Jun
27
2006

In eigener Sache:
Wiederholung des Kurses aufgrund des großen Erfolgs am 9.2.2007
| B 08 |
Social Software
Die neue Generation des Internet „web 2.0“ |
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Tagesseminar |
| Termin: |
Freitag, 7. Juli 2006, 9.00 – 16.00 Uhr
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| Ort: |
Weiterbildungszentrum der Freien Universität
Otto-von-Simson-Str. 13/15
14195 Berlin (Dahlem) |
| Dozenten: |
Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm (FH Potsdam), Ben Kaden, Maxi Kindling (beide Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, HU Berlin) |
| Zielgruppe: |
Bibliotheksmitarbeiter mit geringen oder keinen Erfahrungen im Bereich Sozialer Software aber Interesse an bibliothekarischen Innovationen. Grundkenntnisse im Bereich der Nutzung des Internets werden vorausgesetzt |
| Gebühr: |
50 € (FU-Beschäftigte 35 €)
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| Anmeldung |
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In dem Workshop sollen Grundkenntnisse auf dem Gebiet der sog. Sozialen Software (Web 2.0) im Hinblick auf mögliche Einsatzfelder in Bibliotheken und Informationseinrichtungen vermittelt und diskutiert werden.
Die drei Ziele des Workshops sind:
1. Vertrautheit schaffen - d.h. eine eventuell gegebene Hemmschwelle gegenüber dem Einsatz Sozialer Software in Bibliotheken zu verringern,
2. Kenntnis vermitteln – d.h. Grundlagen zu Struktur und Bedienung verschiedener Typen sozialer Software zu vermitteln,
3. Kompetenz aufbauen – d.h. die Teilnehmer mit einer Grundkompetenz im Umgang mit diesen Medien auszustatten, die es ihnen ermöglicht, kontextspezifisch einen möglichen Nutzen des Einsatzes bestimmter Typen von Sozialer Software in ihren Einrichtungen richtig zu beurteilen.
Inhalte:
Kooperative und interaktive Aspekte des Internet, die soziale Funktion von Information, Communities of practice, Weblogs, Wikis, “social bookmarking” (z.B. del.icio.us), Kontaktsoftware (z.B. Orkut), Fotosharing (z.B. Flickr), Kommunikationsmedien (z.B. IRC), wissenschaftliches Arbeiten (Reference Sharing, z.B. connotea), Gruppenarbeit / CSCW (z.B. writely)
Ablauf:
- Warum Soziale Software
- Merkmale und Formen Sozialer Software (Beispiele und Systeme)
- Voraussetzungen des Einsatzes
- Web 2.0 und Bibliotheken
- Übungen in Arbeitsgruppen
- Auswertung und Empfehlungen
Jun
27
2006

Marc Meola berichtet im ACRLog recht unterhaltsam über seine Erfahrungen (bzw. Nicht-Nutzung) von LibraryThing. Er verweist auf einen ausführlichen und lesenswerten Bericht im Wall Street Journal dazu – dort unter der Rubrik “Time Waster”.
Na ja stimmt schon, dass das ganze neue Zeug viel Zeit frisst…
Jun
27
2006

Wie schnell man sich doch daran gewöhnt, nicht mehr NFD zu sagen, obwohl sie als solches noch im Netz verlinkt ist.
Die aktuelle Ausgabe bietet einen spannenden Zeitzeugenbericht von Hansjoachim Samulowitz zur Gründungszeit der DGD/DGI, die ja politisch nicht ganz unproblemtaisch war. Sie wirft ein Licht auf die Rolle der Informationsarbeit im politischen Machtgefüge und belegt sehr deutlich die Hegemonialfunktion von Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Herzlichen Dank an Hansjoachim Samulowitz.
Ebenfalls äusserst zu begrüßen in diesem Heft ein Einwurf eines Nutzers zum aktuellen massiven Aufbau von ViFas u.ä. Peer Pasternack (Forschungsdirektor, Institut für Hochschulforschung, Halle) legt den Finger auf die DFG-Wunde mit seinem Artikel: “Internetgestützte Fachinformationssysteme aus dem 18. Jahrhundert?” [Ich persönlich finde es ja gut, dass wir weiter das Prinzip der Encyclopédie Diderots verfolgen - allerdings aus anderer Sicht
]
Auf andere Beiträge in dieser Ausgabe: zur Veritologie (Otto Nacke) und zum Informationismus (Emilia Currás) haben wir auch schon lange gewartet
Jun
26
2006

