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	<title>LIS in Potsdam &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Hobohms "Library and Information Science" Blog</description>
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		<title>Braucht eine Landeshauptstadt eine Stadt- und Landesbibliothek?</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 22:02:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Potsdam gibt es eine interessante Debatte der Nachwendezeit, die sich leider an der Stadtbibliothek entzündet. Auf einer öffentlichen Bürgerversammlung (einberufen von der &#8220;Potsdamer Bibliotheksgesellschaft&#8221;) wurde in dieser Woche recht deutlich, dass es, wie die Potsdamer Neueste Nachrichten heute schreiben, eine große &#8220;Bibliothekslobby&#8221; gibt. Leider werden die Argumente der Bibliothekslobby entweder nicht gehört oder nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignleft" style="width: 221px"><img class=" " title="Entwurf des Innenraums" src="http://slb.potsdam.org/slb_gif/SLBneu-hoch.jpg" alt="Entwurf des Innenraums" width="211" height="302" /><p class="wp-caption-text">Entwurf des Innenraums des zunächst geplanten Umbaus</p></div>
<p>In Potsdam gibt es eine interessante Debatte der Nachwendezeit, die sich leider an der Stadtbibliothek entzündet. Auf einer öffentlichen Bürgerversammlung (einberufen von der &#8220;Potsdamer Bibliotheksgesellschaft&#8221;) wurde in dieser Woche recht deutlich, dass es, wie die <a href="http://www.pnn.de/potsdam/242485/" target="_blank">Potsdamer Neueste Nachrichten heute schreiben</a>, eine große &#8220;Bibliothekslobby&#8221; gibt. Leider werden die Argumente der Bibliothekslobby entweder nicht gehört oder nicht verstanden. Die Debatte entzündet sich an dem Argument der historischen Bedeutung des Ortes und vor allem der außergewöhnlichen städtebaulichen Ästhetik, die dieser Innenstadtbereich im 18. und 19. Jahrhundert (aber auch zu DDR-Zeiten) gehabt hatte. Die Fronten werfen sich gegenseitig vor, in unterschiedlicher historischer Distanz Revisionisten zu sein und sparen nicht mit Polemik und sogar Drohungen.</p>
<p>Wer gibt nur der ja meist schweigenden &#8220;Bibliothekslobby&#8221; Gehör? Bis auf Ausnahmen wie Heidenreich oder Reich-Ranicki sind Leser oder (bibliotheksbenutzende!) Bildungsbürger nicht diejenigen, die die laute Auseinandersetzung suchen. Spricht man die Verfechter der historisierenden Fraktionen darauf an, so gibt es wenig Argumente gegen eine Bibliothek. Nur vereinzelt sind die Stimmen, die immer noch denken, das &#8220;B&#8221; im Wort habe etwas mit Büchern zu tun. Auch die Symbolkraft einer Stadt- und Landesbibliothek als identifikationsstiftendem Bauwerk in einer Stadt wird keineswegs negiert. Dennoch fehlt dann allen Beteiligten offensichtlich der Mut, in beiderlei Sinn für den &#8216;Ort in der Stadt&#8217; und die &#8216;Bibliothek als Ort&#8217; eine gemeinsame Lösung finden zu wollen. Ob die Finanzierungsfrage (&#8221;Hauptstadtmittel stehen nur bis Ende 2011 zur Verfügung&#8221;) wirklich eine Erpressung der Verwaltung oder gar parteipolitischer Schachzug ist, mag ich nicht entscheiden. Das städtebauliche und haushaltstechnische Beispiel Stuttgarts (das die neue Kulturbürgermeisterin sehr gut kennt) sollte jedoch zu denken geben: hier ist aus eminenter Finanznot von den großen Plänen zu &#8220;Stuttgart21&#8243; (Ort der Stadt) nur noch mit Mühe und Not die Bibliothek als Ort übrig geblieben. Und das in einer Stadt Deutschlands von der man annahm, es sei eine der reichsten.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.pnn.de/potsdam/241118/"><img title="geplanter Stadtgrundriss mit historischen Leitbauten" src="http://www.pnn.de/content/images/fast/61/thumbnails/heprodimagesfotos93120091201plan.jpg.264404.jpg" alt="Das Gebäude der ehem. WAB der DDR als Fremdkörper im 18. Jhd." width="220" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Das Gebäude der ehem. WAB der DDR als Fremdkörper im 18. Jhd.</p></div>
<p>Es dreht sich darum, dass es irgendwie nicht gelingen will, in dem historischen Grundriss eine zentrale Funktion des städtischen Lebens zu integrieren (z.B sichtbar wie in Münster oder Ulm). Die in der Grafik eingezeichneten Gebäude existieren alle noch nicht und haben auch noch keine Nutzungsbestimmung bis auf die rosa Ecken. Dennoch sollen auch die rot eingezeichneten gebaut werden. Aber auch in dem bisherigen Entwurf des Architekten ließe sich sicher andere Formen der Raumnutzung und Gestaltung finden, die der Funktion und dem Gehalt einer Bibliothek gerecht würden und gleichzeitig den Ort in der Stadt respektieren. Dafür gibt es ja genügend Beispiele in der jüngeren deutschen und europäischen Baugeschichte.</p>
<p>Ich kann die Situation nur so interpretieren, dass die meisten öffentlichen Diskutanten persönlich keine Stadtbibliothek brauchen. Und das stimmt ja auch. Sie sind meist nicht die eigentliche Zielgruppe, und ob ihre Kinder die Bibliothek brauchen, scheint meist auch keine Rolle zu spielen. Richtig ist auch, dass die aktuellen (Noch-)Nutzer der Stadtbibliothek in gewisser Weise zur &#8220;alten Welt&#8221; gehören, denn über die nun schon fast zwanzig jährige Nachwende-Debatte um die Stadt- und Landesbibliothek hat diese &#8211; vor allem wegen des lange Zeit enorm reduzierten Bestandsaufbaus und der zunehmend schlechten Aufenthaltsqualität im Gebäude &#8211; viele ihrer eigentlich gewünschten Nutzer verloren. Ihre &#8220;Bibliothekslobby&#8221; &#8211; ihre Stammnutzer -  scheinen ewig gestrige Buchleser zu sein. Damit erscheinen Nutzer und aktuelles Gebäude in ähnlichem Licht und vielen recht fremd. Wir wissen, dass es in Deutschland das Fremde, das Andere immer sehr schwer hat und schnell in die &#8216;interessantesten&#8217; Schubladen gesteckt wird. Zum Glück wird von manchen doch noch oder wieder erkannt, dass Bibliotheken Bildungseinrichtungen sind &#8211; mit dem Problem allerdings, dass Bildung mit Buch gleichgesetzt wird.</p>
<p>Im gleichen Haus findet in diesen Tagen im anderen, abzureißenden Flügel die <a href="http://www.play09.de/" target="_blank">play09</a> statt, die kreativen Umgang mit den Neuen Medien unter dem Stichwort &#8220;creative gaming&#8221; demonstriert und erproben lässt. Dort sind die jungen und aktiven potenziellen Bibliotheksnutzer, die die Bibliothek verloren hat, und die die Lobby sein könnten. Solche Zielgruppen, Medien und Aktivitäten (die aber paradoxerweise noch fremder erscheinen) gehören in das Herz der modernen Stadt, in ihren normalerweise niederschwelligsten und höchst symbolträchtigen öffentlichen Aufenthaltsort, den die Bibliothek darstellen sollte. Schauen Sie mal im &#8216;Schaufenster&#8217; der FH Potsdam vorbei für ein mögliches Beispiel für moderne bibliothekarische Arbeit.</p>
