Archive for November, 2006

Nov 26 2006

Bibliothek als Wissensspeicher

Karen Falke (Leiterin des IZ Informationswissenschaft und der Bibliothek der FH Potsdam, Mitglied des Vorstands der DGI) wird Montag anlässlich der Ringvorlesungsreihe Civitas VII der FH Potsdam zum Thema: “Wissensspeicher – Der kulturelle Beitrag der Bibliotheken für die Stadt” sprechen. Wir sind sehr gespannt. Die Titelformulierung bezieht sich natürlich auf die politische Idee aus der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam einen “Wissensspeicher” zu machen. Vgl. mein Posting hier.

Vielleicht höhlt steter Tropfen den Stein: vgl. meine Beiträge auf dem gleichen Forum:

  • Bibliothek als Bild und Gedächtnis. In: Civitas. Bildersturm und Gedächtnis. Eine multimediale Dokumentation der Ringvorlesung der FH Potsdam im Wintersemester 2001/2002, hrsg v. H.-C. Hobohm (bearb. von N. Ritter u. J. Friedrich), Potsdam: Fachhochschule 2002. (CD-ROM)

Mit Sicherheit wird es eine spannende Diskussion geben, an der teilzunehmen sich lohnt. Nicht nur wegen des leckeren Weins danach. Schön wäre natürlich auch zahlreiche Präsenz der regionalen Politik, die sich ja gerade wegen des Schlossneubaus in Potsdam etwas in den Haaren liegt und nach neuen Konzeptionen sucht. Ich denke bei der Art unsinnigen Debatten natürlich immer an die Pariser Lösungen im Centre Pompidou und in der Bibliothèque Mitterand (BnF), die ja gerade für die Stadt wesentliche Bereicherungen schufen. Aber da gibt es viele andere Beispiele wie Linz, Helsinki, ja sogar Münster…

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Nov 24 2006

KIBA Tagung in Potsdam

die ersten Tagungsteilnehmer am Morgen des zweiten Tages

Die Konferenz der Informatorischen und Bibliothekarischen Ausbildungseinrichtungen (KIBA, Sektion 7 des DBV und AG Ausbildung der DGI) hat gestern und heute (23.-24.11.) ihre Jahreskonferenz an der Fachhochschule Potsdam abgehalten. Auf Einladung des Instituts für Information und Dokumentation (IID) und des Fachbereichs Informationswissenschaften der FH Potsdam trafen sich die Vertreter (Studiengangleiter, Dekane, Prorektoren etc.) von praktisch allen Hochschulen mit deutschsprachigen,  informationswissenschaftlichen Studiengängen i.w.S. (Archiv, Bibliothek, Dokumentation). Insgesamt ca. 30 Teilnehmer berichteten über die Entwicklungen des eigenen Bologna- Prozesses, d.h. der Einführung neuer Bachelor- und Masterstudiengänge an den jeweiligen Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere wichtige Themen waren die Angebote zur Weiterqualifizierung von FAMIs (Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste), die Anrechnung von E-Learning auf die Lehrkapazitäten, das Studienbewerberverhalten, die Bedeutung des Hochschulstudiums generell oder die sich verändernden Hochschulstrukturen als solche (andere Falkultätenbezeichnungen, Autonomisierung von Hochschulen). Der zweite Tag war geprägt durch Gespräche um mögliche Kooperationen mit den Kommissionen und Arbeitsgruppen der Institutionen- und Berufsverbände.
Herzlichen Dank an Frau Thomas und das IID für die perfekte Gastfreundschaft!

Christina Thomas vom IID am Eingang des Tagungsraums

Die nächste Tagung ist für den 22.-23. November 2007 am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin geplant. Doch in der Zwischenzeit gibt es eine Reihe von Arbeitsgruppentreffen und die KIBA Kampagne zum Berufsbild geht weiter.

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Nov 21 2006

berufsbegleitende Weiterbildung für Bibliothekare gestartet

Published by Hans-Christoph Hobohm under FHP Fb5

Am 20. und 21. November ist der erste Kurs der berufsbegleitenden Weiterbildung für Bibliothekare an der FH Potsdam endlich gestartet. Nach den mittlerweile seit ca. acht Jahren äusserst erfolgreich laufenden Kursen für Archivare gibt es nun auch ein Angebot eines umfassenden modularen Kursangebotes für den Bibliotheksbereich. Die Kurse laufen im distance learning / elearning Modus mit dem Ziel eines breiten “updates” in allen Bereichen der bibliothekswissenschaftlichen Fächer.

