Archive for Februar, 2009

Feb 26 2009

Kanon der LIS Zeitschriften aus australischer Sicht

Die Excellence in Research for Australia Initiative entwickelt z.Zt. gerankte Listen von Zeitschriftentiteln praktisch aller Disziplinen. Die Geisteswissenschaften sind noch nicht ganz erfasst: hier werden die Ergebnisse erst im März erwartet. LIS ist hier unter Computer Science subsumiert, weist aber dennoch eine klassische informationswissenschaftliche Zeitschriftenliste auf, die im Prinzip den meisten Erwartungen entspricht. Einige Titel kennt man nur am Rande andere fehlen wie z.B. Ariadne. Allerdings ist die ZfBB zu finden als einzige deutsche (Wollte ich gerade abbestellen!) und Information Research ist unter den Top12.

Im Gegensatz zu ISI ist diese Ranking Liste kein reines Citation Ranking, sondern basiert auf einer komplexen Indikatirenliste. Die Grundauswahl ist allerdings etwas suspekt: die zeitschrift muss in Scopus präsent sein. Womit eine Reihe wichtiger Zeitschriften aus dem Blickfeld gerät.

Hier die Toptitel (A*) der Liste Library and Information Studies (es gibt noch die Kategorien A, B und C):

  • Annual Review of Information Science and Technology
  • Information Research-An International Electronic Journal
  • Information Systems Research
  • Journal of Documentation
  • Journal of Information Science
  • Journal of the American Society for Information Science and Technology
  • Library & Information Science Research
  • Library Quarterly
  • Library Trends
  • Management Science
  • MIS Quarterly
  • School Library Media Research

Na? Alle im Blick (im Feed)?

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Feb 23 2009

DINI Tagung: Virtuelle Forschungsumgebungen

DINI Logo

Ich hatte ja schon getwittert zur DINI-DFG Tagung Virtuelle Forschungsumgebungen letzte Woche. Jetzt durchforste ich noch mal meine Papiernotizen und möchte meinen Gesamteindruck noch mal zusammenfassen.

In seinem Einführungsvortrag hatte Prof. Schirmbacher ein paar Ausgangstexte und Literaturstellen zitiert, die ich ja auch gleich live bei delicious hinterlegt habe. Besonders beeindruckt hatte ihn: Michael Nentwichs Text zu Cyberscience aus dem Jahre 1999. Meine Lektüre des Textes auf dem Nachhauseweg von Adlerhof nach Potsdam (auf dem Smartphone: hat mir fast die Augen verdorben), ernüchterte mich etwas. Ein “Must-Read”, wie Schirmbacher sagte, ist der sicher interessante Text vor allem wegen der Grafiken und wegen seines frühen Publikationsdatums. (MPIfG Working paper 99/6)

Als Sozialwissenschaftler aus dem Bereich der Wissenschafts- und Technikfolgenforschung beschreibt er sehr klar den Wissenschaftsprozess in seinem Schaubild 1. Hier hat sich auch unter digitalen Bedingungen nichts geändert:

Die Veränderungen, die er postulierte (1999), beschreibt er in einer etwas komplexen Tabelle:

Als ganzes ist dr Text aber eben vor allem historisch interessant – wenn auch tatsächlich noch gut lesbar. Nentwich hat schließlich 2003 dann ein ganzes Buch dazu geschrieben.

Quintessenz des Vortrags von Schirmbacher war aber vor allem, dass VFU (virtuelle Forchungsumgebungen, oder vulgo: E-Science) nix wirklich neues ist. Die meisten Dinge sind schon von der NSF in den Jahren 2002/2003 angelegt worden (Vgl. die Reports dort). Europa und vor allem Deutschland kommen dann mit dem üblichen Verzug von ca. 5 Jahren hinterher, obwohl die Praxis z.B. durch die Web2.0 Technologien eigentlich schon weiter ist. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Erkenntnis, dass von den ca. 8000 Kursen im E-Learning-System Moodle der HU Berlin ein ganzes Drittel gar keine Lehrveranstaltungen, sondern Projektgruppen oder institutionelle Arbeitsumgebungen seien. In anderen Ländern (und Zeiten) spricht man hier also von Cyberinfrastructure, E-Infrastructure, E-Research und es wird immer deutlicher, dass E-Science immer weniger mit Gridtechnologie zu tun hat (wie das BMBF ursprünglich geplant hatte), sondern eher eine soziale Frage der Kooperation zwischen Wissenschaftlern ist.

Dies wurde dann auch deutlich bei einzelnen Projektvorstellungen im Laufe der Tagung: ein klassisch datenlastiges Projekt (Andreas Hense, FH Rhein Sieg) aus dem Bereich der Klimaforschung sprach plötzlich vom Münchner Modell des Wissensmanagements und zeigte interessante Schaubilder, warum gerade diese “weiche” für die meisten Informatiker sonst unverständliche Form des Wissensmanagements besonders wichtig ist für die Community of Practice der Meteorologen….