<p><a href="http://bildungstadtschloss.wordpress.com/2009/11/27/stadt-und-landesbibliothek-potsdam-gewollte-entwicklung-oder-zufall/" target="_blank">weitere Informationen zur gesamten Debatte in der schönen Zusammenstellung hier</a>.</p>
<p>weitere Beiträge: <a href="http://hobohm.edublogs.org/2009/11/25/stadtbibliothek-potsdam-weiter-spielball-offentliche-diskussion/" target="_blank">Spielball</a>, <a href="http://hobohm.edublogs.org/2008/05/30/was-ist-ein-wissensspeicher/" target="_blank">Wissensspeicher</a><br />
in der  tag-Wolke: &#8220;<a href="http://hobohm.edublogs.org/tag/stadt-und-landesbibliothek-potsdam/" target="_blank">Stadt- und Landesbibliothek Potsdam</a>&#8220;</p>
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		<title>Stadtbibliothek Potsdam weiter Spielball (öffentliche Diskussion)</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 21:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Institutionen]]></category>
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		<description><![CDATA[

Am Dienstag, dem 1. Dezember 2009, 19.00 Uhr, werden im Alten Rathaus in Potsdam (Alter Markt, neben der FH) die Pläne zum Umbau der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zum neuen &#8220;Wissensspeicher&#8221; erneut öffentlich vorgestellt.
An verschiedenen Stellen ist in letzter Zeit der Beschluss zur Renovierung des alten DDR Gebäudes der &#8220;Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek&#8221; des Bezirks in Frage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-417" title="pbg" src="http://hobohm.edublogs.org/files/2009/11/pbg.JPG" alt="pbg" width="295" height="149" /></p>
<p>Am Dienstag, dem 1. Dezember 2009, 19.00 Uhr, werden im Alten Rathaus in Potsdam (Alter Markt, neben der FH) die Pläne zum Umbau der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam zum neuen &#8220;Wissensspeicher&#8221; erneut öffentlich vorgestellt.</p>
<div>An verschiedenen Stellen ist in letzter Zeit der Beschluss zur Renovierung des alten DDR Gebäudes der &#8220;Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek&#8221; des Bezirks in Frage gestellt, obwohl es einen Stadtverordnetenbeschluss dazu schon gibt. Die öffentliche Diskussion ging so weit, dass der Oberbürgermeister &#8220;ein Machtwort sprechen&#8221; musste.</div>
<div></div>
<div>Die Debatte um die Zukunft der Potsdamer Stadtbibliothek ist ein Beispiel für die aktuellen Problemlagen und Missverständnisse der Bildungspolitik in Deutschland und speziell in Brandenburg. Interessant ist vor allem der Kontrast zwischen den Empfehlungen der internationalen Unternehmensberatungsgesellschaft (Price Waterhouse Cooper) zur Einsparung und der auf rein architektonische (=Bau-) Fragen fokussierten Diskussion der Potsdamer Bürgerschaft. Den Wert und die Funktion der Bibliothek als qualitätsorientierte Bildungs- und Informationseinrichtung übersieht man gefliessentlich.</div>
</div>
<div></div>
<div>Dazu gibt es auch eine Stellungnahme in einem offenen Brief der Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e.V. (Auszug):</div>
<blockquote>
<div><em>Die Potsdamer Bibliotheksgesellschaft nimmt mit Verwunderung zur Kenntnis, dass die Standortfrage um die Bibliothek mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit von verschiedenen Interessengruppen thematisiert wird, so auch auf der Veranstaltung „Potsdamer Mitte im Dialog“ am 17. d.M. Hier wurde deutlich, dass man dem Problem auch mit befremdlichen Mitteln zu Leibe rückt. In einer Computer-Simulation über sogenannte Leitbauten wurde in der Art einer Puppenstube die Mitte vorgestellt und ganz allmählich auch auf den gegenwärtigen Zustand der Bibliothek hingeführt. Es war klar, dass der Kontrast beim Publikum den erwünschten Erfolg hatte. Es wurde noch nicht einmal der Versuch unternommen, das Gebäude durch entsprechende Fassadenänderungen, die durch Simulationen ja möglich wären, einzuordnen als Übergang des Ensembles der  historischen Mitte in das eigentliche Zentrum der Stadt.</em></div>
</blockquote>
<div>In der Einladung zu der Veranstaltung heißt es:</div>
<blockquote><p><em>„Es geht nicht nur um die dringend notwendige Sanierung und Instandhaltung des Gebäudes, sondern auch um eine neue inhaltliche Ausrichtung. Gemeinsam mit der Volkshochschule wird ein Ort des lebenslangen Lernens für alle entstehen“, so die Direktorin Marion Mattekat. Der Vorsitzende des Fördervereins Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e.V., Dr. Jochen Kranert, ergänzt: „Die sanierte Bibliothek wird entscheidend zur Belebung der  Potsdamer Mitte beitragen.“</p>
<p>Die Potsdamer Bibliotheksgesellschaft e. V. mit ihrem Vorsitzenden, die Direktorinnen der Stadt- und Landesbibliothek und der Volkshochschule, die Kulturbeigeordnete, Vertreter des Fachbereichs Stadterneuerung und Denkmalpflege, der Kommunale Immobilienservice sowie der beauftragte Architekt werden an der Veranstaltung teilnehmen.</p>
<p>Mit der Veranstaltungsreihe „Potsdamer Mitte im Dialog&#8221; möchte die Landeshauptstadt in Kooperation mit den Innenstadt-Vereinen die Projekte der Potsdamer Mitte einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Auch der Dialog zwischen Bürgern und Verwaltung soll mit der Reihe intensiviert werden. „Der neue Wissensspeicher soll zu einem lebendigen Ort der Begegnung werden. Die öffentliche Diskussion über das neue Gebäude und seine Nutzung ist deshalb ausdrücklich erwünscht“, stimmt [die Kulturbeigeordnete] Dr. Iris Magdowski auf den Abend ein.</em></p></blockquote>
<p>Man darf gespannt sein auf den Abend. Schön wäre eine große Beteiligung auch der für Bildung streikenden Studierenden der Bibliothekswissenschaft in Stadt und Land.</p>
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		<title>Neue Medien &#8211; Internet &#8211; Kommunikation</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 18:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Ort der Bibliothek]]></category>
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		<description><![CDATA[
