Nov 12 2006
Neuerscheinung: Bibliotheken der Welt 2
Der zweite Band der Reihe “Bibliotheken der Welt” ist erschienen. Ähnlich wie der erste Band zu Finnland fasst dieser einige Tendenzen und Charakteristika der Bibliotheksszene des Landes in Beiträgen von Fachkollegen zusammen und versucht deutlich zu machen, wo Unterschiede zum deutschen Bibliothekswesen liegen könnten.
Inhaltsverzeichnis
- Rolf Busch, Hans-Christoph Hobohm: Bibliotheken in den Vereinigten Staaten von Amerika
- Holly Murten: Ein Überblick über amerikanische Bibliotheken heute
- Margaret Brown & Ann Kennedy: Partnerschaften mit öffentlichen Bibliotheken. Videokonferenz mit anschließender Diskussion
- John N. Berry: Das San-José-Modell. Bibliothek des Jahres 2004: Die San José Public Library und die San José State Library
- Chuck Henry: Neudefinition der Rolle der akademischen Bibliotheken. Trends und Herausforderungen
- William Lefurgy: Partnerschaften der digitalen Langzeitarchivierung und die „Library of Congress“
- Michael A. Keller: Wie „DODLs“, Digitalisierung und Repositorien neues Wissen fördern können
Aus dem Vorwort:
Die Dichte des Bibliotheksnetzes ist in den Vereinigten Staaten um knapp ein Viertel größer als in
Deutschland, die Entleihungen erreichen aber das Doppelte. Die Erwerbungsbudgets sind im kommunalen
wie im wissenschaftlichen Bibliothekswesen ein Vielfaches von dem der deutschen Bibliotheken (vgl. die Studien von Infas und Bertelsmann Stiftung: www.bibliothek2007.de). Bibliotheken als demokratische Informationseinrichtung haben auf der anderen Seite des Atlantiks definitiv einen größeren Rückhalt in Bevölkerung und Gemeinwesen. Immer wieder wird sogar vermutet, dass die wirtschaftliche und politische Größe des Landes maßgeblich bedingt sei durch ihr gut funktionierendes Bibliothekswesen.Das Schlagwort der „public library“ sorgte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland bekanntlich für den sogenannten Richtungsstreit, bei dem sich das deutsche Bibliothekswesen letztlich eher für das volkspädagogische Verständnis von Bibliotheksarbeit entschieden hatte als für die markt- und nachfrageorientierte Variante nach dem Modell des amerikanischen Bibliothekswesens. Fragt man in den Vereinigten Staaten jemanden nach einem Informationsproblem, so bekommt man mit einiger Sicherheit den Hinweis auf die lokale Bibliothek.
Bibliotheken der Welt USA
hrsg. von Hans-Christoph Hobohm und Rolf Busch
Bad Honnef : Bock+Herchen, 2006
27×22cm, 42. S. kart. 18,50 EUR
ISBN 978-3-88347-249-2
buh@bock-net.de
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[...] Das Ergebnis ist so deutlich wie mittlerweile langweilig. Die Methoden sind nicht immer die gleichen, die Werte belegen aber immer ein ROI (return on ivestment) von über 1 zu 3 (ein investierter Dollar bringt drei an wirtschaftlichem Wert für den Träger.) In manchen Fällen ja sogar bis zu 1 zu 40 (!). Von den ausführlichen Studien zu den einzelnen Bibliotheken berichtet der Weblog von OPLIN. Interessant sind solche Studien gerade in den USA, wo es doch dort den Bibliotheken eigentlich recht gut geht von ihrem Rückhalt in Bevölkerung und Politik her. Andere Hinweise dazu u.a. auf der IFLA in Oslo bzw. in LIS in Potsdam. [...]