Archive for the 'Publikation' Category

Feb 26 2009

Kanon der LIS Zeitschriften aus australischer Sicht

Die Excellence in Research for Australia Initiative entwickelt z.Zt. gerankte Listen von Zeitschriftentiteln praktisch aller Disziplinen. Die Geisteswissenschaften sind noch nicht ganz erfasst: hier werden die Ergebnisse erst im März erwartet. LIS ist hier unter Computer Science subsumiert, weist aber dennoch eine klassische informationswissenschaftliche Zeitschriftenliste auf, die im Prinzip den meisten Erwartungen entspricht. Einige Titel kennt man nur am Rande andere fehlen wie z.B. Ariadne. Allerdings ist die ZfBB zu finden als einzige deutsche (Wollte ich gerade abbestellen!) und Information Research ist unter den Top12.

Im Gegensatz zu ISI ist diese Ranking Liste kein reines Citation Ranking, sondern basiert auf einer komplexen Indikatirenliste. Die Grundauswahl ist allerdings etwas suspekt: die zeitschrift muss in Scopus präsent sein. Womit eine Reihe wichtiger Zeitschriften aus dem Blickfeld gerät.

Hier die Toptitel (A*) der Liste Library and Information Studies (es gibt noch die Kategorien A, B und C):

  • Annual Review of Information Science and Technology
  • Information Research-An International Electronic Journal
  • Information Systems Research
  • Journal of Documentation
  • Journal of Information Science
  • Journal of the American Society for Information Science and Technology
  • Library & Information Science Research
  • Library Quarterly
  • Library Trends
  • Management Science
  • MIS Quarterly
  • School Library Media Research

Na? Alle im Blick (im Feed)?

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Mär 14 2008

Social Software immer noch Hype

Ich hatte gestern das Vergnügen, mal wieder einen Vortrag zu halten über “neue Informationsarbeit” und konnte dabei versuchen, Begeisterung für die schöne neue Welt zu wecken. PatrickD hatte dies im gleichen Kreis schon vorher versucht, war aber offensichtlich nicht nur auf Gegenliebe gestoßen. Ich habe es natürlich theoretischer verpackt (denke ich) und hatte den Eindruck, dass die Lektion “es handelt sich um einen ganz grundlegenden Wandel der Welt” angekommen ist. Lösungen kann ich aber auch nicht bieten: nur den Anstoß, es doch auch mal zu versuchen… In der Diskussion des Librarian2.0 Manifesto kam dann wirklich auch der Wille zum Ausdruck, es doch einmal auszuprobieren.

Mir fällt dabei auf, dass die Jaron Lanier Debatte ja immer noch gilt – vielleicht sogar noch mehr angesichts von Projekten wie LinkingOpenData. In der Diskussion kam ich dann auch ganz schnell auf die Potenzkurve und die Schwarmintelligenz und die Frage, wie wertvoll diese für den Menschen sei. Warum vertrauen nur alle Wikipedia und Google als Informationsquelle? Warum nicht mehr der eigenen Intuition oder dem Kollegen? Passend dazu das Titelblatt DER ZEIT von dieser Woche:

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Nov 26 2006

Bibliothek als Wissensspeicher

Karen Falke (Leiterin des IZ Informationswissenschaft und der Bibliothek der FH Potsdam, Mitglied des Vorstands der DGI) wird Montag anlässlich der Ringvorlesungsreihe Civitas VII der FH Potsdam zum Thema: “Wissensspeicher – Der kulturelle Beitrag der Bibliotheken für die Stadt” sprechen. Wir sind sehr gespannt. Die Titelformulierung bezieht sich natürlich auf die politische Idee aus der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam einen “Wissensspeicher” zu machen. Vgl. mein Posting hier.