Auch wenn die Texte etwas älter sind &#8211; in Internetzeitrechnung vier Jahre alt &#8211; habe ich doch einiges gelernt durch einen Lektürefund auf der Gamescom im Sommer (Reisen bildet). Dort hatte ich ein Heft der Zeitschrift &#8220;Aus Politik und Zeitgeschichte&#8221; mitgenommen; ein Medium, das ich sonst nicht so sehr verfolge&#8230;
Das Heft vom September 2008 (Gesamt-PDF [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bpb.de/publikationen/BKRM30,0,0,Aus_Politik_und_Zeitgeschichte.html" target="_blank"><img class="alignnone" title="APUZ" src="http://www.bpb.de/cache/images/KJV4IA_80x115.jpg" alt="" width="80" height="115" /></a></p>
<p>Auch wenn die Texte etwas älter sind &#8211; in Internetzeitrechnung vier Jahre alt &#8211; habe ich doch einiges gelernt durch einen Lektürefund auf der <a href="http://www.gamescom.de/" target="_blank">Gamescom</a> im Sommer (Reisen bildet). Dort hatte ich ein Heft der Zeitschrift &#8220;<a title="APUZ" href="http://www.bpb.de/publikationen/BKRM30,0,0,Aus_Politik_und_Zeitgeschichte.html" target="_blank">Aus Politik und Zeitgeschichte</a>&#8221; mitgenommen; ein Medium, das ich sonst nicht so sehr verfolge&#8230;</p>
<p>Das <a href="http://www.bpb.de/publikationen/X08XMV,0,0,Neue_Medien_Internet_Kommunikation.html" target="_blank">Heft vom September 2008</a> (<a href="http://www.bpb.de/files/OUOX87.pdf" target="_blank">Gesamt-PDF kostenlos</a>) befasst sich recht intensiv mit den aktuellen Entwicklungen, die uns die neuen Medien um das Internet bescheren: Web2.0, Computerspiele, Virtualität, Globalisierung&#8230;</p>
<blockquote><p>Inhalt</p>
<p>Editorial (Katharina Belwe)<br />
Raumzeitliche Struktur im Internet (Christian Stegbauer)<br />
Globalisierung der Medien und transkulturelle Kommunikation (Andreas Hepp)<br />
Aus Vielen wird das Eins gefunden &#8211; wie Web 2.0 unsere Kommunikation verändert (Miriam Meckel)<br />
Perspektiven eines alternativen Internet (Rainer Winter)<br />
Internetnutzung von Migranten &#8211; ein Weg zur Integration? (Kathrin Kissau)<br />
Kinder und Jugendliche zwischen Virtualität und Realität (Uwe Buermann)<br />
Psychische Folgen der Internetnutzung (Nicola Döring)</p></blockquote>
<p>Besonders lesenswert finde ich Christian Stegbauer, Nicola Döring und Miriam Meckel.</p>
<p>Stegbauer kann mit vielen empirischen Befunden belegen, wie sehr die scheinbare Virtualisierung des Internet eher das Analoge und die lokale Verräumlichung begünstigt und Nicola Döring bietet ebenfalls ine interessante Sichta uf die positiven psychiologischen Effekte der Internet-Nutzung: &#8220;Internet macht glücklich&#8221;, während Mirianm Meckel sehr schön den aktuellen Kenntnisstand zu Web2.0 zusammenfasst.</p>
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		<item>
		<title>LIS Berufe: Ausmaß der Änderungen unklar</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2009/05/14/lis-berufe-ausmas-der-anderungen/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 20:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Curriculum]]></category>
		<category><![CDATA[FHP Fb5]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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		<category><![CDATA[Tagung]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet heute über die Tagung des Fachbereichs in knapper, aber recht korrekter Weise. (Nach den vielen negativen Erfahrungen, die wir mit der Presse in den letzten Wochen gemacht haben eher ein positives Beispiel). Schade nur, dass wieder so wenig Platz für das so wichtige Thema der Informationsgesellschaft bleibt.
TAGUNG: Archivar im Zeitalter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.zeitungsteam-koeln.de/portal/vms_verlage/pics/logos/Maerkische-Allgemeine.png" alt="" width="187" height="35" /></p>
<p>Die <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11507906/64289/Potsdamer-Diskussion-ueber-die-Zukunft-eines-Berufsstandes-Ausmass.html" target="_blank">Märkische Allgemeine Zeitung</a> berichtet heute über die Tagung des Fachbereichs in knapper, aber recht korrekter Weise. (Nach den vielen negativen Erfahrungen, die wir mit der Presse in den letzten Wochen gemacht haben eher ein positives Beispiel). Schade nur, dass wieder so wenig Platz für das so wichtige Thema der Informationsgesellschaft bleibt.</p>
<blockquote><p><strong>TAGUNG: Archivar im Zeitalter des Internets</strong></p>
<p><strong>Potsdamer Diskussion über die Zukunft eines Berufsstandes / Ausmaß der Änderungen oft nicht klar<br />
</strong></p>
<p>„Wer braucht noch Archivare?“, fragte unlängst Ulrich Kampffmeyer von der Hamburger Project Consult Unternehmensberatung auf einer Tagung an der Fachhochschule Potsdam (FHP). Tatsächlich scheint im Zeitalter digitaler Informationsverarbeitung diese Frage nicht abwegig. Doch bei dem Potsdamer Treffen mit 95 Teilnehmern stellte sich heraus, dass der Berufsstand des Archivars und Bibliothekars auch in der Welt des Internets und der E-Books nicht am Ende ist.</p>
<p>In gewisser Weise würden Vermittler von Information sogar wichtiger, so Kampffmeyer. Ähnlich denken Marc Rittberger vom Hochschulverband Informationswissenschaften und Matthias Ballod von der Universität Koblenz. Kampffmeyer selbst konnte allein 18 Firmen benennen, die neue Archivare einstellen wollen. Die Beschäftigten in solchen Unternehmen verstehen sich heute als Informationsspezialisten, die wissen, wo wichtige Informationen zu finden sind und was überhaupt als wichtige Information zu gelten hat.</p>
<p>Diese Einschätzungen teilt auch der Dekan des Fachbereiches an der FHP, Hans-Christoph Hobohm. „Wir haben ein eher optimistisches Bild von der Zukunft, das allerdings getrübt wird durch die extrem schnelle Entwicklung.“ Die Innovationen moderner Kommunikations- und Informationstechnologien überforderten manchmal auch die Möglichkeiten der FHP. Die Hochschule versucht, den Zeitläuften mit Lehrangeboten wie „Einführung in relationale Datenbanken“ oder „Internetrecherche und Informationssysteme“ gerecht zu werden. Das größte Problem sei allerdings, dass den im Beruf stehenden Archivaren der Umfang des Umbruchs meist noch nicht ausreichend bewusst sei. Zum Beispiel müssten sie sich erst noch daran gewöhnen, dass ihnen angesichts digitaler Verwaltung und Kommunikation nicht mehr automatisch wichtige Papiere zur Verwahrung übergeben würden.</p>