Herzlichen Willkommen und viel Erfolg den 30 Teilnehmern.

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Nov 19 2006

Stabi als Fluchtort, als Ort der Askese

Buchausleihe in der Stabi

Im heutigen Tagespiegel gibt es einen schönen Text von Pascal Hugues (Le Point) zur Staatsbibliothek zu Berlin als dem “größten Arbeitszimmer Berlins – inklusive Zähneputzen , Teetrinken und einem kleinen Nickerchen”.

Der Lesesaal der Stabi ist ein modernes, großzügig geschnittenes Domizil. Man fühlt sich hier schnell zu Hause, der Saal strahlt weder die arrogante Würde der British Library aus noch die einschüchternde Schönheit der musealen Bibliotheken von Paris. In der minimalistischen Ausstattung der Stabi wird sich kein Mensch von dem in Jahrhunderten angehäuften Wissen bedrängt fühlen.

Aber warum um alles in der Welt vertauschen die reiferen Semester, die sich schon längst die Gasag-Rechnungen leisten können, ihr gemütliches Heim mit dem öffentlichen Raum? Simone de Beauvoir schrieb im Café de Flore, verbrachte ganze Tage an einem kleinen Marmortisch, die Teekanne immer in Reichweite. Die neue Bohème Berlins sitzt in den Cafés von Mitte, von wo aus sie per Notebook kommuniziert.

Der Lesesaal ist wie das Café: ein Fluchtort. Wer hier arbeitet, flieht vor den Ablenkungen zu Hause, der Klavierstunde der Nachbarstochter, den Kindern, die die Möbelstücke nach Lust und Laune herumschieben, das „Werbung bitte!“ des Prospektverteilers aus Sri Lanka, der mit seinem Klingeln den Gedankenfluss brutal unterbricht. In der Stabi gibt es weder Waschmaschine noch Fernseher, weder Telefon noch Kühlschrank. Der Lesesaal ist ein Ort der Askese.

In der Blockwoche mit dem Seminar “Bibliothekstypologie” hatten wir (das 3. Semester des Bibliotheksstudiengangs) letzte Woche auch die Gelegenheit die Stabi zu besichtigen. Es war wirklich beeindruckend! (Vielen Dank noch mal an die Kollegen vor Ort.) Eine der Führungen wurde von Dr. Martin Hollender übernommen, der genau zu diesem Punkt der Unterschiede in den Bibliothekskulturen auf eine Textpassage von Harnack aufmerksam machte und mir den Text auch postwendend zukommen ließ. Deutsche Wissenschaftler arbeiten lieber zu Hause, bzw. außerhalb der Bibliothek, deshalb sei es immer noch Tradition in der Stabi, dass man dort im Gegensatz zu anderen Nationalbibliotheken seine Bücher ausleihen kann. Pascal Hugues – als Französin, sicher mit Centre Pompidou, Bibliothèque Nationale und eben dem Café Flore aufgewachsen – hat ein anderes Bibliotheksverständnis.

Dennoch kann ich mich zurzeit nicht entschließen, die Umwandlung der Königlichen Bibliothek in eine Präsenzbibliothek zu befürworten, und ich stütze mich für die Ablehnung auf das Urteil des sachkundigsten Mannes – Mommsen. Der Hauptgrund ist folgender: Wer ein Buch auf der Bibliothek für seine Studien benutzt, muß sich Exzerpte machen und bei Niederschrift seines eigenen Werks sich auf diese Exzerpte verlassen; dagegen, wer das Buch zu Hause benutzen kann, hat die Möglichkeit, es immer wieder, bzw. bis zuletzt bei seiner Arbeit einzusehen. Das ist ein ganz außerordentlicher Vorteil und ein großer Gewinn für die Gründlichkeit der Untersuchungen! Dazu kommt aber noch der andere Vorteil, daß der Gelehrte, welcher zahlreiche Bücher aus der Bibliothek benutzen muß, nicht an die Bibliotheksstunden gebunden ist, sondern bis tief in die Nacht hinein mit ihnen zu arbeiten vermag. Wenn dem deutschen Gelehrten besonderer Fleiß nachgerühmt wird, so ist es mir nicht unwahrscheinlich, daß die Möglichkeit, die Bücher der Bibliothek zu Hause bei der Lampe zu studieren, daran einen bedeutenden Anteil hat. (Harnack, Adolf von: Die Königliche Bibliothek in Berlin, in: Preußische Jahrbücher, 144. Band, April bis Juni 1911, S. 87-94; hier S. 92f. – Harnack bezieht sich auf folgenden Mommsen-Text, in dem dieser Gedanke wohl auch bereits aufgeworfen wurde: Mommsen, Theodor, in: Verhandlungen des Hauses der Abgeordneten. 40. Sitzung vom 31. Jan. 1874; 26. Sitzung vom 1. Dez. 1877; 32. Sitzung vom 18. Jan. 1879; hier nach Mommsen, Über die Königliche Bibliothek, in: (ders.), Reden und Aufsätze, Berlin: Weidmannsche Buchhandlung 1905, S. 215-227.)

