verbesserung des Bibliotheksangebots und damit zur Steigerung der Attraktivität der öffentlichen Bibliotheken genutzt werden könnten (T 82 bis 98, s. Anlage). </em>(<a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/rechnungshof2/pressemitteilung_2007.pdf" target="_blank">Pressemitteilung</a> des <a href="http://www.berlin.de/rechnungshof/index.html" target="_blank">Landesrechnungshofes Berlin</a> vom 14. Mai 2007)</p></blockquote>
<p>Es erfordert dies ein erneutes Nachklappen (auch weil die Kommentarfunktion im Tagesspiegel geschlossen ist), weil ähnliche Argumente auch aus den Reihen des Brandenburgischen Rechnungshofes zu hören sind.</p>
<p>Dies ist m.E. recht unverständlich, habe ich doch immer vermutet, dass sich in diesen Institutionen vor allem Volkswirte befinden. Diese sollten z.B. auch im internationalen Vergleich wissen, wie sehr sich Investition in Wissen und Bildung &#8220;rechnet&#8221; (vgl. mein Themenwiki &#8220;<a href="http://hobohm.stikipad.com/lehre/show/Wert+von+Bibliotheken" target="_blank">Wert von Bibliotheken</a>&#8221; bzw. der tag <a href="http://hobohm.edublogs.org/category/outcome/" target="_blank">outcome</a> hier im Blog). Sind denn für solche Überlegungen zur Förderung der Wirtschaft nicht Volkswirte da? Gut: vielleicht ist Herr Dr. Harms auch eher Betriebswirt (deutsche Prägung). Aber auch dann sollte der Rechnungshof sich einmal die Realität im Berliner Bibliothekssystem ansehen:</p>
<ul>
<li>seit Jahren keine neuen Stellen für innovative Kompetenzen junger Mitarbeiter</li>
<li>damit eine Personalpolitik, die gar keine andere Kennzahlenergebnisse zeitigen kann (vgl. Anlage)</li>
<li>ein Kosten- und Leistungsrechnungssystem, von dem ich (unter vor gehaltenener Hand (!)) von den Berliner Kollegen immer nur höre, dass es demotivierend sei (kann ich nicht wirklich beurteilen, ich glaube aber den Teilnehmern meiner Managementweiterbildungen, die mir das berichten.)</li>
<li>marode und abschreckende Gebäude (weshalb die Nutzerzahlen unter &#8220;Standard&#8221; liegen (?))</li>
<li>versteckte, weit entfernte Bibliotheken</li>
<li>zu normalsterblichen Zeiten geschlossene Bibliotheken (d.h. dann wenn Bürger Zeit hätten dorthin zu gehen).</li>
<li>eine Bildungs- und Sozialpolitik, die Bibliotheksarbeit völlig ausklammert (im Gegensatz zu wirtschaftlich  und &#8220;PISA-technisch&#8221; erfolgreichen Ländern wie Finnland, USA, Großbritannien)</li>
</ul>
<p>Eine Reduzierung der Standorte wäre nur in dem Sinn eine Alternative, wenn es gleichzeit einen Umbau nach dem Modell z.B. der <a href="http://www.ideastore.co.uk/" target="_blank">Idea Stores in London</a> gäbe und in die verbleibenden Standorte viel investiert würde sowie <em>zusätzlich </em>tatsächlich in eine zentrale, <strong>große </strong>öffentliche Bibliothek wie in anderen Metropolen Wien, Paris, Montréal geschaffen würde.</p>
<p><em>Kostensparend </em>ist die aktuelle Politik des Wenigtuns, <em>kostenintensiv </em>wäre eine Vernachlässigung der Bildungsinvestitionen mit Bibliotheken (das ist langfristig verheerender als die Klimakatastrophe), aber <em>gewinnbringend </em>wäre eine <strong>massive Investition in Bibliotheken</strong> als der zentralen Bildungs- und Wissensinstanz der demokratischen Gesellschaften. Nicht kurzsichtige Kürzungen.</p>
<p>Eine kleine historische Erinnerung: es war das Bundesrechnungshofgutachten 1962, das den massiven Ausbau der Fachinformation für die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft forderte.</p>
<p><span id="more-276"></span></p>
<p>Anlage der Rechnungshofsberichts:</p>
<blockquote><p><strong>Einsparpotenziale im System der bezirklichen Bibliotheken</strong><br />
T 82 bis 98</p>
<p>Das Land Berlin unterhält derzeit ein Netz von 82 Stadtbibliotheken. Obwohl schon der 1995 vorgelegte Berliner Bibliotheksentwicklungsplan eine Modernisierung der Stadtbibliotheken durch Straffung des Bibliotheksnetzes und Ausbau der verbleibenden Standorte zu leistungsstarken Einrichtungen vorsah, ist es bisher nicht gelungen, die Bibliotheksstrukturen konzeptionell weiterzuentwickeln und den geänderten Rahmenbedingungen anzupassen.<br />
Die Stadtbibliotheken sind weiterhin durch uneinheitliche Organisationsstrukturen und Aufgabenwahrnehmung bei hoher Kostenintensität sowie durch den zu niedrigen Qualitätsstandard im Vergleich zu anderen bundesdeutschen Großstädten gekennzeichnet. Beispielsweise liegt die Zahl der Entleihungen pro Vollzeitstelle in Berlin mit durchschnittlich 20 500 deutlich unter dem bundesweit anerkannten Richtwert von 25 000. Die Vernetzung der Stadtbibliotheken im Verbund Berliner Bibliotheken (VÖBB) seit 1999 und der Einsatz von Informationstechnik haben zwar die Tätigkeit erleichtert,<br />
sind jedoch ohne personelle Folgerungen geblieben. Eine Ursache der hohen Kostenintensität bildet die große Zahl der von den Bezirken ohne Abstimmung und Berücksichtigung der gesamtstädtischen Bedürfnisse geschaffenen Bibliotheksstandorte, insbesondere im Innenstadtbereich. Während einige Bezirke lediglich 3 oder 4 leistungsfähige Standorte geschaffen haben, besitzen andere Bezirke 10 oder sogar 13 öffentliche Bibliotheken, ohne dass dies unter Qualitäts- oder Kostengesichtspunkten gerechtfertigt ist. Der Rechnungshof hat empfohlen, die derzeit 82 Bibliotheksstandorte &#8211; bezirksübergreifend abgestimmt &#8211; auf bis zu 42 Standorte zu reduzieren und damit verbundene Nachteile für die Nutzer der Bibliotheken insbesondere durch den gezielten Einsatz von Fahrbibliotheken sowie den Ausbau des berlinweit angebotenen Bestell- und Lieferservices aufzufangen.<br />
Der Rechnungshof schätzt das mögliche Einsparpotenzial allein durch eine Anpassung der Personalstruktur an die Standards der Bibliotheken anderer Großstädte und eine Verbesserung der Verwaltungsabläufe auf bis zu<br />
7,3 Mio. € jährlich. Mit der vorgeschlagenen Straffung des bezirklichen Bibliotheksnetzes könnten darüber hinaus Ressourcen freigesetzt werden, die neben weiteren Einsparungen in Millionenhöhe zum Ausgleich von Flächenverlusten sowie zur qualitativen Verbesserung des Bibliotheksangebots und damit zur Steigerung der Attraktivität der öffentlichen Bibliotheken Berlins genutzt werden könnten.</p></blockquote>
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