<p>„Archivare müssen heute am Anfang stehen, nämlich dort, wo die Entscheidungen und Prozesse beginnen“, so Hobohm. Sie müssten die Entscheidungsträger zum Beispiel in Unternehmen auf die Wichtigkeit bestimmter Informationen hinweisen und bewahrenswerte Information von vorneherein auswählen. „Unternehmen müssen außerdem davon überzeugt werden, dass sich Investition in Information auszahlt.“ Das erfordere soziale Kompetenz und Kenntnis des jeweiligen Fachbereiches, etwa einer bestimmten Unternehmensstruktur oder eines wissenschaftlichen Feldes.</p>
<p>Dass diese komplexen Aufgaben jemals von Rechnern automatisiert werden könnten, glaubt der Dekan nicht. Nur Menschen seien in der Lage, sich schnell ändernde Realitäten richtig zu erfassen. Und nicht zuletzt liefen die wirklich wichtigsten Informationen nach wie vor von Mensch zu Mensch. (Von Rüdiger Braun)</p>
<p>MAZ vom 14.5.2009</p>
<p>vgl. <a href="http://hobohm.edublogs.org/2009/05/03/wir-brauchen-info-oko-krieger/" target="_self">vorherige Posts</a></p></blockquote>
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		<title>Diskursanalyse in der Geschichtswissenschaft</title>
		<link>http://hobohm.edublogs.org/2009/04/10/diskursanalyse-in-der-geschichtswissenschaft/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 09:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
&#8220;Très chic&#8221; titelte Oliver Jungen seinen Bericht in der FAZ vom 1.4. über eine Tagung an der Uni Düsseldorf. Die &#8220;Internationale Tagung zum Stand der Diskursanalyse in den Geschichtswissenschaften&#8221; &#8211; „Diskursiver Wandel“ versammelte die junge Generation der Historiker, die &#8211; wie Jungen schreibt -  anders als die &#8220;Altvorderen&#8221; Wehler, Evans u.a. nun auch in Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/typo3temp/pics/e7d9de3fac.jpg" alt="" width="150" height="213" /></p>
<p>&#8220;Très chic&#8221; titelte Oliver Jungen seinen Bericht in der FAZ vom 1.4. über eine Tagung an der Uni Düsseldorf. Die &#8220;<a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/geschichte/lehrstuehle/viii-geschichte-der-fruehen-neuzeit/forschung/tagungen/diskursiverwandel/tagungsbericht/" target="_blank">Internationale Tagung zum Stand der Diskursanalyse in den Geschichtswissenschaften&#8221; &#8211; „Diskursiver Wandel</a>“ versammelte die junge Generation der Historiker, die &#8211; wie Jungen schreibt -  anders als die &#8220;Altvorderen&#8221; Wehler, Evans u.a. nun auch in Deutschland die Foucaultsche Diskursanalyse für die Geschichtswissenschaft entdeckt haben. Die Tagung war sehr gut besucht von den &#8220;schwarz gekleideten&#8221; jüngsten Fans von Michel Foucault. Der <a href="http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/geschichte/lehrstuehle/viii-geschichte-der-fruehen-neuzeit/forschung/tagungen/diskursiverwandel/tagungsbericht" target="_blank">Tagungsbericht</a> zeigt ein buntes Bild dessen, was z.Zt. unter Diskurs verstanden wird und der FAZ Kommentar dazu weist zurecht auf die Beliebigkeit dieses Begriffs hin, der oft eher Motiv-  und Begriffsgeschichte hervorbringt als die machtanalytische Diskurskritik Foucaults.</p>
<p>Dennoch macht dies auf zweierlei aufmerksam: wie langsam Deutschland in der Aufnahme großer internationaler Trends ist (Foucault ist schon wieder ziemlich out in den USA) und dass eine Art Diskursanalyse dennoch im Begriff ist, Mainstream der Geschichtswissenschaft zu werden. Wenn man sich allerdings genauer anschaut, wie diese &#8220;neue&#8221; Geschichtswissenschaft betrieben wird, kann man anfangen, sich ernsthafte Sorgen darüber zu machen, ob denn genügend und die richtigen Informationsquellen für eine Diskursanalyse für die zweite Hälfte der 20sten Jahrhunderts zur Verfügung stehen werden.</p>
<p>Wie auch bei der Präsentation der <a href="http://www.create-berlin.de/create-input_de.html" target="_blank">Zukunftswerkstatt im Münzsalon letzten Mittwoch in Berlin</a> eine Zuhörerin die anwesenden Bibliothekare fragte, warum denn nur Bücher digitalisiert würden &#8211; sie meinte, warum nicht auch die digitale Informationsmedien, mit denen jetzt die meisten &#8220;Kulturschaffenden&#8221; fast ausschließlich arbeiten, nicht auch in den Digitalen Archiven und Bibliotheken vorgehalten und gesichtert würden.</p>
<p>Auf den Berufungsvorträgen zu unserer archivwissenschaftlichen Eckprofessur letzte Woche wurde mir als Nicht-Archivar (aber Sozialhistoriker) deutlich, dass die Art Material, die ich nutzen konnte zur Diskursanalyse des 18. Jahrhunderts (Prozessdokumentationen der staatlichen Zensurbehörden in Paris) ab Einführung der EDV in den Verwaltungen in der Mitte des 20. Jhds. nicht mehr möglich sein wird. Nicht weil die Daten physisch verloren gehen (&#8221;digitaler Papierzerfall&#8221;), sondern vor allem, weil es keinen gibt, der die seit 30 Jahren angewandten, elektronischen &#8220;Fachverfahren&#8221; dokumentiert / sichert. Nicht Zerfall der Informationsträger, sondern Zerfall der Institution &#8211; oder fehlende Ausdifferenzierung: aufgrund der GEschwindigkeit der Entwicklung noch (?) fehlende neue Institutionen. Archivare und Bibliothekare sollten wohl doch mehr selber fachwissenschaftliche Forschung betreiben, damit sie verstehen, was sie dokumentieren müssen.</p>
<p>Wieder einmal sieht man dabei, dass Information ziemlich wenig mit Informations<em>technik</em> zu tun hat, sondern eher der &#8220;Balken im Auge&#8221; ist. Und in diesem Sinn bin ich recht froh, schon zur älteren Generation zu gehören. Nur meinen Sohn bedauere ich.</p>
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		<title>Bibliotheken hoch im Kurs (von Potsdam bis Chicago)</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 20:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ort der Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[outcome]]></category>
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Während die Stadtbibliothek in Potsdam zum ersten Mal seit zehn Jahren steigende Benutzerzahlen meldet (Auswertung der Ausleihstatistik 2008 ergibt Modellnutzer: &#8220;Krimifan mit Modemacke&#8220;), wird aus den Vereinigten Staaten berichtet, dass dort Bibliotheken eine zunehmend wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise spielen. Der amerikanische Bibliotheksverband wies schon mehrfach auf die dramatisch gestiegenen Nutzerzahlen hin, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://biberweb.bibliothek.potsdam.de/kibi/kibi/default.htm" target="_blank"><img src="http://www.lesen-in-deutschland.de/files/pic_small/KinderbibliothekPotsdam-text.jpg" alt="Leser in der SLB Potsdam (Photo Rainald Gohr)" width="250" height="244" /></a></p>