Dieses traditionelle Bibliotheksverständnis erklärt viel – gerade auch für die Berliner Staatsbibliothek. Ob allerdings die Arbeitsweise des Wissenschaftlers des ausgehenden 19. Jahrhunderts immer noch als Modell genommen werden kann, müsste diskutiert werden. Die Tatsache, dass in vielen anderen Ländern eher Präsenzbibliotheken üblich sind, und damit die Wissenschaftler und Studenten gezwungen sind, vor Ort zu arbeiten hängt aber sicher auch noch mit einer Reihe anderer (z.B. ökonomischer) Faktoren zusammen.

vgl, auch: Hollender, Martin: Die besondere, optimale Bibliothek Umberto Ecos – und warum sie nicht zu verwirklichen ist. In: Die besondere Bibliothek oder: Die Faszination von Büchersammlungen, hrsg. v. Antonius Jammers, Dietger Pforte und Winfried Sühlo, München: Saur, 2002, S. 275-294.

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Nov 18 2006

NeXT Space: neue Ausgabe

Published by Hans-Christoph Hobohm under Allgemeines

Die vierte Ausgabe von NeXT Space kommt etwas “normaler” daher. Aber immer noch wichtig und interessant. Indiz lediglich, dass viele “hype”-Themen der letzten Monate zum Alltag geworden sind!

Inhalt:

COVER STORY
6 Moving to the network level
The architecture of the Web is transforming the way systems are built and services delivered. Application development can now mean mixing data and functionality from several Web sites with your service to provide a unique and powerful user experience. What library services will move to the new network platform?
ADVOCACY
12 Sam Holman: Going to bat for libraries
This Canadian entrepreneur spent hours in libraries researching bat patents, and then created the first maple wood slugger for Major League Baseball. The Original Maple Bat Company now supplies more than 200 players with Sam Bats, which are becoming the standard baseball bat in the major leagues.
PRODUCTS AND SERVICES
16 Discover WorldCat.org
Today’s users want the universe of information—including library resources—at their fingertips, as part of their Web experience. To help meet this demand, OCLC is rolling out a new destination site with a downloadable search box designed to elevate the visibility of library collections and services on the Web.
DEPARTMENTS
13 PRESIDENT’S REPORT
14 UPDATES
14 TIPS AND TRICKS
15 LABS
18 RESEARCH
20 BY THE NUMBERS

Ein Aufmacher ist “Mulitilingualität”. Interessant dazu die Rubrik “Die Welt in Zahlen” bei BrandEins 11/06: die USA geben 2007 zusätzlich 114 Mrd USD aus für das Erlernen von Fremdsprachen – im Nachklang zu 9/11! Die UNESCO gibt 2006/2007 4 Mio USD für das Programm “Dekade der Alphabetisierung aus.

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Nov 17 2006

OCLC erhält Unterstützung von Gates für Trendforschung

Published by Hans-Christoph Hobohm under LIS

Es ist zwar nicht der Bill&Melinda Gates Foundation Access to Learning award, den z.B. die Stadtbibliothek Helsinki als erste erhielt, aber dafür sind es doch 1,2 Mio $, die OCLC von der Stiftung erhält für weitere Trendforschungen.

The $1.2 million grant will be used by OCLC to conduct research, develop strategies, create materials and test elements of a national marketing campaign to demonstrate the value of libraries, and the need to increase support for libraries to meet the changing needs and expectations of library users.