Schon vor ein paar Wochen ist der diesjährige Horizon Report erschienen. Er ist und bleibt ein Lektüre-Hinweis für Auge und Ohr für alle, die mit Lernen und neuen Medien zu tun haben – also für alle Information Professionals:
The NMC’s Emerging Technologies Initiative focuses on expanding the boundaries of teaching, learning and creative expression by creatively applying new tools in new contexts. The Horizon Project, the centerpiece of this initiative, charts the landscape of emerging technologies and produces the NMC’s annual Horizon Report.
Wie jedes Jahr konzentriert sich der in Zusammenarbeit mit EDUCAUSE erstellte Bericht auf Technologien, die das Lernen auf innovative Art fördern. Dieses Jahr – wie sollte es anders sein:
- Social Computing
- Personal Broadcasting
- Phones in their Pockets
- Educational Gaming
- Augmented Reality
- Context Aware Devices
in aufsteigender Reihenfolge eines vermuteten Realisierungshorizontes in Jahren. Die ersten Kapitel beschreiben bereits im Lernalltag eingesetzte Technologien wie del.icio.us oder FaceBook.
ist offensichtlich in USA sehr weit verbreitet und in Deutschland leider erst an einem Institut an der TU München verfügbar. Es ist eine Art akademisches MySpace, vgl. den fundierten Artikel der englischen Wikipedia.
Der Horizon Report 2006 ist als PDF downloadbar, das Horizon Project selbst hat ein eigenes Wiki und das Learnitology Podcast bietet eine nett aufbereitete Audio-Fassung davon.
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Jun
23
2006

Die soeben erschienene 2. Ausgabe des OCLC Journals “NextSpace” widmet sich – wie sollte es anders sein für eine n° 2 – dem Thema Web 2.0.
The potential network effects of Web 2.0 have not gone unnoticed in the library community. A corresponding Library 2.0 discussion is underway, primarily in the blogosphere, about how libraries will fit into and thrive in the second coming of the Web. NextSpace asked a futurist, three librarians and an OCLC Vice President to comment on the library possibilities of Web 2.0.
N° 1 von NextSpace, erschienen vor einigen Wochen, behandelte ähnlich symbolisch die “Marke Bibliothek” unter dem Titel “Extreme Makeover”.

Gewöhnlich gut informierte Kreise berichten auch vom Vormarsch von OCLC/PICA (ehem Sisis) auf dem deutschen Markt. Der Worldcat wird demnächst Daten des GBV und nicht nur der BSB beinhalten. Auf dass Google Scholar uns nun auch endlich den Weg zu unseren Bibliotheken weist.
Jun
23
2006

Im aktuellen D-Lib Magazine ist ein interessanter “Kommentar” aus der Wissenschaftsinfrastrukur der USA wie dort die veränderten Arbeitsweisen und Bedingungen von Wissenschaft forschend begleitet werden. Das Office for Scientic and Technical Information (OSTI) startet eine strategische Initiative (Innovations in Scienrific Konwledge and Advancement – ISKA), um die Prozesse von Wissensdiffusion genauer zu untersuchen.
Informationswissenschaftliche Wissenschaftssoziologie kehrt in den US wieder zurück, nachdem vor langer Zeit in D Kunz und Rittel in der Schublade verstaut wurden. [Kunz, Werner; Rittel, Horst: Die Informationswissenschaften. Ihre Ansätze, Probleme, Methoden und ihr Ausbau in der Bundesrepublik Deutschland, München, Wien: Oldenbourg, 1972.] Vielleicht ändert sich das ja in ca. 5 Jahren, wenn die US Erkenntnisse über den Atlantik gekommen sind – so lange braucht die Wissenschaftsdiffussion US –> D ja bekanntlich (beobachten wir, wann OCLC 2003 bei uns ankommt…).
Jun
22
2006

