Embodied Cognition in Design Thinking und Informationswissenschaft

Komponenten des Design Thinking

Zum Jubiläum der Potsdam School of Design Thinking gab es verschiedene Berichte in der Presse. U.a. ein schönes Interview mit Ulrich Weinberg, dem Leiter der D-School mit dem Titel “Mit den Händen Denken” (PNN, 21. Sept. 2012). Hier sieht man einmal wieder was Blaise Cronin unlängst in einem pointierten Artikel über den Zustand der Informationswissenschaft geschrieben hat [1. Cronin, Blaise: "The waxing and waning of a field: reflections on information studies education" Information Research, 17(2012),3 paper 529. Available at http://InformationR.net/ir/17-3/paper529.html].  Informationswissenschaftliche Ansätze sind mittlerweile überall anzutreffen und es ist kaum noch zu unterscheiden, ob es sich um einen Import oder einen Export derselben handelt. Tragischerweise sind die anderen Disziplinen meist “mächtiger”, so dass in der Tat unsere Disziplin aus dem Fokus gerät. Oder aber es gibt “mainstreamige” Entwicklungen, die die Informationswissenschaft analog zu anderen Disziplinen aufnimmt, wie etwas den Spatial Turn oder die Netzwerktheorie (etwa mit Bruno Latours ANT). Exemplarisches Beispiel dafür eben der methodische Ansatz des Design Thinking, das explizit auf Erkenntnisse der “Embodied Cognition” aufbaut [1. Dourish, Paul: Where the action is : The foundations of embodied interaction. Cambridge, Mass : MIT Press, 2001.]. Harald Reiterer und sein Team hat schön demonstriert, dass dies auch für die Informationswissenschaft, bzw. die von ihr entwickelten Systeme gelten kann [1. Heilig, Mathias ; Demarmels, Mischa ; Huber, Stephan ; Reiterer, Harald: Blended Library : Neue Interaktionsformen für die Bibliothek der Zukunft. In: i-com 9 (2010), Nr. 01, S. 46-57.]. In unserem Masterstudiengang Informationswissenschaften versuche ich in dem Track Wissenstransfer ebenfalls solche Ansätze mit aufzunehmen – zugegeben auf einem anderen Niveau als das HPI ;-( . Die multidisziplinären Teams (s. Grafik zu den Komponenten des Design Thinking oben[1. http://www.hpi.uni-potsdam.de/d_school/designthinking/komponenten.html] ) sind hier inhärent gegeben durch die verschiedenen Berufsfelder (ABD + M) unserer Studierenden, die Thematik der Räumlichkeiten ist Thema durch den Ansatz der dritten Generation des Wissensmanagements (“ba” von Nonaka/Takeuchi) und der Design Thinking Process taucht mit der Transferwissenschaft ebenfalls implizit wieder auf. In der Beschreibung des Design Thinking wird allerdings kein Bezug auf die Informationswissenschaft genommen.

3 thoughts on “Embodied Cognition in Design Thinking und Informationswissenschaft

  1. Lieber Herr Klaus Anonymus,
    vielen Dank für den Link, den ich nicht hatte. Ich hatte die Papierausgabe. Sorry!

  2. Pingback: Embodied Cognition in Design Thinking und Informationswissenschaft -LIS in Potsdam « fred zimny's designing design thinking driven operations

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