Vielleicht höhlt steter Tropfen den Stein: vgl. meine Beiträge auf dem gleichen Forum:

  • Bibliothek als Bild und Gedächtnis. In: Civitas. Bildersturm und Gedächtnis. Eine multimediale Dokumentation der Ringvorlesung der FH Potsdam im Wintersemester 2001/2002, hrsg v. H.-C. Hobohm (bearb. von N. Ritter u. J. Friedrich), Potsdam: Fachhochschule 2002. (CD-ROM)

Mit Sicherheit wird es eine spannende Diskussion geben, an der teilzunehmen sich lohnt. Nicht nur wegen des leckeren Weins danach. Schön wäre natürlich auch zahlreiche Präsenz der regionalen Politik, die sich ja gerade wegen des Schlossneubaus in Potsdam etwas in den Haaren liegt und nach neuen Konzeptionen sucht. Ich denke bei der Art unsinnigen Debatten natürlich immer an die Pariser Lösungen im Centre Pompidou und in der Bibliothèque Mitterand (BnF), die ja gerade für die Stadt wesentliche Bereicherungen schufen. Aber da gibt es viele andere Beispiele wie Linz, Helsinki, ja sogar Münster…

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Nov 12 2006

Neuerscheinung: Bibliotheken der Welt 2

Published by Hans-Christoph Hobohm under LIS, Publikation

Der zweite Band der Reihe “Bibliotheken der Welt” ist erschienen. Ähnlich wie der erste Band zu Finnland fasst dieser einige Tendenzen und Charakteristika der Bibliotheksszene des Landes in Beiträgen von Fachkollegen zusammen und versucht deutlich zu machen, wo Unterschiede zum deutschen Bibliothekswesen liegen könnten.

Inhaltsverzeichnis

  • Rolf Busch, Hans-Christoph Hobohm: Bibliotheken in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Holly Murten: Ein Überblick über amerikanische Bibliotheken heute
  • Margaret Brown & Ann Kennedy: Partnerschaften mit öffentlichen Bibliotheken. Videokonferenz mit anschließender Diskussion
  • John N. Berry: Das San-José-Modell. Bibliothek des Jahres 2004: Die San José Public Library und die San José State Library
  • Chuck Henry: Neudefinition der Rolle der akademischen Bibliotheken. Trends und Herausforderungen
  • William Lefurgy: Partnerschaften der digitalen Langzeitarchivierung und die „Library of Congress“
  • Michael A. Keller: Wie „DODLs“, Digitalisierung und Repositorien neues Wissen fördern können

Aus dem Vorwort:

Die Dichte des Bibliotheksnetzes ist in den Vereinigten Staaten um knapp ein Viertel größer als in
Deutschland, die Entleihungen erreichen aber das Doppelte. Die Erwerbungsbudgets sind im kommunalen
wie im wissenschaftlichen Bibliothekswesen ein Vielfaches von dem der deutschen Bibliotheken (vgl. die Studien von Infas und Bertelsmann Stiftung: www.bibliothek2007.de). Bibliotheken als demokratische Informationseinrichtung haben auf der anderen Seite des Atlantiks definitiv einen größeren Rückhalt in Bevölkerung und Gemeinwesen. Immer wieder wird sogar vermutet, dass die wirtschaftliche und politische Größe des Landes maßgeblich bedingt sei durch ihr gut funktionierendes Bibliothekswesen.

Das Schlagwort der „public library“ sorgte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland bekanntlich für den sogenannten Richtungsstreit, bei dem sich das deutsche Bibliothekswesen letztlich eher für das volkspädagogische Verständnis von Bibliotheksarbeit entschieden hatte als für die markt- und nachfrageorientierte Variante nach dem Modell des amerikanischen Bibliothekswesens. Fragt man in den Vereinigten Staaten jemanden nach einem Informationsproblem, so bekommt man mit einiger Sicherheit den Hinweis auf die lokale Bibliothek.

Bibliotheken der Welt USA
hrsg. von Hans-Christoph Hobohm und Rolf Busch
Bad Honnef : Bock+Herchen, 2006
27×22cm, 42. S. kart. 18,50 EUR
ISBN 978-3-88347-249-2
buh@bock-net.de

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Nov 08 2006

Zukunft der Fachinformation

Endlich einmal eine fundierte Stellungnahme zum deutschen Fachinformationssystem !? (Dank an Ben Kaden)

Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung legt in ihrem Heft 138 einen Bericht zur “Neuausrichtung der öffentlich geförderten Informationseinrichtungen” vor:

Beschluss der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung
vom 23. Oktober 2006:
“Die Kommission nimmt den Bericht in dem Verständnis zustimmend zur Kenntnis, dass eine Koordinierung der Aufgaben der betroffenen Informationseinrichtungen durch regelmäßige Koordinierungstreffen der fachlich für die Einrichtungen Verantwortlichen im Bund und den Ländern erreicht werden soll.”