Gleich drei neue Professoren erhält die deutsche Bibliothekswissenschaft in diesem Jahr. Zu den ersten beiden Antrittsvorlesungen lädt das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt Universität am 4.7. um 18 Uhr in den Senatssaal der HU:
Frau Prof. Dr. Claudia Lux, designierte IFLA Präsidentin, amtierende DBV Vorstandsvorsitzende und aktuelle Generaldirektorin der ZLB, wird zur Honorarprofessorin ernannt
Herr Prof. Dr. Peter Schirmbacher, ist in Personalunion mit der Professur für Informationsmanagement Direktor des Computer und Medienservice der Humboldt Universität
Herzlichen Glückwunsch den neuen Kollegen, in der Hoffnung bzw. der Gewissheit der fortgesetzten guten Zusammenarbeit zwischen FHP und IBI der HU.
Lesenswert zu diesem Thema immer noch der Sammelband von Petra Hauke: Bibliothekswissenschaft, quo vadis, (München: Saur, 2005) in dem sich auch ein Beitrag von Claudia Lux befindet.
via Inetbib
PS. noch zu besetzen ist eine Professur mit der leider etwas angestaubten Bezeichnung “Digitale Bibliothek”
Jun
18
2006

Gestern ging die erste Wikipedia Academy in Göttingen zu Ende. Der Heise newsticker berichtet sofort darüber. Bemerkenswert die Positionierung von Elmar Mittler auf Seiten der Wikipedia. Konsequenzen daraus für die vielen Vifas aus Göttingen??
via netbib
Jun
15
2006


In Berlin wird der Startschuss gegeben für die Vorbereitung der nächsten BOBCATSSS-Tagung – diesmal organisiert von Studenten der Humboldt-Universität gemeinsam mit Studenten der Fachhochschule Potsdam.
Ein weiterer Termin kommt gerade per e-mail herein:
“Kick-off-Meeting” am 28. Juni 2006, 16.45 Uhr
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Bibliotheks- und
Informationswissenschaft
Dorotheenstraße 26, 10999 Berlin
Raum 122 (Saur-Bibliothek, im 1. OG)”
Viel Erfolg!
Jun
15
2006

Der Soziologe Wolf Lepenies erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
In der offiziellen Begründung heißt es:
“In den 15 Jahren seines Rektorats wurde das „Wissenschaftskolleg zu Berlin“ zu dem vielleicht anregendsten und freiesten Ort Europas, zu einer Begegnungsstätte von westlicher Rationalität und östlicher Weisheit, von Kunst und Wissenschaft, zu einer Heimstätte für moderne Musik und Literatur. Den Samen dieses freiheitlichen Denkens hat er nach dem Fall der Mauer mit großer Tatkraft auch in anderen Städten und Institutionen gepflanzt, in St. Petersburg und in Warschau, in Sofia, in Bukarest, in Budapest und in Mali, und dadurch Völker und Kulturen im friedlichen Gespräch zusammengeführt. An die Stelle des Drohbildes vom „Zusammenprall der Kulturen“ hat er das Hoffnungsbild kultureller Lerngemeinschaften gesetzt“.
Jürgen Kocka, Präsident des WZB, schreibt im Tagespiegel dazu: “Es elektrifiziert, wenn – was ja nicht alle Tage geschieht – einem engen Kollegen, dem man sich freundschaftlich verbunden weiß, eine so große öffentliche Ehrung widerfährt.” Nun das mit der Freundschaft kann ich persönlich leider nicht sagen, es sei denn als Leser hat man sich mit dem Autor angefreundet. Elektrifizierend ist es dennoch. Die Lektüre seiner “Drei Kulturen” ist nicht nur vor dem Hintergrund von Shirky’s Zweiwelten-These immer noch wichtig. Auch und gerade die Frage zu welcher Kultur die Informationswissenschaften gehören, ist noch nicht beantwortet: sind wir die technischen Quantifizierer (Bachelor of Science) oder die erzählenden Qualifikatoren (Bachelor of Arts). Von der Methodik her tendiere ich in der Tat eher zur Mitte – wie Lepenies.