<p>Während die Stadtbibliothek in Potsdam zum ersten Mal seit zehn Jahren steigende Benutzerzahlen meldet (Auswertung der Ausleihstatistik 2008 ergibt Modellnutzer: &#8220;<a href="http://www.pnn.de/potsdam/168615/" target="_blank">Krimifan mit Modemacke</a>&#8220;), wird aus den Vereinigten Staaten berichtet, dass dort Bibliotheken eine zunehmend wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise spielen. Der amerikanische Bibliotheksverband wies schon mehrfach auf die dramatisch gestiegenen Nutzerzahlen hin, die direkt auf Weiterbildungs- und Jobsuche zurückgeführt werden. (Nachtrag 14.4. auch <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11474675/60709/Bibliothek-meldet-erstmals-seit-zehn-Jahren-wachsenden-Zuspruch.html" target="_blank">MAZ hat dies am 4.4. gemeldet</a>, via <a href="http://log.netbib.de/archives/2009/04/14/aufschwung-dank-besserer-ausstattung/" target="_blank">Netbib: &#8220;Aufschwung durch bessere Ausstattung&#8221;)</a></p>
<p>Hierfür sind die amerikanischen Bibliotheken ja auch gut aufgestellt, da sie immer schon den praktischen Nutzenaspekt in den Vordergrund gestellt haben. Eine neue Funktion bereitet den Bibliotheken allerdings Sorgen. So beschreibt die <a href="http://m.heraldtribune.com/ht/db_3633/contentdetail.htm;jsessionid=B4A27421E64A8077C56984D1298EC2E4?contentguid=NdD3PRAb&amp;storycount=19&amp;detailindex=4&amp;full=true#display" target="_blank">International Herald Tribune</a> am 4. April 2009 aus der Arlington Heights Memorial Library, nicht nur die zunehmende Zahl der Jobsuchenden in der Bibliothek, sondern schildert auch drastisch die psychologischen und sozialen Konsequenzen der Arbeitslosigkeit. Bibliothekare werden hier immer mehr zu Sozialarbeitern, die abends die Obdachlosen betreuen müssen und immer öfter auch mit Gewalt konfrontiert werden, die sich in den Freiraum der Bibliotheken ausbreitet. Sie sind zwar &#8220;Häfen im Sturm&#8221; der Wirtschaftskrise, aber die Menschen bringen ihre Depression und Aggression mit in diesen Hort. Die Bibliothekarinnen fühlen sich überfordert in dieser neuen Rolle:</p>
<p><a href="http://m.heraldtribune.com/ht/db_3633/contentdetail.htm;jsessionid=B4A27421E64A8077C56984D1298EC2E4?contentguid=NdD3PRAb&amp;storycount=19&amp;detailindex=4&amp;full=true#display"><img src="http://m.heraldtribune.com/media/render.htm?m=5744887&amp;width=320" alt="" width="320" height="213" /></a></p>
<p>Bibliothekarin in Arlington Heights (Vorstadt von Chicago)</p>
<blockquote><p>&#8220;I guess I&#8217;m not really used to people with tears in their eyes,&#8221; said Rosalie Bork, a reference librarian in Arlington Heights, a well-to-do suburb of Chicago. &#8220;It has been unexpectedly stressful. We feel so anxious to help these people, and it&#8217;s been so emotional for them.&#8221;</p></blockquote>
<p><span id="more-386"></span></p>
<p>Hier der Text aus der PNN Online Ausgabe vom 4.4.2009:</p>
<h2>Krimifans mit Modemacke</h2>
<p class="teaser">Erstmals seit zehn Jahren hat die Stadt- und Landesbibliothek wieder steigende Nutzerzahlen <span class="date"> (04.04.09)</span></p>
<p class="text">Innenstadt &#8211; Die Potsdamer sind modeverrückte Krimifans mit Minderwertigkeitskomplexen. Das zumindest legt die Ausleihstatistik der Stadt- und Landesbibliothek nahe: Am häufigsten entliehen wurden demnach im vergangenen Jahr bei den Filmen „Der Teufel trägt Prada“. 55 Mal, also jede Woche, wurde die Modeszenen-Satire ausgeliehen. In der Belletristik-Abteilung landeten die Stieg-Larsson-Krimis mit 24 Entleihungen auf Platz eins und bei den Sachbüchern war „Liebe Dich selbst und es ist egal, wen du heiratest“ mit 16 Entleihungen der Renner.</p>
<p>Solche Daten kann Bibliotheksleiterin Marion Mattekat in diesem Jahr zum ersten Mal nennen: Möglich wird die titelgenaue Auswertung durch die neue Software, die seit mehr als einem Jahr läuft. In der technischen Ausstattung und dem größeren Etat für Neuanschaffungen sieht Mattekat den Grund für die positive Entwicklung der Nutzerzahlen.</p>
<p>Denn erstmals seit zehn Jahren hat die Stadt- und Landesbibliothek mehr Nutzer als im Vorjahr, erklärte die Bibliothekschefin gestern vor Journalisten. 14 171 aktive Nutzer gab es 2008. Das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr mit 13 413 Nutzern. Die Zahl der Entleihungen stieg in der gleichen Zeit von 808 000 auf 923 000. Dabei war jedoch jede dritte Entleihung kein Buch, sondern kommt aus dem Bereich audiovisuelle Medien. Ein weiteres Drittel machten die Fachbücher aus. Das dritte Drittel teilten sich Romane und Kinderbücher.</p>
<p>In diesem Jahr wollen Mattekat und ihre gut 40 Mitarbeiter verstärkt auf neue Medien und neue Nutzergruppen setzen: So können Bibliothekskunden seit Januar kostenlos den Internet-Informationsdienst „Munzinger“ nutzen. Auch die 2008 begonnene Kooperation mit dem Kindersoftwarepreis „Tommi“ soll 2009 fortgesetzt werden. So gebe es einmal wöchentlich einen Spiele-Nachmittag, an dem Kinder unter Anleitung neue Videospiele ausprobieren könnten.</p>
<p>Während die Bibliothek wie in den Vorjahren mit Einstellungsstopp arbeitet, soll der Etat für Neuanschaffungen weiter steigen: Waren es 2008 noch 200 000 Euro, sollen jetzt 240 000 Euro, im Jahr 2012 sogar 329 000 Euro für neue Bücher und Medien ausgegeben werden. Gut angelegtes Geld, wie Mattekat vorrechnete: So hätten die Neuzugänge – insgesamt 21 000 Medien – im Jahr 2008 immerhin 24 Prozent der Entleihungen ausgemacht.</p>
<p>„Bildungsschwache Schichten“ will die Bibliothekschefin durch die Mitarbeit im von der Volkshochschule initiierten „Alphabündnis Potsdam“ und durch die Kooperation mit der Arbeitsagentur erreichen. Momentan machten ALG-II-Empfänger nur fünf Prozent der Nutzer aus, obwohl der Bibliotheksausweis für sie kostenlos ist.</p>
<p>Die größte Baustelle kommt Ende des Jahres auf die Stadt- und Landesbibliothek zu: Der Umbau des Gebäudes nach den Plänen des Potsdamer Architekten Reiner Becker. Einen Zeitplan für die Bauarbeiten gebe es allerdings noch nicht, sagte Mattekat: „Ich gehe davon aus, dass wir mindestens bis Oktober normal weiterarbeiten.“ Ob der Umbau bei laufendem Betrieb geschehen kann, werde derzeit noch geprüft. Mit der Neueröffnung 2012 werde es auch wieder ein Café geben – dann im Erdgeschoss. Die bisherige Betreiberin des Lesecafés auf der ersten Etage habe „ein lukrativeres Angebot“ gefunden.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Hier der Text aus der Mobilphone-Ausgabe der <em>Herald Tribune</em>, der mit der Printausgabe identisch ist:</p>