Auch mit Blick auf die fortschrittlichen Informationsinfrastrukturen in anderen Ländern besteht
die Notwendigkeit, die vorhandenen Ansätze zur Neuausrichtung der Informationsversorgung
in Deutschland weiter auszubauen.

Ein Kernproblem besteht in der fehlenden übergreifenden strategischen Steuerung der Aktivitäten. Die Reibungsverluste durch heterogene Entscheidungsstrukturen führen dazu, dass die Potentiale der bestehenden Infrastruktur letztlich nicht ausgeschöpft werden und das notwendige Tempo flächendeckend wirkender Innovationen nicht erreicht wird. Neben der Sicherstellung der Aufgaben in den Programmbudgets der Einrichtungen soll deshalb von Bund und Ländern zur strategischen Steuerung und zur Koordinierung der Aufgaben der Informationseinrichtungen ein ständiges Gremium (”Rat für Informationsinfrastruktur“) eingerichtet werden. (Kurzfassung)

Der eingangs abgedruckte Beschluss macht allerdings deutlich, dass der hier erwähnte “Rat” nicht geschaffen werden wird. Auf der gleichen Sitzung der BLK wurde ja auch die Neuregelung beschlossen, in der lediglich eine “Gemeinsamae Wissenschaftskonferenz” (GWK) übrig bleibt, da ja die Föderalismusreform hier viele Kompetenzen an die Länder übertragen hat.
Es beschleicht sich bei der Lektüre des Heftes zur Neuausrichtung öffentlich geförderter Informationseinrichtungen ein ungutes Gefühl. Wie kann die BLK dazu Stellung beziehen? Sind Bibliotheken keine “öffentlich geförderten Informationseinrichtungen”? Hier versucht die BLK nach dem Bedeutungsverlust, den ihr die Politik beschert hat noch gut Wetter zu machen und belegt damit um so mehr das katastrophale Ergebnis der Föderalismusreform.

Als Beteiligter bei einer Reihe der dort erwähnten Evaluierungen und Betroffener von neueren Projektfinanzierungen fragt man sich, was es wirklich auf sich hat mit den schön klingenden Worten (ich komme mir vor wie im falschen Film – oder ich bin der einzige Besucher im Kino?). Interessant vor allem gerade die im Anhang befindlichen Expertenberichte von Lossau, Mittler, Rittberger, Bunzel, WGL u.v.a.m.).

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Nov 06 2006

CIVITAS an der FHP

Heute beginnt die 7. Folge der Ringvorlesungsreihe CIVITAS an der Fachhochschule Potsdam, diesmal zum Thema “Wissenschaft in der Stadt und der Region“. Das Thema Zivilgesellschaft ist ja zunehmend wichtig und wird diesmal verbunden mit der Wissens- und Wissenschaftsgesellschaft. Es wird sicher wieder spannend und wie jedesmal ein sehr diskursiver Abend – nicht nur wegen des Umtrunks im Anschluss. Ich kann jedem “in der Region” nur empfehlen vorbeizuschauen. Am 27.11.2006 wird übrigens hier das DGI Vorstandsmitglied Karen Falke über “Wissensspeicher – der kulturelle Beitrag der Bibliothek für die Stadt” sprechen! (Vormerken.)

Ich hatte auch schon ein paar Mal die Gelegenheit, auf diesem Forum zu ähnlichen Themen sprechen. Hier der Einfachheit halber der Hinweis drauf:

“Wissensklüfte. Von (Null)Mengen und (Un)Summen” Vortag im Rahmen der Ringvorlesung CIVITAS 5 – ‘Leerstand und Fülle’ Fachhochschule Potsdam am 7. Februar 2005 http://www.FH-Potsdam.de/~hobohm/Hobohm-2005e-Wissenskluefte.pdf

Wissensklüfte – von (Null) Mengen und (Un) Summen – Leerstand und Fülle in der Informationsgesellschaft. In: CIVITAS – Leerstand und Fülle. Arbeit! Arbeit! Arbeit? Eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe der Fachhochschule Potsdam, hrsg. von Helene Kleine. Potsdam 2006, 102-113.