Trends suggest that U.S. public libraries will find it difficult to adequately fund operations over the next 3 to 5 years—a period in which public libraries will come under increasing pressure to modernize programs, facilities and electronic infrastructure and offer more Internet-based services and electronic collections. At the same time, studies indicate that most people are unaware of all the types of information and services libraries make available to their patrons.

“Libraries must more effectively communicate their current services and value in this era of rising costs and increased competition,” said Cathy De Rosa, Vice President, OCLC Marketing and Library Services and principal contributor to Perceptions of Libraries and Information Resources, a report issued in December 2005 based on Harris Poll findings. “Many libraries lack the resources, expertise and funding to build the library advocacy and marketing programs required to create an environment that can sustain and increase support. It is our goal to help libraries communicate their value to the communities they serve.”

Ein weiterer Beleg für die Qualität der eingeschlagenen Wege bei OCLC, so skeptisch man auch Trend- und Zukunftsforschung gegenüber sein mag.

OCLC News release vom 6.11.06

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Nov 17 2006

Library Calendar Boys

Endlich gibt es auch den männlichen Calendar Girls Calendar. Leider nicht ganz so sexy wie der urspüngliche. Aber dafür aus Texas!! Ein Kalender, der die wahren Qualitäten der männlichen Bibliothekare zum Vorschein bringt. Die 18 bedeutendsten texanischen Bibliothekare inklusive wichtiger “events”.

Kalender bestellen als Weihnachtsgeschenk!

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Nov 16 2006

The Future of LIS – if there is one

Eine Stimme aus der Außenwelt gibt Ratschläge: Frank Lekanne Desprez (Consultant und Prof. bei ZeroSpace Advies): The Future of Library and Information Services – if there is one war ein spannender Beitrag zu einer Weiterbildungsveranstaltung an der Bayerischen Staatsbibliothek im letzten Jahr.

Sein neuester Vortrag: Prepared Minds – from Research to Prosearch auf dem European Industrial Research Management Association (EIRMA) Meeting im Oktober diesen Jahres in Eindhoven zeigt noch mehr, wie wichtig ein “Nachvornedenken” auch in der Wirtschaft ist. Nicht mehr re-search ist wichtig, sondern pro-search.
Auszug aus dem extended abstract:

We are entering the “Conceptual Age” where the future belongs to creators and empathisers, pattern recognisers and meaning makers, such as artists, inventors, designers, storytellers, caregivers, consolers and big picture thinkers. Computer programmers, lawyers, MBAs will have less leverage.
The future will no longer be about doing things faster or better (efficiency) but about the nature of things and activities: inventing or developing entirely new activities, applications and business processes. Innovative and improvising knowledge professionals will strive not for efficiency but for effectiveness. They organise innovative ideas and concepts in understandable and attractive formats. It is not about volume but about one or few of a kind, and unpredictability.
Economies will fare well when a high percentage of employment corresponds to creative occupations. This is the case for the US, Belgium and the Netherlands, where about 30% of all employment corresponds to creative activities. At the bottom end we have Portugal, Italy, Austria and Germany (13% to 18%).

Future Knowledge Professionals are:

  • self navigators (autonomous)
  • career driven (not job driven)
  • minimally supervised (‘hire smart people and leave them alone’)
  • working at home or in sites away from their unit
  • committed (‘crafting dreams with a deadline’’)
  • experience ‘shared leadership’ and ‘portable leadership’
  • make long working hours (ad hoc)
  • passionate about what they do
  • sensitive to values and norms of a company
  • refresh and refocus
  • gradually evolve into intellectual workers (Furedi, 2004): revolutionary, stretch the existing, ‘open-space mindset’ and they value ‘making sense’ instead of ‘making things’. The rule within such an environment should be that people do 30% specified work and 70% “free” work. Never present a professional with a finished product , service or process: “Only ever give them a 30% solution that basically defines it, then leave a 70% ‘space’ that they can fill with their contribution (Newman, 2006)”

Productivity of knowledge workers usually is improved in different ways:

  • increasing output with decreasing input
  • increasing output with constant input
  • increasing output with more slowly increa-sing input
  • constant output with decreasing input
  • decreasing output with strongly decreasing input.

But it’s not the output or productivity that counts, but the impact of the output (outcome) that is crucial for effective and successful pro-searchers!