<div id="searchform">
<form action="/ht/search.htm" method="get">ARLINGTON HEIGHTS, Ill. &#8211; The public library here had just closed its doors one evening in December when two homeless men who had been using the stacks as shelter from the cold got into a fight on the outside steps. What began as bickering took a violent turn when one of the men pulled out a knife and stabbed the other six times, leaving him bleeding beside the book drop. Like libraries across the country, Arlington Heights Memorial had strived to keep pace with the changing times, ensuring its relevance in the digital age by becoming something of an indoor town square, and emphasizing that its money-saving services catered to the community&#8217;s needs. These days, however, community need reaches far beyond reference help &#8211; and in many libraries, it is turning a normally tranquil place into an emotional and stressful hotbed. As the national economic<a name="display"> </a> crisis has deepened and social services have become casualties of budget cuts, libraries have come to fill a void for more people, particularly job-seekers and those who have fallen on hard times. Libraries across the country are seeing double-digit increases in patronage, often from 10 percent to 30 percent, over previous years. But in some cities, this new popularity &#8211; some would call it overtaxing &#8211; is pushing libraries in directions not seen before, with librarians dealing with stresses that go far beyond overdue fines and misshelved books. Many say they feel ill-equipped for the newfound demands of the job, the result of working with anxious and often depressed patrons who say they have nowhere else to go. The stresses have become so significant here that a therapist will soon be counseling library employees. &#8220;I guess I&#8217;m not really used to people with tears in their eyes,&#8221; said Rosalie Bork, a reference librarian in Arlington Heights, a well-to-do suburb of Chicago. &#8220;It has been unexpectedly stressful. We feel so anxious to help these people, and it&#8217;s been so emotional for them.&#8221; Urban ills like homelessness have affected libraries in many cities for years, but librarians here and elsewhere say they are seeing new challenges. They find people asleep more often at cubicles. Patrons who cannot read or write ask for help filling out job applications. Some people sit at computers trying to use the Internet, even though they have no idea what the Internet is. &#8220;A lot of people who would not normally be here are coming in to use the computers,&#8221; said Cynthia Jones, a regional branch manager in St. Louis. &#8220;Adults complain a lot about kids just playing games and you know, ‘I need to do a résumé, or ‘I need to write, I need some help,&#8217; &#8221; Ms. Jones said. &#8220;There&#8217;s a bit of frustration.&#8221; Ms. Jones instructed her staff to tread carefully. &#8220;You don&#8217;t want to upset people,&#8221; she said. &#8220;You don&#8217;t know what might set somebody off.&#8221; Paul LeClerc, president of the New York Public Library, said résumé writing had become a major use of library computers, and every librarian in the system had received training in how to better assist patrons conduct job searches. The 40 million visits to New York libraries over the past year, he said, is the greatest ever in a 12-month period. Here in Arlington Heights, newly homeless patrons are showing up in their business suits, said Paula Moore, the library&#8217;s director. &#8220;They are living in their cars after losing a job they had for a number of years,&#8221; Ms. Moore said. The American Library Association does not keep statistics on incidents in and around libraries, but anecdotal evidence from around the country suggests that some libraries are struggling with their newfound popularity and the social ills that can come along with it. In Los Angeles, the police say the Central Public Library has become a magnet for thieves, and that, excluding shoplifting at stores, there were more thefts of personal property at the library last year than any other location in central Los Angeles. &#8220;We hope things get better,&#8221; said Lt. Paul Vernon, a spokesman for the Los Angeles Police Department, noting the difficulty of policing libraries. &#8220;The library is a place where people tend to congregate, and from a public and government standpoint, you can&#8217;t really restrict people.&#8221; In Sacramento this year, two branches of the public library temporarily stopped accepting cash as fines for overdue books, after thieves struck three times since June &#8211; in one instance, taking off with a safe filled with money. In Lynchburg, Va., a gunman shot a man outside the public library on a Monday afternoon in late January. The victim, who survived, staggered into the library bleeding and looking for help. Since then, an off-duty police officer has been hired by the library for extra security. And in Quincy, Mass., where a man was recently arrested in the library and charged with assault and battery with a dangerous weapon, among other offenses, a police officer on beat patrol now walks through the library during operating hours. Though homelessness is not new to Arlington Heights, security at the library has been tightened since the stabbing. (The man was charged with attempted murder, and the victim survived.) Although such violence is unusual, a library patron, Judi Crawford, said the scene around the building still made her uncomfortable. &#8220;I don&#8217;t like my 16-year-old son to study at the library at night anymore,&#8221; Ms. Crawford said. &#8220;If he is studying here, I make sure he stays inside until he sees me pull up, and he can just run out and get in the car.&#8221; Other things have changed at the library here, too. It has tried to anticipate the new needs of its neighborhood. Next to its welcome desk, it created a job-search desk, and it has recruited volunteer professionals to review résumés, set up a support and networking group for the unemployed, and assembled a Web site offering the best of its online resources. Officials said the library was experiencing double-digit increases in the circulation of DVDs, CDs and books on tape. The library&#8217;s many children&#8217;s programs and cultural arts events are also filled to capacity, reflecting a growing demand, linked to the economy, for free entertainment. With an estimated 2,500 patrons visiting the library every day, employees must now park at a parking lot at a nearby church. &#8220;When you walk by our new job-search desk, you see people in line and even waiting on the benches for assistance,&#8221; said Ms. Moore, the director of the Arlington Heights Memorial Library. A therapist is planning to give a workshop at the library called &#8220;Finding Hope After Losing a Job,&#8221; while also offering advice to library employees who are increasingly being thrust into the role of first responder to emotionally distraught patrons who view them as confidantes. &#8220;I&#8217;ve had people come in and talk for hours,&#8221; said Barbara Vlk, a librarian specializing in business at Arlington Heights. &#8220;More and more people are in need of help and direction.&#8221;</form>
