Community, Gemeinschaft, Gemeinde

Anfang März 2017 hatte ich eine Einladung zu Rudolf Mumenthaler und Karsten Schuldt, einen Gastvortrag zu halten im Seminar „Aktuelle Trends in der Bibliothekswissenschaft“ an der HTW Chur. Ein schöner Anlass, einmal genauer zusammenzutragen, was es mit dem Konzept der Community auf sich hat, von der wir nicht nur im Wissensmanagement („communities of practice“), sondern gerade auch im „New Librarianship“ von David Lankes zunehmend sprechen.  Interessant vor allem, dass z.Zt. tatsächlich Ferdinand Tönnies ohne jede Vorbehalte „wieder entdeckt“ wird. Für mich klingt Gemeinde noch immer etwas eigenartig. Als Hartmut Rosa in einer ersten Reaktion auf seine Zeitdiagnose damit anfing, „Heimat“ als Gegenindikation zu diskutieren, war ich recht irritiert. Umso interessanter ist dann seine umfassende Studie „Resonanz“ ausgefallen. Aber auch Capurros „Whoness“ oder selbst Floridis Sorge um die Aufmerksamkeit“ (im „Onlife Manifesto“) passen hier sehr gut ins das Gesamtbild: wir brauchen wieder ein Bewusstsein der Notwendigkeit von Gemeinschaft – in einem ganz anthropologischen, neutralen Sinn.

 

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