Stellensituation für (angehende) Bibliothekar*Innen

Stellenausschreibungen August bis November 2018 (Quelle: Veröffentlichungen in Mailinglisten)

Zur Vorbereitung der Paneldiskussion am IBI am 4.12.2018 „Öffentliche Bibliotheken in Forschung und Lehre“ habe ich mir mal die Stellenausschreibungen des letzten Vierteljahrs angeschaut, die bei mir via Inetbib, ForumOEB, BAK-Bibliojobs etc. eintrudeln. Ich beobachte die Anzeigen bisher nicht systematisch, sondern nur um Vorbeiflug in meiner Mailbox (ich lösche diesen Ordner nicht). Mit meiner kurzen Strichlistenauszählung bestätigt sich mein Eindruck, dass trotz aller Euphorie für Stadtbibliotheken die Zahl der ausgeschriebenen Stellen nicht befriedigend ist – vor allem angesichts der sehr viel grösseren Anzahl an Bibliotheken in diesem Bereich. Auffaflend ist auch die vergleichsweise höhere Anzahl an FAMI-Stellen in ÖBs, aber auch die Tendenz, innerhalb der Besoldungsstufen die Eingruppierungsstufen auszureizen, d.h. z.B. FAMI-Stellen bis zu E9 auszuschreiben. Außerdem fällt auf, dass eine große Anzahl an Stellen von den ganz großen Playern im Berufsfeld kommen (TIB, ZBW, SBB, DNB) – aber auch viele Stellen bei nicht universitären Forschungseinrichtungen angeboten werden.

Eine tiefergehende inhaltliche Analyse könnte zusätzlich zu Tage bringen, dass der Anteil der „Bibliotheksinformatiker“ nicht so hoch ist wie erwartet (aber vielleicht werden diese Stellen woanders veröffentlicht: die wenigen reinen Informatikerausschreibungen oder Stellen mit Anforderungen mit gänzlich nicht bibliothekarischem Anforderungen (Finanzen, Recht) habe ich nicht berücksichtigt.), dass aber doch der Themenbereich Data-Kurator, Daten-Management, und Open Access z.Zt. gut vertreten ist.

 

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