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		<title>Raum: der dritte Pädagoge (Konvent)</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 22:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[LIS]]></category>
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		<description><![CDATA[
Loris Malaguzzi sprach vom Raum als dritten Pädagogen &#8211; nach dem ersten (den Mitschülern) und dem zweiten (dem Lehrer). Bei der Suche nach seinen Spuren treffe ich auf die Ankündigung einer Tagung des &#8220;Netzwerkes &#8216;Archiv der Zukunft&#8217; &#8211; die Intelligenz der pädagogischen Praxis&#8220;. Die Diskussion um die zunehmende Bedeutung des Ortes der Bibliothek und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="border: 1px solid black;" src="http://www.adz-netzwerk.de/files/images/newsletter/kita-bremen2.jpg" alt="" width="236" height="186" /></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Malaguzzi" target="_blank">Loris Malaguzzi</a> sprach vom Raum als dritten Pädagogen &#8211; nach dem ersten (den Mitschülern) und dem zweiten (dem Lehrer). Bei der Suche nach seinen Spuren treffe ich auf die Ankündigung einer Tagung des &#8220;<a href="http://www.adz-netzwerk.de/Konvent-Muenster/" target="_blank">Netzwerkes &#8216;Archiv der Zukunft&#8217; &#8211; die Intelligenz der pädagogischen Praxis</a>&#8220;. Die Diskussion um die zunehmende Bedeutung des Ortes der Bibliothek und der Bibliothek als Bildungseinrichtung treffen hier m.E. sehr fruchtbar aufeinander &#8211; allerdings wissen beide Berufsgruppen, die Bibliothekare und die Pädagogen, (noch) nicht voneinander.</p>
<p>Die Schule hat die Bedeutung der (Innen-)Architektur explizit entdeckt. Die Praxis der neuen Bibliotheksbauten von <a href="http://www.middelfartbibliotek.dk/Default.aspx?ID=79" target="_blank">Middlefart</a> bis <a href="http://www.senatsbibliothek.de/bau/bibl92_fotos.htm" target="_blank">Ulm</a> macht dies zumindest implizit deutlich. Es muss nur noch der Politik klar gemacht werden, dass die Bibliothek ein wichtiger Raum gerade für informelles Lernen in der Stadt ist.</p>
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		<title>FH Potsdam hilft Stadtarchiv Köln: Medienreaktionen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 14:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[FHP Fb5]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Lehrstück in praktischer Medienwissenschaft ist die Reaktion auf die kleine Pressemeldung von gestern. Zunächst war die Fachbereichseite im Internet und und das Dekanat per Telefon nicht mehr zu erreichen. Dann gab es Auftrieb der Medienvertreter: Radio (RBB) , Text und Bild (MAZ) interviewten Herrn Post und mich zu unseren Hilfsaktionen.
Es wird wohl heute nachmittag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://archiv.twoday.net/" target="_blank"><img src="http://www.wdr.de/themen/panorama/26/koeln_hauseinsturz/_img/lagerhalle_090309/7885_halle_400q.jpg" alt="Bild aus Archivalia" width="222" height="166" /></a></p>
<p>Ein Lehrstück in praktischer Medienwissenschaft ist die Reaktion auf die kleine Pressemeldung von gestern. Zunächst war die Fachbereichseite im Internet und und das Dekanat per Telefon nicht mehr zu erreichen. Dann gab es Auftrieb der Medienvertreter: Radio (RBB) , Text und Bild (MAZ) interviewten Herrn <a href="http://www.spost.info/" target="_blank">Post</a> und mich zu unseren Hilfsaktionen.</p>
<p>Es wird wohl heute nachmittag auf <a href="http://www.antennebrandenburg.de/" target="_blank">Antenne Brandenburg</a> und im <a href="http://www.inforadio.de/static/" target="_blank">InfoRadio</a> des RBB gesendet. Ggf. gibt es den Podocast dazu. <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/" target="_blank">Märkische Allgemeine Zeitung</a> wird morgen berichten mit Photo.</p>
<p>Es ist schon beeindruckend, welche Reaktionen ein konkret &#8220;fühlbarer&#8221; <strong>Informationskollaps</strong> hervorrufen kann. Der alltägliche Kollaps von Informations-, Bildungs- und Wissensstrukturen ruft bewirkt ja leider nicht so viel. Selbst wenn Wirtschaftsweise <a href="http://www.diw.de/deutsch/das_institut/abteilungen/innovation_industrie_dienstleistung/publikationen/26772.html?politikberatung_kompakt_diw=politikberatung_kompakt_diw&amp;mediennr=0052915&amp;ausgabeformat=wwwpublbereich+d+detail&amp;cmstitel=diwkompakt_2008-045.pdf" target="_blank">gravierende Zahlen warnend veröffentlichen</a>: Deutschland erst auf Platz 15 der internationalen Innovationsskala im Bildungsbereich &#8211; trotz des Hypes aller Innovationsförderung. Tendenz fallend. Es fehlen eben die Grundstrukturen des Wissens, das zu Innovation führen kann. Diesen täglichen Einsturz sieht kaum jemand. Es muss erst so symbolische Einstürze geben wie in Weimar und Köln. Dass der Konjunktureinbruch in Amerika auch in Deutschland zu <a href="http://www.ala.org/ala/newspresscenter/news/pressreleases2008/September2008/ORSharris.cfm" target="_blank">einem Ansturm auf die Bibliotheken</a> führt, ist wohl kaum zu erwarten, weil das deutsche Bibliothekswesen ja schon am Boden liegt.</p>
<p>vgl. letzten <a href="http://hobohm.edublogs.org/2009/03/10/stadtarchiv-koln-fh-potsdam-hilft/" target="_blank">Blogeintrag hier</a>.</p>
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		<title>Köln: Heimsuchung von biblischem Ausmaß</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 12:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[
In der Financial Times Deutschland ist heute zu lesen, dass einer der zwei Vermissten Jugendlichen tot geborgen wurde.