(L)earning for a living or life-long learning both convey the idea of an obligation to learn all along your professional life. But there is no alternative. So, how do you turn knowledge into value for your organisation? Before tackling this question, we should perhaps characterise knowledge – describe our conception of what knowledge means and how it operates.
Knowledge:

  • Resides in the ‘heads’ (‘stock’: directly available, but today’s knowledge is soon out of date)
  • Circulates among people; something people do together (‘flow’: exclusive, it updates organically)
  • Is not easy to organize
  • Must be turned into action (reflection is also an action…)
  • Stimulates the process of organizational learning (and forgetting)

Manches erinnert doch immer noch an: Davenport, Thomas H.; Prusak, Lawrence: “Blow Up the Corporate Library”. In: Knowledge Management. Libraries and Librarians Taking up the Challenge, hrsg. v. Hans-Christoph Hobohm, München: Saur, 2004, S. 11-19. ( IFLA Publications; 108 )

Unsere Diskussionen während der Exkursionen der aktuellen Blockwoche machen dies immer wieder deutlich. Wie oft wurde von Kreativität und neuem wirtschaftlichen Denken gesprochen. Und das in Berliner Bibliotheken… Frank Lekanne sagt uns aber auch, warum das für uns so schwer ist. Unbedingter Lektüretipp.

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Nov 15 2006

Weizenbaum – Rebel at Work (Filmpremiere in Jena)

Joseph Weizenbaum konnten wir im vorletzten Semester live erleben hier in Potsdam. Mit ihm kam ein Filmteam um seinen Auftritt zu dokumentieren. Das Ergebnis ist ein spannender digitaler Film, der nun an den Start geht. Auf Einladung der Friedrich-Schiller-Universität Jena findet die Premiere am 17.11.2006 um 19:00 Uhr im Wissenschaftszentrum Beutenberg statt und bildet den Auftakt einer Deutschland-Tournee.

Joseph Weizenbaum ist eine Legende unter den Informatikern Deutschlands und beinahe eine Kultfigur. In Berlin geboren und in die USA emigriert, wurde er als Professor am MIT weltberühmt: Er entwickelte das erste Programm, mit dem man in Englisch „eine Unterhaltung“ führen kann, ELIZA, und das ist immerhin schon 40 Jahre her! Später wurde Joseph Weizenbaum zum Wissenschafts- und Gesellschaftskritiker, zum Ketzer. Niemand kann so einfach über Computer sprechen, sodaß ihn jeder versteht. Er hat das Geschichtenerzählen in die Wissenschaft zurückgeholt.
Also erzählt der 83-jährige Joseph Weizenbaum auf höchst amüsante Weise seine Lebensgeschichte, die der Film geschickt mit der Geschichte des Computers verknüpft. Der unabhängig produzierte Film von Peter Haas und Silvia Holzinger, zwei deutschösterreichischen Filmemachern, wurde ausschließlich durch eigene Mittel und Sponsoren ermöglicht, ein steiniger Weg, wie beide zugeben. Mit Hilfe einer breiten Wissenschafts- und Internet-Community, die das Projekt unterstützt, wird der Film im kommenden Jahr in zahlreichen Programmkinos und im TV zu sehen sein, die DVD kann unter www.ilmarefilm.org erworben werden.
„Wenn der Umbruch des traditionellen Kinos zum Digitalen Kino nicht stattfinden würde, hätten wir unseren Film nicht realisieren und bis ins Kino bringen können“, so Peter Haas, der selbst 15 Jahre lang als Software-Entwickler gearbeitet hat, „wir sind vor allem der Firma ropa dankbar, die uns für die Premiere ihren neuesten CineSuite Cinema Server zur Verfügung stellt.“
[Pressetext]

Wir bemühen uns, ihn auch in Potsdam zu zeigen! In der Zwischenzeit kann man die Produzenten weiter unterstützen. Der Film und die “Kultfigur” sind es wert.
Mehr dazu bei Il Mare Film

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Nov 13 2006

LIS Search Engine

Published by Hans-Christoph Hobohm under LIS, Web2.0

Eine Liste im Wiki und gleichzeitig eine Suchmaschine in der bibliothekarischen Blogosphäre. Einschlägig zum Thema des Blogs hier. Und interessant, wer und was hier alles als LIS verstanden wird. …

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