Wert von Informationsarbeit: nützlicher Hinweis zur Messung des ROI von Bibliotheken

Man kann ja nicht oft genug darauf hinweisen: der Wert von Information wird stets unterschätzt. Der aktuelle Boom von Bibliotheken (international) kann auch auf die Krise zurückgeführt werden, aber der Nutzennachweis von Bibliotheken ist als Methode schon recht lange bekannt und erreicht immer wieder schöne Ergebnisse. Auf eine sehr gute Zusammenfassung von Methode und Ergebnissen wies Jürgen Plieniger schon Anfang April in der ASpB-Liste “Erfolgsnachweis von Bibliotheken”: [email protected]

Der Blog: “Library with the Leadpipe” hat den umfangreichen Beitrag über das ROI
von Bibliotheken unter dem Titel: “Are You Worth It? What Return on Investment Can and Can’t Tell You About Your Library“. Hier findet man auch viele weiterführende Literaturhinweise.

4 thoughts on “Wert von Informationsarbeit: nützlicher Hinweis zur Messung des ROI von Bibliotheken

  1. Ich frage mich manchmal, ob es nicht besser wäre wir Bildungsarbeiter würden uns vollständig der “Aufrechnung” der Bildungsarbeit verweigern.
    Ich halte das aufrechnen von Bildungswerten für ganz schlicht falsch!

    Spielt diese sehr moralische Frage eine Rolle?
    Kann man anhand des Bildungsstandes eines Menschen seinen Wert berechnen, wenn man berechnet welchen Wert die Bildungsarbeit in diesen Menschen gekostet und somit erbracht haben müßte?
    Ist das moralisch?
    Ich lehne diese Form der Profilierung ab. Bibliotheken sind keine Würstchenbuden – eine Bibliothek muß sich nicht rechnen!
    Dieses Denken gilt es zu bearbeiten – für mich.

    Ich möchte Bildungsarbeit leisten können – einfach weil es einen kulturellen Wert für die Gesellschaft und den Menschen hat – nicht weil es einen Mehrwert erwirtschaftet!

  2. Pingback: links for 2009-04-29 « Nur mein Standpunkt

  3. Sicher – es ist im Grunde letztlich ein philosophischer Ansatz. Die Antwort auf Ihre Frage liefert aber ja letztlich 1. das Grundgesetz im Allgemeinen und 2. der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Das dies nicht immer so umgesetzt wird – ok – ein Fehler der Gesellschaft bei der Betrachtung ihrer Bildungswerte – ein Grund mehr dafür zu streiten, dass sich dies ändert und es nicht hinzunehmen.

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