In der Fortsetzung des Textes wird Michael Knoche (via dpa) zitiert:
Für Michael Knoche, Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar, ist der Verlust des Archivguts in Köln eine &#8220;Heimsuchung von biblischem Ausmaß&#8221;. Es sei nach dem Elbe-Hochwasser in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vj-news.com/index.php/2009/03/07/koeln-die-stadt-koeln-und-die-berufsfeuerwehr-geben-bildmaterial-frei/" target="_blank"><img class="alignright" style="margin: 15px; float: right;" src="http://www.vj-news.com/wp-content/uploads/2009/03/img_6701_548_0.jpeg" alt="Bild: Stadt Köln/Feuerwehr" width="151" height="228" /></a></p>
<p>In der <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:K%F6lner-Stadtarchiv-Rettungskr%E4fte-bergen-Toten-aus-Tr%FCmmern/484190.html" target="_blank">Financial Times Deutschland</a> ist heute zu lesen, dass einer der zwei Vermissten Jugendlichen tot geborgen wurde.</p>
<p>In der Fortsetzung des Textes wird Michael Knoche (via dpa) zitiert:</p>
<blockquote><p><span style="font-style: italic;">Für Michael Knoche, Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar, ist der Verlust des Archivguts in Köln eine &#8220;Heimsuchung von biblischem Ausmaß&#8221;. Es sei nach dem Elbe-Hochwasser in Dresden und dem Brand seiner Bibliothek innerhalb weniger Jahre ein neuer dramatischer Verlust unserer nationaler Überlieferung, sagte Knoche in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. &#8220;</span><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Ich habe so das Gefühl, dass die Öffentlichkeit die Katastrophe zwar wahrnimmt, aber noch nicht die Dimension</span><span style="font-style: italic;">.&#8221; Das Unglück sei um ein vielfaches Größer als in Weimar.</span></p></blockquote>
<p>Ich kenne Michael Knoche ganz gut (war einer seiner Studenten an der Uni Köln) und schätze ihn als jemanden, der sehr realistisch bleibt und normalerweise nicht zu Übertreibungen neigt. Wenn das Zitat stimmt macht dies tatsächlich bedenklich&#8230;</p>
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		<title>Blue Shield Statement in support of the Cologne Archives</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 11:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans-Christoph Hobohm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Institutionen]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[IFLA]]></category>

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		<description><![CDATA[
(Sicher nicht nur) aufgrund meiner Intervention bei IFLA wird es ein Statement des Blue Shield Netzwerkes zum weltweiten Schutz des kulturellen Erbes zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs geben. Dank an Sjoerd Koopman und Claudia Lux!
Laufende Meldungen gehen dort schon ein. Hier ein Auszug des Textes der in Kürze (rückdatiert auf den 5.3.) auf der ICBS [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ancbs.org" target="_blank"><img src="http://www.ancbs.org/images/stories/logo/blueshield.gif" alt="" width="80" height="80" /></a></p>
<p>(Sicher nicht nur) aufgrund meiner Intervention bei IFLA wird es ein Statement des Blue Shield Netzwerkes zum weltweiten Schutz des kulturellen Erbes zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs geben. Dank an Sjoerd Koopman und Claudia Lux!</p>
<p><a href="http://www.ancbs.org/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=71&amp;Itemid=37" target="_blank">Laufende Meldungen</a> gehen dort schon ein. Hier ein Auszug des Textes der in Kürze (rückdatiert auf den 5.3.) auf der <a href="http://www.ancbs.org" target="_blank">ICBS Website</a> veröffentlicht wird:</p>
<blockquote><p><strong>ICBS Statement in support of the Cologne Archives</strong><br />
March 5, 2009</p>
<p>On the afternoon of Tuesday 3 March, the building of the Historic Archive of the city of Cologne in Germany collapsed along with two neighboring buildings. According to news reports, rescue workers are searching for people believed to be missing after the collapse. The building dated from the 1970s and contained some 65,000 original charters as well as valuable collections of maps, images, posters and files.</p>
<p>The International Committee of the Blue Shield conveys its sympathy and support for all those at the Historic Archive of the city of Cologne following this tragic incident.</p>
<p>A selection of News reports on the incident is included below:</p>
<p>In English:<br />
•    <a href="http://www.cnn.com/2009/WORLD/europe/03/03/germany.cologne.building.collapse/index.html" target="_blank">CNN</a><br />
•    <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7921988.stm" target="_blank">BBC</a></p>
<p>En français:<br />
•    <a href="http://www.lemonde.fr/archives/article/2009/03/03/le-batiment-des-archives-municipales-de-cologne-s-effondre_1162876_0.html" target="_blank">Le Monde</a><br />
•    <a href="http://www.bluewin.ch/fr/index.php/138,128781/Allemagne__un_batiment_des_archives_historiques_s_#39;ecroule_a_Cologne/" target="_blank">Bluewin.ch</a></p>
<p>Auf Deutsch:<br />
•    <a href="http://www.ksta.de/html/seiten/992279212917/" target="_blank">Kölner Stadtanzeiger</a><br />
•    <a href="http://www.koeln-nachrichten.de/lokales/neues-aus-koeln/historisches_archiv_einsturz.html" target="_blank">Köln Nachrichten.de</a></p>
<p>On behalf of the Blue Shield Organization,</p>
<p>Julien Anfruns,<br />
President<br />
International Committee of the Blue Shield (ICBS)</p>
<p>Contact Information: secretariat@icom.museum</p>
<p><span id="more-375"></span></p>
<p>For more information please contact the Blue Shield Office</p>
<p>The Blue Shield is the protective emblem of the 1954 Hague Convention which is the basic international treaty formulating rules to protect cultural heritage during armed conflicts.  The Blue Shield network consists of organizations dealing with museums, archives, audiovisual supports, libraries, as well as monuments and sites.<br />
The International Committee of the Blue Shield, founded in 1996, comprises representatives of the five Non-Governmental Organisations (NGOs) working in this field:</p>
<p>•    the International Council on Archives (www.ica.org),<br />
•    the International Council of Museums (www.icom.museum ),<br />
•    the International Council on Monuments and Sites (www.icomos.org), and<br />
•    the International Federation of Library Associations and Institutions (www.ifla.org)<br />
•    the Co-ordinating Council of Audiovisual Archives Associations (www.ccaaa.org)</p>
<p>National Blue Shield Committees have been founded in a number of countries. The Association of National Committees of the Blue Shield (ANCBS), recently founded in December 2008, will coordinate and strengthen international efforts to protect cultural property at risk of destruction in armed conflicts or natural disasters. The ANCBS has its headquarters in The Hague.</p>
<p>Association of National Committees of the Blue Shield (ANCBS)<br />
Postal address ANCBS Office:<br />
Laan van Meerdervoort 70<br />
2517 AN The Hague, The Netherlands<br />
E mail address: contact@ancbs.org<br />
Web address: www.ancbs.org<br />
Telephone: 00 31 (0)70-3466161<br />
Fax:  00 31 (0)70-3467232</p></blockquote>
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