Bibliothek als Bild und Gedächtnis. In: Civitas. Bildersturm und Gedächtnis. Eine multimediale Dokumentation der Ringvorlesung der FH Potsdam im Wintersemester 2001/2002, hrsg v. H.-C. Hobohm (bearb. von N. Ritter u. J. Friedrich), Potsdam: Fachhochschule 2002. (CD-ROM)

Bibliothek – Mythos, Metapher, Maschine. Oder: Der Ort der Bibliothek in der Lebenswelt der Stadt. In: Civitas. Geometrie und Lebenswelt. Eine Ringvorlesung zur Stadt, hrsg v. H. Kleine, Potsdam: Fachhochschule 2001, 58-65. http://www.fh-potsdam.de/~hobohm/bibliothek-mythos-metapher-maschine.pdf

“Schätze – Orte – Diskurse. Standortbestimmung von Bibliothek und Bibliothekswissenschaft heute” Vortrag in der Ringvorlesung der FH Potsdam: Civitas – Geometrie und Lebenswelt 8. Januar 2001.

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Okt 04 2006

B2-I auf der Online Tagung

Published by Hans-Christoph Hobohm under LIS, Publikation

Das Wissenschaftsportal b2i: “Buch Bibliotheks Informationswissenschaften” präsentierte sich am 4.10. auf der DGI Online Tagung am Rande der Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal der Fachöffentlichkeit der IuD-Szene. Der von mir vorgetragene Werkstattbericht des DFG Projekts (Potsdam/Göttingen/Berlin) wurde angeregt diskutiert im gut besuchten Konferenzsaal: die Resonanz war überaus positiv. Ob sich daraus auch tatsächlich die gewünschten aktiven Kooperationen ergeben, bleibt noch abzuwarten. Interessante Anregungen wurden jedoch schon jetzt gegeben, und es wurde klar, dass diese Virtuelle Fachbibliothek unter dem besonderen Vorzeichen steht, unter informationswissenschaftlichen Gesichtspunkten tatsächlich den state of the art repräsentieren zu müssen. Ob das allerdings sofort realisierbar ist bei dem geringen Umfang der Bordmittel, die die DFG vorgesehen hat, bleibt ebenfalls abzuwarten. Der nächste Werkstattbericht ist vorgesehen für den Leipziger BID Kongress.
(Proceedingstext, Vortragsfolien)

Mehr Kurzberichte von der Tagung und der Buchmesse in den nächsten Postings.

Anmerkung Anfang 2007: das Wissenschaftsportal heißt jetzt b2i und hat demnächst diese URL.

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Sep 17 2006

Bildungsarmut und Humankapitalschwäche

Hinter den begrifflichen Ungetümen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (”IW” in Köln, einem der Wirtschaftsweisen, dem man nicht nachsagen kann, dass er “links” steht) verbirgt sich die einfache Aussage:

Für die gesamte Volkswirtschaft hat der Bildungsstand der Bevölkerung Einfluss auf ihre technologische Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität für ausländische Investoren.

Die jüngst erschienene Studie spricht zwar (leider) nicht von Bibliotheken, aber dafür umso mehr von PISA und von fehlenden Büchern. Und auch davon nicht so deutlich, wie es die eigenen Zahlen aussagen. Haushalte, die als “bildungsarm” zu qualifizieren sind, besitzen in erster Linie weniger als 25 Bücher. Der Migrationshintergrund zählt empirisch deutlich weniger. Man schaue sich die Grafik genauer an (klicken):