Die vorgestellten Projekte der DFG in diesem Programm überzeugten nicht alle. Interessant war zu beobachten, wie oft die DFG betonte, dass die Anträge auf Förderung in der zweiten Tranche nur Aussicht auf Erfolg hätten, wenn sie wirklich kooperativ von Wissenschaftlern und Infrastruktureinrichtungen gestellt würden. Der Programmvorläufer “Themenzentrierte Informationsnetze” hatte ja leider wenig nachhaltige reine Wissenschaftscommunity-Projekte gefördert. Unser Versuch mit b2i hier eine virtuelle, kooperative Forschungsumgebung zu etablieren wurde ja nicht verstanden, damals… (2002)

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Feb 18 2009

Zum sechsten Mal: neue Horizonte in der Bildungstechnologie

Der Horizon Report 2009 ist erschienen und beleuchtet wie immer die neuesten Trends (manche sagen Hype, aber leider werden die recht oft zu schnell Realität) in der (Hochschul-) Bildungstechnologie (manche sagen: E-Learning).

Johnson, L., Levine, A., & Smith, R. (2009). The 2009 Horizon Report. Austin, Texas: The New Media Consortium.

Aus den Key Trends:

  • Increasing globalization continues to affect the way we work, collaborate, and communicate.
  • The notion of collective intelligence is redefining how we think about ambiguity and imprecision.
  • Experience with and affinity for games as learning tools is an increasingly universal characteristic among those entering higher education and the workforce.
  • Visualization tools are making information more meaningful and insights more intuitive.
  • As more than one billion phones are produced each year, mobile phones are benefiting from unprecedented innovation, driven by global competition.

Trendzusammenfassung:

Im Klartext: im nächsten Jahr machen wir alle E-Science über Smartphones.

vgl. die vorherigen Meldungen hier.

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Feb 18 2009

Jahr der Kreativität und Innovation

Published by Hans-Christoph Hobohm under Politik, Zukunft

Wie viele Themen ein Jahr bieten kann. Neben dem Jahr der Astronomie gibt es dieses Jahr auch das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation. Letzte Woche startete dies mit einer ersten Veranstaltung ausgerechnet zum Thema: Wissensgesellschaft. (Wie sehr doch diese Begriffe immer strapaziert werden müssen!) Die deutschen “Botschafter” dieser EU-Inititiave sind der Erfinder des MP3 Algorithmus (Brandenburg) und ein Typograph.

Auf den “deutschen Internetseiten des Jahrs” sind einige interessante Initiativen versammelt. Darunter nicht nur die klassischen “Geschäftsidee-Startup-Businessplan-Wettbewerbs-Sammelverfahren”, sondern auch in der Tat Kulturelles wie der Lese-Start und der Kompetenznachweis Kultur.

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Feb 18 2009

Video-Vorlesung zu Semantic Web im Radio begutachtet

Auch das Radio interessiert sich für Semantic Web! Hat aber nicht so viel verstanden.

Vgl. auch den Beitrag von letzter Woche hier.

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Feb 12 2009

Hype vorbei! Nicht mehr bloggen: twittern, xingen, gesichtsbüchern

Benedikt Köhler (Viralmythen, furukama, ethority) erklärt, dass Twitter, Facebook, Linkedin und Xing Funktionen des früheren Bloggens übernommen haben. Er ist jetzt bei ethority, einem schicken Startup mit passendem Slogan! David Weinberger lässt grüßen.

Endlich bin ich wieder im Trend bei Twitter.

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Feb 11 2009

Vorlesungstipp: Semantic Web (als eLearning)

Wer immer schon mal wissen wollte, was das Web, Semantik, Prädikatenlogiken, das Semantic Web , Ontologien, OWL, SPARQL etc. eigentlich ist, dem sei die über Tele-Task besuchbare (öffentliche) Vorlesung von Dr. Harald Sack am Hasso-Plattner-Institut der Uni Potsdam empfohlen.

Wir setzen an der FHP auch mittlerweile den “Tele-Task-Koffer” recht erfolgreich ein. Allerdings noch nicht so öffentlich wie dies das HPI selber macht. Diese Vorlesung ist ein gelungenes Beispiel eines Gesamtmitschnitts über ein ganzes Semester. Also Zeit mitbringen beim Zuschauen.

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Feb 10 2009

Bürgerhaushalt Potsdam: Ergebnis

Published by Hans-Christoph Hobohm under Politik

Die ersten 20 Vorschläge, die in den unterschiedlichen Abstimmungsverfahren im Potsdamer Bürgerhaushalt nun der Statdtverordnetenversammlung zur weiteren Entscheidung vorgelegt wurde, konzentrieren sich sehr stark auf Fragen des Nahverkehrs. Mein Vorschlag kam mit 185 Punkten gleichauf mit einen ähnlichen Thema “Unterstützung des Naturkundemuseums” auf die Plätze 15/16. In der Grafik habe ich allerdings dieses unter Kultur klassifiziert und mein Vorschlag Nr. 17 “Ausbau von Kultur- und Medienarbeit für Jugendliche” unter Jugendkulturarbeit (dort zusammen mit Vorschlägen wie “Klärung des Jugendclubproblems”: 324 Pkte. und “Waschhaus”: 188 Pkte.).

Grafik zu Ergebnissen

In diesem Sinne liegt die Kultur- und Jugendarbeit zwar mit ca. einem Viertel der Stimmen stark hinter den Problemen des Nahverkehrs, bedenkt man aber, dass es offiziell kein “Beteiligungsgegenstand” war, ist es doch beachtlich, wieviele Bürger sich für die Bildung der Jugend einsetzen. Hoffen wir dass dies Signal genug war. Die Erfahrung direkter Demokratie war jedoch zumindest interessant.

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