Exzellenz nur mit guten Bibliotheken

Die heutige Meldung der Potsdamer Neuesten Nachrichten (s.a. die Pressemitteilung des Instituts vom 16.1.2007), dass das Golmer Albert-Einstein-Institut „im Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern eine Runde weiter gekommen“ ist, ist meines Erachtens ein erneuter Beweis dafür, wie wichtig die im Hintergrund stehenden Bibliotheken im Zusammenhang mit der aktuellen unglücklichen Elite- und Exzellenz-Debatte sind (vgl. mein Beitrag im Oktober). Die beiden Münchner Universitäten haben, wie Kollege Kaltwasser ja so schön deutlich gemacht hat, die Staatsbibliothek als Backup, die TU Karlsruhe kann ebenfalls auf eine konzeptionell und technologisch fortschrittliche Bibliothek zurückgreifen und das Max-Planck-Institut in Golm (von meinem Schreibtisch in Sichtweite) hat bekanntlich eine berüchtigt gute OPL als Informationsversorgung. Elisabeth Schlenk, u.a. z.Zt. Sprecherin der Max-Planck Bibliotheken, beeindruckte uns bei unseren regionalen Seminar-Exkursionen und Tagungen immer wieder. So sehr, dass meine Studenten am Schluss des Moduls Typologie dann sagten: „Herr Hobohm, Sie haben uns überzeugt, Spezialbibliothekar werden zu wollen.“

Das Problem ist eben nur, dass Bibliothekare mittlerweile so Service orientiert geworden sind, dass sie ihren Wert nicht deutlich genug machen, oder wie Erik Jul (Direktor des OCLC Instutes) es vor Jahren auf einer IFLA Tagung einmal den Bibliothekaren zurief: „You must make more noise!

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