Beschrieben werden die Faktoren, die auf die PISA Ergebnisse in den Bereichen “Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften” signifikanten Einfluss haben. Lediglich die Variable “Haushalt verfügt über weniger als 25 Bücher” beeinflusst mit jeweils großem Abstand zu anderen möglichen Variablen mit weit über 40 Punten das Pisa Ergebnis in allen drei Bereichen – vor allem in den “Naturwissenschaften” (höchste Punktzahl überhaupt). Das ist bei keiner anderen Variable der Fall! Interessant ist, dass das IW dies nicht an die Spitze der eigenen Auswertung hebt bzw. in der Pressemitteilung (”Vorsorge statt Reparatur“) thematisiert. Bücher und Lesen ist für die Herren Wissenschaftler entweder etwas selbstverständliches – nicht so “hype” – oder so verstaubt, dass man sich nicht traut, dies deutlich zu machen. Schicker ist, auf den Migrationshintergrund zu verweisen. Das ist auf der poliutischen “Agenda”. Der Migrationshintergrund (Variable: “Im Haushalt wird nicht deutsch gesprochen”) zählt zwar nicht bei “Mathematik” (ist auch suspekt), aber dafür immer noch bei den beiden anderen.
Der Titel der Grafik “Das Umfeld macht’s” sieht wieder so aus, als wäre hier jeder selbst schuld. Gemeint ist aber: das gesellschaftliche Umfeld und damit der Staat. Er ist für fehlende Bücher und fehlende Lesekultur (à la PISA) in den Familien verantwortlich. Dixit: Das Institut der Deutschen Wirtschaft. Lesenswert – vor allem für Politiker. Warum wissen Politiker in anderen Ländern, dass Bibliotheken Lesen und soziale Integration fördern und die Deutschen Politiker nicht?

Wirklich schade aber eben die Reformen, die das IW vorschlägt. Nix von Bibliothek2007 gehört. Und nie über den Tellerrand von Rhein, Alpen, Oder oder Ostsee geschaut.

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Sep 01 2006

Wiegand in LIS Radio!

Wayne Wiegand, bekannt für seine mahnenden Rufe, die eigentlichen Funktionen von Bibliotheken (’Lesen‘ und ‘die Bibliothek als Ort‘) ernster zu nehmen, gibt ein spannendes Interview zum seinem Thema in LIS Radio (University of Missouri – Columbia »» School of Information Science and Learning Technologies) (ein paar knappe Zitate daraus):

“One of the beauties of libraries is that they are voluntary institutions”

“We haven’t got into this kind of scholarship that gives us the vocabulary to understand it.”

“These aspects are not reflected in the LIS curriculum.”

“We need more humanities research methods in LIS and not only social science methodology. … a different set of intellectual bag.”

“There are more libraries than there are McDonalds Restaurants.”

“We need a core course in our LIS curriculum which puts reading in another view – as serious reading which is not only literacy but has to do with all its social aspects of building communities. Serious reding (eg. fiction reading) as opposed to mere reading (like email-reading)”

Wirklich etwas für den mp3-player.

Der Ausgangspunkt einer ongoing debate über die blinden Flecke der Bibliothekswissenschaft: Wiegand, Wayne A.: Tunnel Vision and Blind Spots. What the Past Tells Us about the Present; Reflections on the Twentieth-Century History of American Librarianship. In: Library Quarterly, 69 (1999), 1-32.

(vgl. auch: Hobohm, Hans-Christoph: Desiderate und Felder bibliothekswissenschaftlicher Forschung. In: Bibliothekswissenschaft quo vadis? = Library Science quo vadis?  Eine Disziplin zwischen Traditionen und Visionen ; Programme Modelle Forschungsaufgaben. Mit einem Geleitwort von Guy St. Clair und einem Vorwort von Georg Ruppelt, hrsg. v. Petra Hauke, München: Saur, 2005, S. 47-64.)

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Aug 30 2006

Virtuelle Bibliotheken

Zentralbibliothek in SecondLife

Mark Buzinkay weist in seinem Blog auf den zunehmenden Ausbau von Virtuellen Bibliotheken hin (diesmal wirkliche und nicht solche hybriden Undinge wie die ViFas). Es sei an dieser Stelle erlaubt, auf einen älteren Artikel von mir hinzuweisen, wo die ActiveWorlds-Bibliothek Librarea schon auftaucht – gerade weil der (print-) Publikationsort auch fast virtuell ist:

Hans-Christoph Hobohm: Bibliothek – Mythos, Metapher, Maschine. Oder: Der Ort der Bibliothek in der Lebenswelt der Stadt. In: Civitas. Geometrie und Lebenswelt. Eine Ringvorlesung zur Stadt, hrsg v. H. Kleine, Potsdam: Fachhochschule 2001, 58-65.

Katalogsaal Libraea in Active Worlds  Librarea Entrance with nice Librarian Bot

Die Entwicklung von Active Worlds zeigt gerade auch die Probleme der Kommerzialisierung der Virtuellen Welten, die Mark Buzinkay anspricht.

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